Violett-Blaue Blütenkerzen: Lupinen

Schon lange hatte ich vor, einen Beitrag über Lupinen zu schreiben, aber immer wieder habe ich etwas anderes vorgezogen, weil es mir gerade mehr am Herzen lag. Nun ist es aber soweit, Vorhang auf für diese vielfältige und vielseitige Pflanze …

Blaue Lupinen, Naturfoto, Blütenkunst,  wildgruenbunt.wordpress.com

Wusstet ihr, dass es Lupinen als Gemüse-, Futter-, Zier- und Wildpflanze gibt? Spannend finde ich. Die Früchte der Lupinen (Süßlupinen) landen z. B. in Lebensmitteln, als Eiweißquelle/-ersatz. Sie dienen als Gründung, machen eine gute Figur in jedem naturnahen Garten mit ihren wunderschönen Blütenkerzen und ihren hübschen Fiederblättern. Leider haben auch Nacktschnecken eine Vorliebe für Lupinen und so sehen sie öfteres etwas zerrupft bzw. zerfressen aus … Aber sie erholen sich, sobald der „SchleimerDruck“ nachlässt. Auch sehr beliebt sind die Schmetterlingsblütler übrigens bei Bienen & Hummeln.

Die Lupinen, die ihr auf meinen Fotos seht, wachsen ausnahmslos wild. Am Waldrand und auf einer nahegelegenen, halbschattigen Wiese, die nur ein- oder zweimal im Jahr gemäht wird. (Einen kleinen Steckbrief findet ihr unter der Bildergalerie, also bitte weiterscrollen 😉 )

Kleiner Steckbrief: Es gibt rund 200 Arten. Ursprünglich stammt sie aus Nordamerika und wurde bereits Anfang des 19. Jahrhunderts bei uns „eingeführt“. Genau genommen, ist die Lupine also keine echte, heimische Wildpflanze. Sie ist mehrjährig und blüht etwa von Ende Mai, je nach Sorte, bis in den Spätsommer. Die meisten Gartenformen werden ca. einen Meter hoch (+/- 20 cm).

Sie mag einen sonnigen Standort. Kommt aber auch mit Halbschatten zurecht. Die Blühfreude lässt dann aber meist etwas nach. Der Boden sollte leicht feucht und eher nährstoff- und kalkarm sein! Am besten gar nicht düngen – insbesondere KEINEN stickstoffbetonten Dünger, das ist der sichere Tod der Lupine. Staunässe und schwerer Boden bekommen ihr auch nicht. Die Blütenstiele sind etwas anfällig dafür, bei starkem Wind und/oder Regen umzuknicken, deshalb am besten rechtzeitig stützen.

Noch Ein Tipp (gilt übrigens für viele Wild- und Gartenblumen): Nach der Blüte die Stängel abschneiden, meist blüht sie dann ein zweites Mal. Wenn ihr jedoch Fan des Blackbox-Gardening seid, dann lasst ihr sie natürlich aussamen.

12 Gedanken zu “Violett-Blaue Blütenkerzen: Lupinen

    1. Oh, das feut mich, dass ich dein Pflanzenwissen erweitern konnte! 🙂 Kann mich noch gut an einen Schwedenurlaub erinnern, viele Lupinen … 🙂 LG, Heidrun

  1. Ich liiiebe Lupinen und wildwachsende ganz besonders. Da hast du ja ein Glück, sowas in der Nähe zu haben. Schöne Fotos! Es ist eine so hübsche Pflanze und Hummeln freuen sich immer sehr. Leider ist sie für den Blumentopf nicht so geeignet fürchte ich. Ich hatte damit jedenfalls keinen Erfolg. Unter meinem Patenbaum wächst irgendwas lupinenartiges, wohl aus einer Blumensaatmischung. Ich bin gespannt, was das ist /wird. Hach, so ein ganzes Lupinenfeld, daß wäre schön 🙂 Blackboxgardening? Schwarzschachtelgärtnern??? Ich kenne bislang nur urban und wildlife gardening…da wachsen ja ständig neue Formen nach, wie es scheint 😉

    1. Ich mag sie auch sehr!Ja, finde ich auch und es werden jedes Jahr ein paar mehr 🙂 Ich hatte mal Lupinen im großen Kübel ausgesät, zusammen mit anderen Wildblumen, aber Lupinen gingen leider keine auf. Vielleicht versuche ich es noch mal 🙂 Blackboxgardening = Überwiegend Blumen pflanzen, die sich sehr willig und schnell (d. Versamen) durch den ganzen Garten wandern, den Garten quasi alleine gestaltet. Ein schönes Beispiel dafür: Akeleien 🙂

      1. Ich glaube fast, die Lupinen wurzeln gerne tiefer und das bringen die Töpfe nicht. Manche Pflanzen kommen damit klar, andere weniger. Danke für die Erklärung! Eine Akelei hat es bei mir auf dem Balkon geschafft, unterm Patenbaum scheint der Boden zu dicht zu sein. Da kommen sie kaum über einen cm hinaus…

      2. Sorry, dass ich erst heute antworte. Viel zu tun und so ist mir dein Kommentar „durchgerutscht“. Ja, Lupinen habe lange Pfahlwurzeln. Mit einem sehr tiefen Topf ginge evtl. Aber meine wollten ja erst gar nicht aufgehen.

      3. Dann war wohl was anderes „faul“. Aber das bestätigt meinen Verdacht, daß mein Topf nicht groß genug war.

      4. Danke! Falls ich doch noch einen Versuch wagen sollte, werde ich mich schlau machen. Jedenfalls gibt es einiges zu beachten.

      5. Ja, wenn du noch Platz hast, würde ich es unbedingt machen. Bei mir geht ja nix mehr, leider. Dabei finde ich sie soo schön!!

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