Nachlese: Gartenfest in Hanau

Seit einigen Jahren fahren wir zum Gartenfest nach Hanau. Auch dieses Jahr. Eine lieb gewonnene Tradition. Obwohl, wie ihr wisst, ich ja schon viele Jahre keinen Garten mehr habe und ich mich zurzeit nur mit einem Topfgarten vorm Haus begnüge, freue ich mich jedes Jahr darauf. (Wir besuchen auch gelegentlich andere, ähnliche Veranstaltungen in unserer Nähe, aber Hanau gefällt mir immer noch am Besten.)

Ein paar Impressionen  …

Was mir dieses Jahr auffiel, dass deutlich mehr Wildblumen und Zuchtformen von Wildblumen angeboten wurden. Ich habe mich auch mit anderen Besuchern unterhalten und festgestellt, dass viele darauf achten, möglichst nur bienen-/hummelfreundliche Pflanzen zu kaufen. So war es auch nicht verwunderlich, dass ich viele Hummeln, Bienen und Falter entdecken konnte, die eifrig das bunte Blütenangebot nutzten.

Besonders begehrt waren z.B. Sedumarten (sind offenbar gerade sehr trendy), Skabiosen, „einfache“ Rosen, blühender mehrjähriger Basilikum, Rittersporn, Fingerhut, „einfache“ Dahlien, Lavendel, Zierlauch, Disteln und sogar Wilde Karden, die auch angeboten wurden, waren gut besucht von den Sumsen ;-). Ach ja, auf den Freiflächen darf viel Wildes wachsen (s. u.) wie z.B. der Natternkopf. Ein kleines Paradies mitten in der Stadt.

Ich sag’s euch, hätte ich einen Garten, wäre ich sicher nicht mit „nur“ vier Pflanzen nach Hause gefahren 😉

Wir haben ein paar schöne Stunden dort verbracht. Zumal der Park (Wilhelmsbad) wunderschön gelegen ist und viele schattige Plätze hat und so zum (längeren) Verweilen einlädt. Neben dem Augenschmaus gab es natürlich auch eine ordentliche Auswahl an Gaumenschmaus …

Eine kleine Gaumenfreude habe ich auch mit nach Hause genommen: Zwei Amalfi-Zitronen, die es als Vorspeise gab, ein Zitronensalat. Ja, ihr lest richtig, ein Zitronensalat. Genau das Richtige bei diesem heißen Wetter. War lecker und sehr erfrischend! Falls Ihr diese riesigen Zitronen nicht kennt (meine beiden wogen je ca. 450 g), Amalfi-Zitronen sind kein Vergleich zu den „normalen“. Sie sind deutlich milder und viel aromatischer. Man kann sogar das „Weiße“ mitessen, da es kaum bitter ist.

Noch ein paar Impressionen aus 2018 …

9 Gedanken zu “Nachlese: Gartenfest in Hanau

  1. Schöne Fotos und ich freue mich, über das gestiegene Bewußtsein! Auch was das Plastikproblem angeht, tut sich viel bei den Menschen. Es kommt Bewegung in die Sache.

    1. Dankeschön! 🙂 Ja, ich glaube „wir“ haben vielleicht doch noch die Chance, die div. Umweltprobleme zumindest einigermaßen in den Griff zu bekommen. Aber es gibt noch viiiiiel zu tun. Und leider gibt es auch gegenläufige Trends …

      1. Ja, langsam … aber heute Morgen gab es wieder einen „Rückschlag“. Ich hatte mich so gefreut, dass ein Randstreifen neben einer Lagerhalle letztes Jahr mit Wildblumen bestückt wurde und dieses Jahr kamen noch mehr Wildblumen zum Vorschein, u.a. der gelbe Steinklee, den ich hier sonst nirgends gefunden habe bisher und eine Wegwarte, auch sehr selten hier und noch ein paar andere. Und was sehe ich heute Morgen: Alles abgemäht. Was soll das? Hat keinen gestört. Ich könnte K…. wenn ich sowas sehe 😦

      2. Ich habe gerade noch mal nachgesehen: Wildblumenwiesen müssen ja gemäht werden, damit die Gräser nicht zu stark werden. Der beste Zeitpunkt ist wohl, wenn das meiste verblüht ist. Im Netz steht was von der zweiten Junihälfte oder auch im August. Ich hoffe dann mal, daß es bei dir der richtige Zeitpunkt war. Jetzt bei der Hitze ist vieles schneller abgeblüht. Andernfalls würde ich mitk….n!!! Ich hoffe auch bei so manchen Wiesen und Baumscheiben, daß die noch ne Weile blühen dürfen….

      3. Ja, das stimmt. Aber: Es ist nur ein kleiner Randstreifen neben einer Pferdekoppel/Halle und es stand fast alles noch in voller Blüte, die Plümschen konnten sich also noch gar nicht versamen. Letztes Jahr haben sie es wachsen lassen … keine Ahnung, was die Leute dieses Jahr geritten hat 😦

      4. Oh Mann, das tut natürlich weh. Kürzlich las ich was davon, daß Gärtner hier in Sachen Wildblumenpflege weiter ausgebildet werden sollen. Das scheint an manchen Stellen dringend nötig. Wer hat die Wiese denn angelegt? Kann man da nicht mal einen Hinweis geben, daß das auf die Art keinen Sinn macht?! Das ist wirklich zu traurig und schade!!

      5. Ein guter Ansatz. Ich kenne die Leute nicht, habe sie auch nur ein, oder zwei Mal gesehen. Wenn es passt, sage ich natürlich etwas bzw. frage, wieso sie sie die Wildblumen abgemäht haben.

      6. Ist jedenfalls kontraproduktiv. Dann könnten sie es auch sein lassen. Hoffen wir, daß da noch etwas Weisheit bei den betreffenden Personen ankommt!

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