Der Rote Sonnenhut

Heute mache ich mal (wieder) eine Ausnahme und stelle eine Staude vor, die nicht in Mitteleuropa/Deutschland heimisch ist, der Rote Sonnenhut. Warum? Weil ich ihn einfach sehr mag, er bei vielen Insekten sehr beliebt ist und meine Topfpflanze dieses Jahr besonders üppig blüht. Vorhin habe ich 29! Blüten/Knospen gezählt (incl. der einen, die Sonntag durch den Gewittersturm abgeknickt ist).

Roter Sonnenhut-und-Biene
Roter Sonnenhut mit Wildbiene

Zwar hat mein Sonnenhut dieses Jahr etwas mit einer Pilz- oder Viruserkranung zu kämpfen (was genau es ist, habe ich noch nicht recherchiert), dennoch blüht er so üppig. Einfach wunderbar. Die ersten Blüten geben allmählich das Insektenfutter (Pollen) frei und so konnte ich bereits die ersten Hummeln, Bienen und Schwebfliegen beobachten. Auch Schmetterlinge mögen ihn.

Mein Sonnenhut wächst in einem Tontopf von ca. 26 cm Innen-Durchmesser. Fast schon wieder zu klein, ich hatte ihn erst letztes Jahr umgetopft, denn er ist ziemlich durchwurzelt. Also wird er nächstes Frühjahr erneut einen größeren Topf bekommen 🙂

Der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea), manchmal auch Purpursonnenhut genannt, stammt aus Nordamerika, wird ca. 80 cm bis 1,20 m hoch. Manchmal auch noch höher (zumindest ausgepflanzt im Garten), er ist recht anspruchslos in der Pflege. Am liebsten hat er volle Sonne (sagt ja schon der Name 😉 ) aber auch Halbschatten ist noch o.k. – wie bei mir. Allerdings ist er mit der Blüte dann später dran. Aber das macht nichts, da momentan bei mir fast nichts anderes blüht. (Der Ziest ist fertig und die Wildblumen fangen gerade erst an, da ich zu spät gesät hatte).

An sehr heißen Tagen braucht die Staude einiges an Wasser (im Topf). Aber Achtung: Keine Staunässe, die Erde sollte durchlässig sein, sonst ist er bald hinüber! Sonnenhungrig aber auch sehr durstig, ein bisschen wie Tomaten – das bringt mich auf die Idee, dass man die beiden sicher gut Vergesellschaften könnte. Der Sonnenhut ist sehr frostsicher, hält auch tiefste Minusgrade aus. Ihr müsst euch also keine Gedanken machen, ob und wie er durch den Winter kommt. Ich schiebe den Topf lediglich an die Hauswand, ansonsten mache ich nichts.

Tipp: Lasst unbedingt die Samenstände bis zum nächsten Frühjahr stehen, die Samen sind sehr beliebt bei unseren gefiederten Freunden.

Blutweiderich mit Wildbiene?, Blutweiderich blühend, violette Wildblume, Rosa Wildblume, wildeschoenheiten.wordpress.comÜbrigens, etwa zur gleichen Zeit wie der Rote Sonnenhut blüht auch der heimische Blutweiderich. Er ist nicht minder hübsch anzusehen und ebenso beliebt bei vielen Insekten. Allerdings mag er es feucht(er). Ob er sich auch im Topf wohlfühlt, will ich nächstes Jahr mal probieren.

Mehr zum Blutweiderich lest ihr in meinem (schon etwas älteren) >> Beitrag.

 

11 Gedanken zu “Der Rote Sonnenhut

  1. Sehr schön! Ich mag ihn auch gerne, habe ihn damals leider totgegossen. Wenn ich ihn woanders sehe, sind meist Insekten dran. Dein Blutweiderich fängt jetzt erst an? Meiner hört gerade auf. Wie unterschiedlich das ist. Schöne Fotos wieder 🙂

    1. Dankeschön! Freut mich, dass dir mein Beitrag gefällt. Ja, mit dem Wasser muss man aufpassen, lieber mal zu trocken, davon erholt sich die Pflanze schnell wieder. Gestern schrieb ich ja noch, dass auch Schmetterlinge hin und wieder zu Besuch sind. Von wegen, gestern war Hochbetrieb, zeitweise waren 3-4 Kleine Füchse zugange 🙂
      Vielleicht versuchst du es noch mal mit einer Staude und hältst dich zurück beim Gießen 🙂
      LG, Heidrun

      1. Mein Balkon ist voll, da geht gar nichts mehr, jedenfalls nichts größeres. Falls ich mal wieder Platz habe, kann ich es in Betracht ziehen. Aber ich glaube, ich wässer gerne eher mehr. Meine Bohnenkräuter habe ich auch immer gekillt, leider. Oder die Drainage war nicht gut genug. Bei mir gedeihen Blutweiderich und Wasserdost, daß paßt 🙂 – Wow, Füchse, die habe ich in den letzten 20 Jahren kaum gesehen. Toll!

      2. Na dann bleibe lieber bei den „Sumpfpflanzen“ 😉 // Ich habe mir angewöhnt, vorm Gießen immer erst die Erde mit den Fingern zu testen. Denn die eine oder andere Pflanze habe ich früher auch schon ersäuft ;-))))

      3. Selbst das finde ich problematisch. Hab ein Stöckchen hier liegen, damit bohre ich manchmal in die Erde, weil obenauf wirkt es oft trockener, als es ist.

      4. Echt? Das klappt bei gut. Einfach ein bisschen Erde zw. den Fingern zerreiben. Bröselt es = Gießen 🙂

      5. Hm, ich finde, die Erde trocknet oben manchmal gut ein und weiter unten ist es dann doch nass. Ich mische meine Erde hin und wieder auch. Vielleicht habe ich da noch andere Schichten dazwischen, die es mehr speichern. Oder ich bin für die Methode zu blöd 😉

      6. Das wäre möglich. Vielleicht hast du eine Erde, die schnell verdichtet? Oder du topfst zu „fest“ ein???

      7. Ich nutze hauptsächlich Bioblumenerde, da torffrei. Die trocknet gut durch und scheint sich dann noch mehr zu verdichten. Keine Ahnung, ich bin da nicht die Spezialistin.

      8. Nutze ich auch und mische immer einige kleine Steinchen unter und drücke beim Eintopfen nicht so fest an. Oder emfpindliche Pflanzen einfach mal stehen lassen, bis sie die „Ohren“ hängen lassen und dann erst gießen.

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