Welche Wildblumen blühen im Mai?

Hallo und guten Morgen meine lieben Wildblumen-Fans! 🙂

Nun liegt der Mai auch schon wieder fast zur Hälfte hinter uns, Zeit für Teil 2 – Welche Wildblumen/-kräuter blühen wann? Obwohl sich der Mai, was die Temperaturen angeht, noch sehr zurück hält, er eher wie ein typischer April daher kommt, den Wildblumen ist das ziemlich egal.

Noch blüht vereinzelt >> Löwenzahn, der dieses Jahr durch den warmen April etwas zeitiger war. Ansonsten finde ich bei uns in der östlichen Wetterau (von links nach rechts): Zaunwicke, Knöllchen-Steinbrech, Wiesen-Bocksbart, Zymbelkraut (wächst bei mir im Topf), Beinwell (Knospen), >> Kriechender Günsel, Stinkender Storchschnabel, Barbarakraut, >> Erdrauch und Gänsefingerkraut (ohne Foto).

© wildpeppermint-design.de

Weiterhin blüht noch der >> Hahnenfuß, die Große Sternmiere, der Gundermann und die Gewöhnliche Goldnessel. Bei den Wildsträuchern steht zurzeit der Weißdorn (noch) in voller Blüte, Eberesche (leider sind die meisten schwer vom Dürresommer geschädigt, Kümmerwuchs und nur wenige Blüten) und die Mehlbeere.

Welche Wildblumen blühen bei euch?

Wenn ihr mögt, zeigt sie mir gerne auf Instagram und taggt sie mit dem Hashtag #showmeyourwildflowers.

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Gunder-Günsel-Nelle

Da ich immer mal wieder nach „den“ kleinen blauen Wildblumen gefragt werde, was das denn nun sei, offenbar sind sie für viele nur schwer auseinander zuhalten, habe ich die drei – nach meiner Erfahrung – am häufigsten verwechselten blauen Wildblumen nebeneinander gestellt …

gunder-günsel-nelle, Gundermann, Kriechender Günsel, kleine Braunelle, wildgruenbunt.wordpress.com

Alle drei, der Gundermann, der Kriechende Günsel und auch die Kleine Braunelle haben ähnliche Blüten, sind etwa gleich hoch gewachsen. Sie blühen alle drei blau, zum Teil zur gleichen Zeit, je nach Standort und Boden mal kräftiger, mal heller oder auch ins Violette gehend. Der Günsel schiebt seine Blütenstände „kerzenförmig“ auf starkem Stängel aus der Erde, der Gundermann zum Teil kriechend, zum Teil aufrecht und hat rundliche, gewellte Blätter. Die kleine Braunelle wächst ähnlich wie der Günsel aufrecht, jedoch hat sie nur im oberen Teil Blüten und ist kleiner, filigraner. Ich denke mit den Fotos so nebeneinander kann man die drei gut unterscheiden. Alle Klarheiten beseitigt? 😉

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Blütenreicher Wegesrand

Meist nicht beachtet, Wildblumen am Wegesrand. Auch wenn noch immer „gespritzt“ wird, mir fällt auf, dass an den Weg- und Ackerrändern die Natur ihren Platz allmählich wieder zurückerobert und so blüht es schön bunt durcheinander an den Feldrändern. Vor allem eine Taubnessel-Art in violett ist aktuell stark vetreten. Dazu gesellen sich: vereinzelt Löwenzahn, Distel(rosetten), Ackerkamille […]

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Wildstauden für den Garten

Gerade eben auf meinem„Gelben“ Blog veröffentlicht die beiden hübschen gelb blühenden Wildstaudenarten des Gilbweiderich, da dachte ich mir das passt und schiebe hier noch einen Beitrag zu Wildstauden (allgemein) für den Garten nach 🙂

Punktierter Gilbweiderich, GoldFelberich

Wildstauden bieten einige Vorteile gegenüber vielen gezüchteten Hybriden. Sie haben einen Nutzen für die Insekten- und damit auch der weiteren Tierwelt, vor allem Vögel. Sie sind besonders robust und pflegeleicht, sie sorgen für einen charmant-wilden Charakter im Garten und hübsch sind sie auch! In der Vase machen sie ebenfalls eine gute Figur. – Natürlich kann man mit ihnen auch formale Gärten gestalten, wenn man es gerne eher ordentlich hat 😉

Vielleicht überzeugt es ja den einen oder anderen Gartenbesitzer mehr auf Wildstauden zu setzen oder vielleicht „Exoten“ bzw. „nutzlose“  Hybridzüchtungen in Zukunft ganz oder zumindest größtenteils aus dem Garten zu verbannen. Denn wilde Blumen, Wildkräuter & Co. werden leider in freier Natur immer seltener und so können wir mit unseren Gärten ein wenig vom „Verlust“ auffangen. – Ich habe ja schon lange mein Herz an die Schönen Wilden verloren, was ja auch der Grund für meinen Blog war 🙂

Es gibt für jeden Gartenbereich passende Wildstauden (ein- und mehrjährige). Für sonnige, trockene Standorte, halbschattige und auch schattige, feuchte Standorte.

Eine schöne Kombination für einen sonnigen Standort sind zum Beispiel: Schwarze Königskerze, weiße oder rosa Schafgarbe, Blut-Storchschnabel und Frauenmantel. Auch schön sind Echte Kamille, Klatschmohn, Färber(hunds-)kamille, wilde Malve, Wiesen-Mageriten.

Im halb-schattigen, eher etwas feuchteren Bereich kann ich mir eine Kombination aus Blauem Eisenhut, Große Sterndolde, Braunelle (oder kriechender Günsel) für den Vordergrund gut vorstellen. Oder: Diptam, Kornblume, Akelei, Lupine, gewöhnliche Flockenblume (wächst beides auch im sonnigen Bereich gut), Blutweiderich, Mädesüß, echte Schlüsselblume und der bereits erwähnte Gilbweiderich.

Ein paar Anregungen für den schattigen, feuchten Gartenbereich: Wald-Geißbart (ich hatte früher mehrere Stauden, sind echte Hingucker und toll in Blumensträußen), das Salomonssiegel, Fingerhut, Haselwurz, Waldmeister (der jedoch zum Wuchern neigt, ebenso wie Maiglöckchen), Mondviole, Walderdbeeren, Leberblümchen und das früh blühende Lungenkraut.

Natürlich gibt es noch viele weitere schöne Wildstauden, die sich für den Garten eignen. Auch Züchtungen der Wildformen, Stauden in anderen Farben usw. die dennoch ihren Wert für die Tierwelt behalten haben. So wird das Spektrum noch mal um einige hübsche Pflanzen erweitert. Wenn ich euch neugierig gemacht habe: Es gibt rund um den Naturgarten und Wildstauden gute Literatur, besonders die Bücher von Reinhard Witt kann ich wärmstens empfehlen. Ansonsten, einfach mal hier in meinem Blog stöbern, da werdet ihr auch die eine oder andere Inspiration finden.

Und zum Schluss noch zwei Bezugsquellen für Wildstauden, die ich sehr empfehlen kann. Dort gibt es Top-Beratung und was ebenfalls wichtig ist, hier gibt es zusätzlich zum gebräuchlichen deutschen Namen, den lateinischen Namen dazu, so kann man sicher sein, dass es wirklich eine Wildstaude und kein „nutzloser“ Hybrid ist. Von gefüllten Sorten solltet ihr grundsätzlich die Finger lassen, wenn ihr etwas für die Bienen und andere Insekten tun möchtet.

www.gaertnerei-strickler.de

www.hof-berggarten.de

Für weitere Bezugsquellen einfach in meinen Blogroll schauen. Vielleicht gibt es sogar eine Wildstauden-Gärtnerei in eurer Nähe.

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Der Kriechende Günsel

Zwar schon fast wieder verblüht, dennoch möchte ich mich heute einmal dem Kriechenden Günsel widmen. Ich finde eine wunderschöne Wildblume, die an manchen Stellen in den Wiesen richtige Blütenteppiche gewebt hat. (Bilder in Vollgröße > einfach anklicken) Eigentlich blüht der Günsel erst ab Mai, aber wie alles dieses Jahr, ist auch der Günsel früh dran. […]

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Heute machen wir BLAU!

Nach über vier Stunden Buchhaltung, Steuererklärung und Co. habe ich beschlossen, heute Nachmittag mache ich Blau und habe es passend dazu mit einigen Wildblumen-Fotos zum Ausdruck gebracht 😉 … Einen schönen Sonntag noch. Ach ja, wen es interessiert Ihr seht von oben, linke Spalte: Borretsch, Veilchen, Waldanemone, Jungfer im Grünen, (diese Blume muss ich noch […]

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