Neues aus dem Topfgarten-Land

Nach dem kleinen Glücksmoment (>> Gehörnte Mauerbiene) kürzlich habe ich heute einen kleinen Rundgang durch meinen Topfgarten gemacht und euch ein paar Impressionen mitgebracht.

Ich kann mich dieses Jahr nicht beklagen, eigentlich entwickelt sich alles super. Mit nur einer Ausnahme, meine Kulturheidelbeere sieht etwas mickrig aus, trotz gutem Bio-Dünger. Vermutlich ist ihr der Topf inzwischen einfach zu klein. Aber sie blüht. Und im Gegensatz zu 2021, wo ich kaum eine Handvoll Heidelbeeren vernaschen konnte, dürfte es dieses Jahr zumindest für das eine oder andere Müsli bzw. als fruchtiges Topping für meine Overnight Oats reichen.

Und sonst? Langsam aber sicher gesellt sich zu dem vielen Grün auch etwas Bunt. Die Akeleien blühen gerade so richtig auf, die Margeriten öffnen die ersten Blüten, der Stinkende Storchschnabel, die Kuckuckslichtnelke lockten schon die ersten Hummeln und Schwebfliegen an. Anderes dauert noch etwas, aber die Knospen sind da: Diptam, Schwarzer Geißklee, Rose de Resht, Balkan-Storchschnabel, Katzenminze.

Den Spinat werde ich in Kürze abernten und zusammen mit Spargel zu einer Lasagne verarbeiten. In den Kübel kommt dann entweder die Zucchini, sofern die Samen noch keimen (waren schon älter) oder ich pflanze noch eine Cocktailtomate oder eine Aubergine, wenn ich noch Pflanzen bekomme. Mal sehen …

Die ersten Tomaten und der Spitzpaprika blühen. Der Lorbeer treibt tüchtig aus. Der Rosmarin hat leider nur drei Blüten. (Ich habe festgestellt, dass er nur blüht, wenn der Winter warm genug war oder wie letztes Jahr, wenn er eine Zeitlang im „warmen“ Flur gestanden hat.)

Der Kasten mit den Wildblumen entwickelt sich auch gut. Allerdings sind etliche Pflänzchen schon den Schnecken zum Opfer gefallen. :-/ Die Lücken werde ich mit Nachtkerzen füllen, davon sind viel zu viele Samen aufgegangen und müssen demnächst pikiert werden.

Das hübsche Zymbelkraut (kann man übrigens auch essen) taucht wieder in allen möglichen Ritzen und Fugen auf.

Und schaut mal, mein Wilde-Karde-Kindergarten … Freue mich schon auf nächstes Jahr, wenn sie hoffentlich alle blühen (natürlich bekommen sie später noch mehr Platz).

Nun hoffe ich, dass die angekündigten Gewitter morgen und Freitag ausbleiben oder nur milde ausfallen. Denn ich erinnere mich nur sehr ungern an das schlimme Hagelgewitter vor einigen Jahren, auch im Mai. Da sah mein Topfgarten auch so toll aus und hinterher war alles platt. Also drückt mal die Daumen! Danke! 🙂

Und hier noch ein Bild von Nachbars Garten und diese wunderschöne Akelei, die es sich in einer Pflasterfuge gemütlich gemacht hat …

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Der Besuch im Gartencenter …

Oder: Wie acht Pflanzen in meinem Kofferraum landeten.

Eigentlich wollte ich nur für meine Mom ein paar Blümchen für ihre Balkonkästen holen. Aber dann stand mir leider eine riesige Auswahl an Gemüsepflanzen im Weg ;-). Wenn ihr meinen letzten Blogbeitrag gelesen habt, wisst ihr, dass ich noch am Überlegen war, ob ich dieses Jahr überhaupt Tomaten & Co. pflanzen werde.

Die Frage hat sich nun erledigt. Natürlich konnte ich an den historischen Tomaten, Paprikas und Chilis nicht einfach vorbeigehen. Und so landeten schließlich neben den Balkonblümchen …

1 Spitzpaprika, 1 Tapas-Chili Padron, 1 Jalapeño, 1 Tomate Harzfeuer, 1 Schwarze Krim, 1 Roma-Tomate, 1 Berner Rose und 1 Blattkoriander sowie etwas Saatgut (Spinat, Dill, Radieschen etc.) in meinem Einkaufswagen.

Gerne hätte ich noch weitere Pflanzen eingepackt, habe mir aber gesagt, Heidrun, lass es, du hast keinen Platz für mehr. Zum Glück konnte ich meinen inneren Schweinehund besiegen. Denn sonst wären es sicher doppelt so viele Pflanzen geworden. Zucchini, Gurke, Aubergine, Physalis und, und, und … – Ach ja, wenn ich doch nur wieder einen (kleinen) Garten hätte. Ich träum‘ mal ein bisschen …

Besonders gefreut hat es mich übrigens, es sind alles Bio-Pflanzen aus der Region! Und wie ihr seht, schöne, kräftige Pflanzen. Tagsüber dürfen sie an die frische Luft und abends hole ich sie wieder rein. Nach den Eisheiligen kommen sie dann in die Töpfe/Kübel.

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Mein Topfgarten Ende April

Heute Nachmittag habe ich mit dem Smartphone einen kleinen Rundgang durch meinen Topfgarten gemacht und ein paar Schnappschüsse mitgebracht. Es ist in den letzten Tagen so richtig schön grün geworden und kann fast beim Wachsen zusehen. 🙂

Auf meiner Collage seht ihr (von links): Eine meiner insgesamt 5 Minzen, Zitronenmelisse (dieses Jahr nicht erfroren), Knoblauchsrauke, Liebstöckel, Kulturheidelbeere, Wiesenmargerite, blühende Salatrauke, Sämlinge meiner Wildblumen für die Wildbienen, Frauenmantel, Kleinblütiges Purpurglöckchen, Rose de Resht, Wolfsmilch, Mannstreu, überwinterter Spinat und Thymian.

Natürlich wächst noch einiges mehr bei mir, wie zum Beispiel: div. Storchschnäbel, Glockenblumen, Diptam, Herbstaster, roter Sonnenhut, Schwarzer Geißklee, Liguster, Farne, Oregano, schwarze Königskerze, Akeleien, Erdbeeren, Hundsrose, Christrose, Knoblauch, Chrysantheme, Rosmarin, Ziest, Jakobsleiter (im Herbst gesät) und das eine oder andere Pflänzchen, was mir gerade nicht einfällt.

Und das Basilikum steht schon in der Warteschleife am Küchenfenster. Ob ich dieses Jahr Tomaten, Paprika und/oder Chili pflanze weiß ich noch nicht. Vorgezogen habe ich nichts.

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Käferliebe

Eigentlich wollte ich euch heute nur ein paar aktuelle Fotos von meinem Terrassen-/Topfgarten zeigen. Wie schön grün alles inzwischen geworden ist (kommt später). Aber zuerst muss ich euch ein paar tierische Mitbewohner zeigen. Unmöglich diese Käfer. Machen in aller Öffentlichkeit 😉 und ohne sich auch nur im Geringsten stören zu lassen Liebe. Tztztzt … 😉

Es sind zwei Himmelblaue Blattkäfer, die gerne an Minzen sitzen und dort für Nachwuchs sorgen. Solange keine Massen auftreten, dürfen sie natürlich bleiben, denn sie gelten allgemein als Schädlinge. Andererseits, was heißt das schon? Es sind Lebewesen und haben auch ihre Daseinsberechtigung. Zumal sie wirklich hübsch sind. Sie werden knapp einen Zentimeter groß und leben in Mittel- und Südeuropa. Im Norden und auf den britischen Inseln fehlen sie.

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Pflanzt Hausbäume

Hausbäume, ein Relikt aus alten Tagen? Ja, zumindest wie ich sie von früher kenne. Ich meine richtig große Bäume, die prägend fürs Straßen-/Ortsbild waren.

Früher war es gang und gäbe, dass vor jedem Haus auch ein Hausbaum stand. Obstbäume, häufig Walnussbäume oder auch Linden waren beliebt. Zumindest hier in der Gegend. Ich erinnere mich, als ich noch ein Dreikäsehoch war, vor nahezu jedem Haus stand ein Baum. Oder sogar zwei. Oft Walnussbäume. Stattliche „Kerls“, die zuverlässig jeden Herbst leckere Nüsse nicht nur für uns Menschen produzierten. Kein Wunder, dass so auch immer Eichhörnchen in den Gärten herumgewuselt sind. Ich habe sie so gerne beobachtet, diese kleinen, flinken, wuscheligen Tierchen.

Gerne hätte ich euch ein schönes Foto mit einem alten Hausbaum gezeigt, aber ich habe leider nichts in meinem Archiv gefunden, deshalb diese beiden Ortsansichten (von > Bindsachsen und > Hitzkirchen) als Ersatz. Immerhin, Bäume sind anwesend. 😉

Irgendwann – ich glaube in den 80ern – kamen Hausbäume aus der Mode. Einer nach dem anderen musste weichen, denn sie machten so unendlich viel Dreck. Das viele Laub im Herbst. Und was soll man nur mit so vielen Walnüssen tun? Die müssen gesammelt, getrocknet und geknackt werden. So viel Arbeit. Die kann man doch einfach im Supermarkt kaufen. Tja und mit den „entsorgten“ Walnüssen verschwanden auch die Eichhörnchen. :-/

Dabei hat ein Hausbaum so viele Vorteile.

  1. Im Sommer, wenn er belaubt ist, spendet er Schatten und das Haus heizt sich nicht so schnell auf.
  2. Im Winter, wenn er kahl ist, kann die Wintersonne beim Heizen helfen und damit Energie sparen.
  3. Je nachdem welcher Baum es ist, bietet er nicht nur Nahrung für uns Menschen, sondern auch für Tiere. Früchte und Nüsse. Lindenblüten für Tee. Vögel, Insekten, Käfer alle profitieren davon. Ein (großer) Hausbaum ist ein kleines Ökosystem für sich.
  4. Und jeder Baum ist natürlich ein Teil der Grünen Lunge unserer Erde.

Ich meine: Wer Platz hat, sollte unbedingt die alte Tradition wieder aufleben lassen und einen „richtigen“ Hausbaum pflanzen. Wenn der Platz zu knapp ist, denn bei Neubauten sind die Grundstücke ja oft recht klein und ein großer Walnussbaum, eine Kirsche oder gar eine Linde würden zu mächtig werden, kann auf kleinere, heimische Bäume zurückgreifen, die auch schön anzusehen und nützlich für Mensch und Tier sind.

Es eignen sich zum Beispiel: Die Felsenbirne (die Früchte sind so lecker), ein Maulbeerbaum (o.k., der ist nicht heimisch, aber die Früchte auch lecker) oder Zieräpfel bzw. schaut einfach nach heimischen Wild(frucht)gehölzen oder Halbsträuchern. Ich bin sicher, ihr findet etwas Passendes.

Zum Schluss noch ein Lesetipp. DER HAUSBAUM >> z.B. bei Ecobookstore zu bestellen. Oder bei eurer/m Buchhändler:in eures Vertrauens.

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April-Winter

Als der Winter noch einmal wiederkam. Am Freitag, letzter Woche. Es schneite und schneite. Den ganzen Tag. Bis zum Samstagmorgen. Zum Glück kam der Frost erst in der Nacht zum Samstag, sodass nur einige Zentimeter liegen blieben. Nun ist es ja nicht wirklich ungewöhnlich, dass der April auch gerne noch mal Schnee bringt, aber so argen Frost? Es waren 7 bis 8 Grad Minus angekündigt. In manchen Gegenden bis Minus 15 Grad … Ich hatte richtig Bammel, dass mal wieder (wie vor einigen Jahren schon einmal, damals war es im März) die Hälfte oder mehr meiner Topfpflanzen die Segel streicht, denn es war/ist ja alles schon ausgetrieben.

Aber: Es ging alles gut. 🙂 Es gab nur 2/3 Grad Minus. Zudem hatte ich einige meiner liebsten Pflanzen mit Kartons und Folie etwas geschützt und ein paar Pflanzen in den Flur geräumt.

Ich hoffe sehr, dass es nun richtig Frühling wird und es keinen schlimmen Frost mehr gibt.

Momentan überlege ich noch, ob ich ein paar Tomaten und evtl. Chili säen soll? Radieschen? Noch einmal mit Petersilie versuchen? – Ich war schon mal motivierter … – Ich fürchte, ich habe das „Getöpfere“ so ein bisschen satt. :-/ Die meisten Pflanzen müssten eigentlich umgetopft werden, die Erde ist verbraucht bzw. der Topf längst viel zu klein. Aber: Die Einkauferei (nicht gerade meine Leidenschaft 😉 ) und Schlepperei. Die Zeit. Hach … ich weiß nicht …

Na ja, ich warte mal ab. Vielleicht packt es mich ja doch noch. Wenn nicht, dann müssen die Pflanzen eben sehen, wie sie klarkommen. Sorry.

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Es geht wieder los: Der Kranichzug hat begonnen

Bereits am Freitag haben wir die ersten Kraniche Richtung Südwesten fliegen sehen, in Büdingen. Und heute waren sie so nett und haben ihre Route über unseren Ort gewählt. Es war ein richtiger große Trupp und mehrere kleine, die innerhalb von etwa 30 Minuten über uns hinweggezogen sind. Wir hatten einen fast komplett blauen Himmel und so sind sie sehr hoch geflogen. Keine guten Bedingungen für ein schönes Foto.

Aber das macht nichts. Ich habe ja schon so manches Gute bekommen und vielleicht ergibt sich auch dieses Jahr noch einmal eine bessere Gelegenheit.

Kraniche. Gegen 16.00 Uhr. Flugrichtung: Ost – West. // 10. Okt. 2021

Ja, es ist so richtig Herbst geworden. Heute Morgen hatten wir den ersten Bodenfrost. Aber am Haus merkte man noch nichts davon und so werde ich die Tomaten, die Chili und die Süßkartoffel noch nicht abräumen bzw. ausbuddeln. Die Herbstastern haben erst kürzlich zu blühen begonnen – sie sind immer etwas später, da ab Spätsommer kaum noch Sonne bis zur Terrasse kommt.

Die Kapuzinerkresse und Ringelblumen blühen noch. Sogar die Tomaten haben, obwohl sie kaum noch Blätter haben, Seitentriebe ausgebildet und blühen. Verrückt. Die Kulturheidelbeere hat wieder ihr hübsches rotes Herbstkleid angezogen … Und die Blätter werden langsam überall bunter, sofern die Bäume (besonders Wildkirschen) nicht schon fast komplett kahl sind.

Was wächst sonst noch in meinen Töpfen? Der Spinat dürfte bald reif zu einer ersten Ernte sein. Die Salatrauke habe ich schon mehrfach beerntet. Und die einzige Stangenbohne, die aufgegangen ist (hatte ich sehr spät gesät) hat mir immer zwei Mini-Portionen geschenkt und blüht noch …

Kräuter ernte ich natürlich auch noch: Minze, Zitronenmelisse, Rosmarin, Thymian und Vervain unter anderem. Ich hoffe, der Herbst zieht sich noch lange und der Winter bliebt entsprechend lange fern. Bloß nicht wieder so einen eisigen und schneereichen wie 2020/2021! 🙂

Schönen Sonntag noch!

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Hagebutten, lecker und gesund

Gestern habe ich die erste Hagebutten-Konfitüre meines Lebens gekocht. Kaum zu glauben, aber wahr. Ich habe schon alle möglichen Wildfrüchte in meiner Küche verarbeitet. Brombeeren und Holunder. Auch Kornelkirschen, Berberitze, Weißdornfrüchte und die besonders leckeren Felsenbirnen. Seltsam, dass ich noch nie Hagebutten zu Konfitüre oder Mus verarbeitet habe, nur getrocknet für Tee …

Aber, wie heißt es so schön, besser spät als nie 😉

Über drei Tage habe ich Hagebutten gesammelt. Immer nur ein paar Hände voll, weil mein felltragender Mitarbeiter zurzeit sehr verliebt ist und ihm die Geduld fehlt länger zu warten, bis Frauchen genug Hagebutten gepflückt hat. So war die Menge etwas knapp mit rund 700 Gramm. Geplant hatte ich etwas das doppelte, damit es nach dem Durchdrehen durch die Flotte Lotte ungefähr ein Kilogramm Fruchtmasse ergeben hätte.

Nun ja, vielleicht klappt es und ich kann später noch einmal eine größere Portion sammeln und zu einer zweiten Portion leckerer und gesunder Konfitüre verarbeiten.

So habe ich die Konfitüre gekocht. Zuerst das Mus

  1. Hagebutten waschen und Stiel- und Blütenansatz abschneiden
  2. Hagebutten mit Wasser aufkochen (Früchte knapp mit Wasser bedeckt)
  3. Bei reduzierter Hitze ca. 35-40 Minuten kochen lassen, bis die Früchte schön weich sind, hin und wieder umrühren und evtl. noch etwas Wasser zufügen
  4. Dann alles in die Flotte Lotte geben und drehen, drehen, drehen … puh, da braucht man schon ein paar Mucki’s 😉
  5. Entweder das pure Mus abfüllen – hält sich ein paar Tage im Kühlschrank oder ihr macht es wie ich und macht Konfitüre davon.

Mein Rezept für Hagebutten-Konfitüre

Zum Mus (ca. 500 g) habe ich 150 ml naturtrüben Apfelsaft gegeben, 200 g Gelierzucker (2:1) und den Saft einer halben Zitrone. 2 Minuten rührend gekocht und abgefüllt. Übrigens, falls ihr es nicht wisst, die Gläser muss man nicht umdrehen. Das ist völlig überflüssig! So spart ihr euch die Konfitüre im Deckel.

Ich fand die Mischung perfekt so. Nicht zu süß und vom Apfelsaft schmeckt man eigentlich nichts. Den hatte ich auch nur deshalb dazu gegeben, weil das Mus doch sehr kompakt war. Ich hätte auch Wasser nehmen können, aber so ist noch etwas mehr Vitaminpower im Glas.

Den Trester (Kerne und kleinere Fruchtstückchen) habe ich auf ein Backblech verteilt und zusammen – auf weiteren Blechen – mit Apfelschalen, Zitronenzucker und ein paar Kräutern im Backofen langsam trocknen lassen.

Der getrocknete Trester wird dann zu Hagebuttenkern-Tee für die kalte Jahreszeit. Ach ja, fast vergessen, einen kleinen Teil vom Trester habe ich mit Apfelessig angesetzt. – Der Hagebutten-Essig müsste gut zu fruchtigen Herbst-/Winter-Salaten passen. Bin gespannt.

Und zum Schluss noch ein paar Worte zu den Vorzügen von Hunds- bzw. Heckenrosen/Hagebutten: Die Blüten sind eine erstklassige Nahrungsquelle für viele Insekten. Der bewehrte Strauch ist ein sehr gutes Vogelschutzgehölz und sehr wüchsig. Ich kenne Hunds- bzw. Heckenrosen, die ca. vier Meter hochgeklettert sind, z. B. bis hoch in die Krone einer Walnuss. Die Hagebutten dienen Vögeln als Nahrungsquelle im Herbst und Winter.

Hagebutten sind wahre Vitaminbomben.

Hagebutten strotzen nur so vor Vitamin C und weiteren Vitaminen und Mineralien. Auch in den Kernen. Wer eine Presse hat, könnte sogar Hagebuttenöl pressen. Wenn ihr es genau wissen wollt, diese Vitamine und Mineralstoffe stecken in den Hagebutten >>

Falls ihr noch keine Hunds- oder Heckenrose im Garten habt oder eine der anderen Wildrosen, die Hagebutten tragen, macht ein Plätzchen frei. Sie ist/sind auf jeden Fall eine Bereicherung. Bei mir wächst übrigens eine Hundsrose im Topf, die sich selber gesät hat und letztes Jahr die ersten drei, vier Hagebutten hatte.

Dies dürfte eine Heckenrose (Rosa corymbifera) sein.

Last but not least, hier noch ein älterer Beitrag >> „Wildrosen – Charmant, robust, vielseitig

PS: Die Hundsrose (Rosa canina) ist nicht dasselbe wie die Heckenrose (Rosa corymbifera). Beide Rosen sind aber heimisch und tragen Hagebutten. Sie unterscheiden sich nur leicht in der Blütengröße und -Farbe und bei den Stacheln. Wer mag, liest z. B. bei „Wiki“ nach >>

Update 4. Okt. 2021
Gestern hatte ich Hilfe beim Hagebutten sammeln. Und so habe ich noch einmal eine etwas größere Portion Hagebuttenmus (gesüßt) gekocht. Dieses Mal mit Vanille. Sehr lecker. Und heute eine kleine Food-Fotoübung angehängt … 🙂

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Wiesen-Skabiose und ihre vielfältigen Bewohner

Heute am Rande des Steinbachtals. An einem Wiesenrand haben sich unzählige Wiesen-Skabiosen (auch: Wiesen-Witwenblumen) angesiedelt und erfreulicherweise ebenso viele Insekten eingefunden. Nicht alle kann ich benennen. Viele Exemplare sehen sich so ähnlich, sodass ich sie nur schwer oder nicht (sicher) bestimmen kann. Wie dem auch sei, ich habe mich sehr gefreut, dass wieder ein paar für mich „neue“ Insekten dabei waren.

Vor allem viele Tagpfauenaugen, Ochsenaugen, Weißlinge und den Kleinen Fuchs konnte ich beobachten. Div. Hummelarten und einige Wildbienen habe ich entdeckt. Leider halten nicht alle Brummer lange genug still für ein gutes Foto. Ein für mich besonderer Fund: Die Wespe. Eine Grabwespenart oder eine Schlupfwespenart? Für eine sichere Bestimmung ist das Foto leider nicht aussagekräftig genug. Gefreut habe ich mich dennoch über diesen Fund. 🙂

Div. > Disteln, Flockenblumen, Skabiosen und > Königskerzen ziehen meiner Meinung nach die meisten und unterschiedlichsten Insekten an.

Eine Edeldistel (> Mannstreu) habe ich ja seit letzten Herbst, die Flockenblumen (2020 gesät) fangen jetzt endlich an zu blühen, fehlen mir noch Skabiosen und die Schwarze Königskerze. Dann könnte ich vor der Haustüre sicher noch mehr und öfter „spannende“ Insekten beobachten und fotografieren.

Nicht vergessen will ich den Ziest, der jetzt im Hochsommer ebenfalls sehr beliebt ist.

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