Von Spinnen und Faltern

… die sich bei mir auf der Terrasse und sogar in der Wohnung wohlfühlen.

Es lohnt sich immer, mal genauer hinzusehen, was zwischen den Töpfen und Pflanzen so kreucht und fleucht. Nicht nur Bienen, Hummeln, Käfer & Co., sondern besonders jetzt im Herbst, kann man gut Spinnen beobachten, selbst direkt vor der Haustür.

So habe ich drei Spinnenarten entdeckt. Die Gemeine Baldachinspinne, eine Radnetzspinne (keine Kreuzspinne, da bin ich mir ziemlich sicher – obwohl, davon auch einige bei mir wohnen) und der Große Asseljäger, der lt. „Wiki“ in Mitteleuropa durchaus verbreitet ist, aber eher selten vorkommt. Er wohnte übrigens unter dem Kasten mit dem Basilikum, wo sich auch Asseln aufhielten, offenbar war er (oder sie) gerade satt. 😉

Und vor ein paar Tagen (ver)schlief ein Buchsbaumzünsler fast den ganzen Vormittag an meinem Wohnzimmerfenster – hatte wohl eine harte Nacht. 😉 Abends war ich dann sehr umschwärmt. 😉 Eine Gammaeule schwirrte mir um den Kopf. Ich wollte sie fangen und nach draußen befördern, was mir jedoch nicht gelang. Ich entdeckte sie am nächsten Morgen im Flur an der Wand. Mit Glas und Pappe bewaffnet ließ sie sich dieses Mal einfangen und an die frische Luft setzen.

Nicht vergessen will ich die Spinne, die meinte, mein Küchenfenster wäre ein idealer Ort für ihre Nachkommen. Es tat mir richtig leid, aber in der Wohnung möchte ich keine Spinnen-Kolonie und habe die Spinne samt Kinderstuben-Gespinst, so gut es ging, entfernt und auch an die frische Luft gesetzt. Sorry, Spinne, aber das war einfach kein Ort für deinen Nachwuchs. 😉 (Das Foto finde ich gerade nicht, wird nachgereicht.)

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Nebelsonne.

Das ist es, was ich am Herbst so liebe. Diese ganz besondere Stimmung. Morgens. Wenn der Nebel sich langsam lichtet, die Sonne durch Nebel und Wolken blinzelt, der Tau in den Wiesen glitzert …

Und diese Dahlien. Diese üppigen Blüten, die fast etwas Barockes haben … Die zum Teil Frühstücksteller großen Blüten, die sich vor der Nebelsonne in diesem besonderen Licht präsentieren.

Der Nebel lichtete sich und diese Wolken legten sich wie eine himmlische Decke übers Land. Dazu die Sonne, die dieses irre Licht zauberte … es hatte etwas Magisches.

Es baumelten die reifen Birnen ganz sachte vor sich hin, am liebsten hätte ich sofort in eine reingebissen ;-), so verführerisch-lecker sahen sie im Morgenlicht aus. Die vorwitzigen Rotkleeblüten, die tau-glitzernden Spinnennetze … die verträumte Katze, die rot glühenden Hagebutten … Es war einfach wundervoll. An diesem Septembermorgen, vor ein paar Tagen.

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Spätsommermorgen. Im ehemaligen Wald.

Vor ein paar Tagen. Morgens. Bei strahlendem Sonnenschein. Der Herbst klopft deutlich sichtbar an die Türe und möchte wohl hereingelassen werden …

Der Holunder reift. Langsam. Und sehr unterschiedlich. Nur an vollsonnigen Stellen ist er bereits gut, leider meist unerreichbar hoch … Also gedulde mich noch ein wenig und hoffe, es klappt dieses Jahr endlich mal wieder mit dem Sammeln für leckeren Holunder-Gelee!

Brombeeren gibt es massig und habe schon über zwei Kilogramm gesammelt und zu Konfitüre verarbeitet bzw. Kuchen (Scones & eine Torta Nua).

Was mich sehr verwundert hat, dass vor ein paar Tagen in dem >> „Kein“-Wald einzelne der verbliebenen Fichten gefällt wurden, die gesund waren (soweit ich es erkennen konnte) und sicher zehn oder mehr Wildkirschen. Sehr merkwürdig. Was das wohl soll? Übrigens die gepflanzten Buchen und Eichen sind komplett von Disteln überwachsen, ob die Bäumchen noch leben? Ich bin gespannt.

Auf den Rodungsflächen machen sich nicht nur Disteln breit – worüber sich zahllose Insekten gefreut haben -, auch etliche andere Wildblumen haben sich eingefunden. Leider auch Neophyten wie die Kanadische Goldrute und das Drüsige Springkraut. Auch, wenn sie hier nicht heimisch sind, sie bieten immerhin einigen Insekten Nahrung. Ein kleiner Trost.

Gefreut habe ich mich über die Weiße Lichtnelke, die ich hier am Waldrand zum ersten Mal entdeckt habe. Kenne aber ein paar andere Stellen wo es sich gut etabliert hat und eine abgeblühte Große Königskerze (ohne Foto).

PS: Ich sehe gerade, dies war übrigens mein sechshunderteinster (in Zahlen: 601!) Beitrag. Wahnsinn, was sich so in elf Jahren angesammelt hat. 🙂

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Vom Gewitter gejagt

Hui, war das ein „Ritt“ vorhin. So hatte ich mir unsere „Gassi-Runde“ nicht vorgestellt.

Da Regen/Gewitter für heute Nachmittag angekündigt waren, habe ich mir trotz Sonnenschein den Regenradar angeschaut, bevor wir gestartet sind. Ja, da war eine Regen-/Gewitterfront unterwegs, in unsere Richtung, aber noch weit weg. Wenn es so kommen würde wie die Vorschau es anzeigt, schaffen wir locker unsere Runde und ich kann noch eine kleine Portion wilde Brombeeren pflücken – für Scones oder Muffins. So dachte ich zumindest.

Ich habe noch überlegt, nehme ich eine Jacke mit oder binde ich mir nur mein leichtes Hemd um? Falls wir doch ein paar Tropfen abbekommen? Gedacht. Getan. Denn es war sehr warm und sonnig und dunkle Wolken waren noch weit weg.

Also sind wir los. Bei der ersten Brombeerhecke Halt gemacht und in kürzester Zeit hatte ich schon eine gute Menge zusammen, die für mein Backvorhaben reichen würde. Aber es war so eine gute Stelle und ich pflückte munter weiter, bis plötzlich (in der Ferne) Donner zu hören war und der Himmel ziemlich schnell sehr bedrohlich und düster wurde. Tja, was machen? Himmel beobachtet. Wie ziehen die Wolken? Oh je …

Ich so zu Remo: „Ich fürchte wir werden nass, das sieht nicht gut aus. Es zieht genau in unsere Richtung. Was machen wir? Umdrehen oder weitergehen? Die Strecke ist fast gleich lang.“ Hm …

Ich entschied mich fürs Weitergehen, da die dunklen Wolken nach Nordosten abdrehten und kein Regen kam. Dafür blies uns jetzt ein kräftiger Wind entgegen. Um die Hecke gebogen, den Berg hoch und da sah ich, was auf uns zukommen würde. Das wird wohl nicht gut gehen. Um zumindest eine kleine Chance zu haben, wenigstens zum nächsten größeren Baum zu kommen und die Schauer dort halbwegs trocken auszusitzen, sind wir gerannt und haben einige irritierte Blicke von Autofahrern geerntet (die wegen einer Triathlon-Veranstaltung statt Umleitung durchs Feld gefahren sind).

Kurzer Stopp. Schnell noch ein weiteres Foto. Den Blick in Richtung Büdingen … oh nein: „Das wird auch nichts mit Unterstellen, Remo.“ Es rauscht schon … Mist. Tja und so blieb uns nichts anderes übrig, als weiter zu gehen bzw. zu rennen und die warme Dusche anzunehmen.

Oft hatten wir bei den letzten Schauern und Gewittern Glück und kamen noch trocken nach Hause, heute eben nicht. Aber macht nichts. Ist nur Wasser. Und es war warm. Alles halb so wild. Im Gegenteil. Eigentlich liebe ich solche Wetterüberraschungen. Die Elemente spüren, die Muskeln mal wieder so richtig „ran“ nehmen. Herrlich. Belebend. Und das Duschen gespart 😉

Schönen Sonntag noch! Eure frisch geduschte Heidrun,
die jetzt die Gewitter-Brombeeren in leckere Gebäck-Teilchen „verwandeln“ geht 🙂

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Von glücklichen Kühen …

… frechen Rabenkrähen und toten 😦 Mauswieseln.

Zumindest hoffe ich, dass die Kühe, die ich fotografiert habe, glücklich sind. Immerhin dürfen sie frei, auf großen Wiesen, umherstreifen, sich die Bäuche mit frischem Gras und Kräutern vollschlagen und gemütlich durch die Tage schlendern. 🙂

Und dann sind da die frechen Rabenkrähen, die immer lautstark protestieren, sobald man ihnen zu nahe kommt und sie nicht in Ruhe ihren „Geschäften“ nachgehen können 😉

Der Anblick der toten >> Mauswiesel war natürlich weniger schön, um es milde auszudrücken. Ich habe noch nie einen Mauswiesel gesehen. Kein Wunder leben sie doch sehr versteckt, überwiegend im „Untergrund“. Um so mehr hat es mich gewundert, als ich vor ein paar Tagen am Wegrand gleich drei tote Mauswiesel entdeckt habe. Einer der drei kleinen Kerls hatte eine Miniwunde. Bei den beiden anderen war äußerlich nichts zu erkennen. Leider hat meine Recherche nichts ergeben, woran die kleinen Gesellen gestorben sein könnten. Es ist wirklich seltsam, da es gleich drei Tiere waren. Eines hätte ich mir noch erklären können, aber drei? Hm …

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Nachmittags, unterwegs in der …

… östlichen Wetterau. An einem Sommertag. Kommt ihr mit zu einer unserer Gassirunden? 🙂

Wir starten hinter’m Haus, den Berg hoch, durch eine Wiese, Richtung >> Keckenstein, die höchste Erhebung im näheren Umkreis, mit knapp 400 m. Am Ende der Wiese links und weiter bergauf, entlang einer Hecke und dann biegen wir rechts ein, vorbei an einem „wilden“ Misthaufen, wo uns ein paar Sonnenblumen entgegen Leuchten. – Auf dem Mist wachsen auch ein Kürbis und etliche Wildkräuter und -blumen.

Weiter geht es auf dem Schotterweg unterhalb vom Keckenstein, vorbei am Hochbehälter, hinter dem letzten Strauch, da steht sie plötzlich, diese hübsche Braunschwarze Kuh … *Knips*. Flott – wie immer – geht es weiter, Richtung Büdinger Wald. Halt, hier wachsen diese hübschen rosa Plattterbsen. *Knips* Auf dem fast höchsten Punkt am Keckenstein angekommen, hat man einen schönen Blick ins Tal und auf den Taunus, einmal um eigene Achse gedreht, erhebt sich ebenfalls gut sichtbar der Vogelsberg.

Nach dem kurzen Stopp biegen wir nun links ab und gehen in Richtung Steinbachtal. Während mein felltragender Begleiter Remo eine offenbar wichtige Nachricht „liest“, schaue ich mich um und entdecke am Wegrand die übervoll hängenden Brombeersträucher. Die ersten Beeren sind bereits schwarz, muss ich probieren … uah … noch arg sauer.(Anm.: Inzwischen sind sie nachgereift, gestern eine Portion gepflückt und die ersten Gläser Konfitüre gekocht.)

Ich lasse den Blick schweifen und entdecke über mir einen kreisenden Rotmilan. Sicher hält er Ausschau nach einer leckeren Maus.

Wir sind jetzt an der sonnigen Westseite des Wäldchens, wo nicht nur viele Brombeeren wachsen, sondern auch Wasserdost. Unzählige Insekten tummeln sich an den Blüten. Die eine oder andere Schwebfliege war so nett und hielt eine Weile still für ein Foto. Unter anderem die Hornissen-Schwebfliege, die ich dieses Jahr schon ein paar mal beobachten konnte.

Bevor es wieder leicht bergab geht, ein Blick zurück. Huch, was ist das denn? Landart? Nein, aber man könnte meinen, der Landwirt hätte die Silageballen absichtlich so hübsch aufgereiht, als Landart-Installation.

Nun sind wir quasi schon wieder auf dem Rückweg, auf der Südseite des Keckenstein, mit Blick ins Steinbachtal. Ich liebe diesen Winkel. Obwohl inzwischen alle Wiesen abgemäht sind, Kühe die Vegetation „gekürzt“ haben und die Ortschaften ringsum und die Bundesstraße nicht weit sind, ist es im Steinbachtal dennoch herrlich idyllisch und ruhig. – Vor einiger Zeit las ich in der Lokalpresse einen Artikel, das „man“ sich darum bemüht, dass dieses Kleinod als Naturschutzgebiet ausgewiesen wird.

Denn es wachsen hier einige Wildblumen und -kräuter, die ringsum eher selten oder gar nicht anzutreffen sind. Zum Beispiel Sumpfdotterblumen in den fast immer feuchten Zonen am Rand des Steinbachs. An der Quelle des Steinbachs, der später in den Seemenbach fließt, kann man viele Libellen beobachten, gelegentlich auch Graureiher verschiedene Falter, wie den Aurorafalter und andere Insekten.

Ein etwas älteres Foto vom Steinbachtal, mit Quelle, Blick Richtung Süd-Westen …

Landidyll östliche Wetterau, © wildpeppermint-design.de

Nun gehen wir vorbei an weiteren Brombeerhecken, legen noch einen kurzen Stopp bei einigen Wiesen-Bärenklau-Stauden ein, beobachten eine Weile die beiden Schimmel, die sich gerade in ihrem Unterstand „verstecken“. Ich lausche dem herrlichen Vogelgezwitscher, träume so vor mich hin und plötzlich … was ist das? Remo bleibt stehen, hält die Nase in die Luft, wittert … Läuft doch tatsächlich in aller Seelenruhe ein Reh auf dem Weg vor uns her. Just in dem Moment, als ich Kamera hochnehme und auslöse, verschwindet es leider ums Eck, durch die Hecke und weg war es. So blieb mir nur der unscharfe „Rehpopo“ 😉

Remo und mir ist es inzwischen ziemlich warm geworden *schwitz*, also legen wir noch einen Zahn zu und lassen die angrenzenden Wiesen, Heckenabschnitte mehr oder weniger links liegen, vorbei an der mächtigen Eiche, noch ein kurzer Blick ins Tal, ein paar Schnappschüsse, dann links hoch, wieder runter und ein letzter kurzer Stopp an „unserer“ Wildkirsche. – Remo sitzt hier gerne und beobachtet, was sich ringsum so tut. – Noch fünf Minuten bergab, wieder durch die Wiese und wir sind zu Hause. – Gesamtstrecke: ca. 5,5 km

Ich hoffe, euch hat unsere Gassirunde ein wenig Freude gemacht.

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Wenn die Tautropfen funkeln

Morgens um 8.00 Uhr, Mitte August, wenn die Wiesen noch taunass sind, die Sonne vom blauen Himmel schon brennt, dann glitzert und funkelt es in den Wiesen. Und die ebenfalls Tau feuchten Spinnennetze künden vom (leider) nicht mehr allzu fernen Herbst, einem hoffentlich schönen Altweibersommer?!

Habt einen dufte Sommertag!

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Kühe sind so kuhl

Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich außer für die Insektenwelt und andere Wildtiere, Wildblumen auch für Kühe ein Faible habe? Sie sind einfach unbeschreiblich kuhl. Die Viechers (ganz liebevoll gemeint!) sind einfach zum Knutschen. Manche haben Blicke drauf, das ist der Hammer. Andere haben einfach lustige Gesichter, die aussehen, als hätten sie eine Brille auf. Und erst die „Zwerge“, zum Schreien, wenn sie durch Herde flitzen und fangen spielen.

Deshalb gibt es heute mal keine Blümchen, keine Krabbler, Brummer oder Hüpfer, sondern ein paar kuhle Kuhbilder (in meinem Archiv gibt es noch viiiieeeeel mehr, aber ich will es ja nicht übertreiben ;-). Wenn ihr jedoch mehr sehen wollt, dann gebt Bescheid 🙂

Apropos Hüpfer, gestern hatte ich schon wieder zwei in der Küche, zwei Grashüpfer. Dieses Mal saßen sie in der Minze, die ich abgeerntet habe. Selbstverständlich habe ich auch diesen beiden wieder an die frische Luft gesetzt!

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Rosarote Wildblumenträume

Gestern nach dem Regen, als die Sonne die Wolken beiseite schob, habe ich diese rosaroten Schönheiten ins rechte Licht gerückt. Ich hoffe, euch gefallen meine Pics. 🙂

Das Zottige und Schmalblättrige Weidenröschen, der >> Blutweiderich, die Wilde Platterbse, Sumpf-Ziest (bzw. Knolliger Ziest)und das Drüsige Springkraut.

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