Artenvielfalt im Garten

Gerade im National Geographic entdeckt, (m)ein Lesetipp zum Wochenende: >> Forschungsprojekt zur Artenvielfalt: Wie viel Natur steckt in deutschen Gärten?

Und sonst? Es geht mir gerade so viel im Kopf herum, so viele Ideen für Blogbeiträge, so viele Fotos, die in meinem Archiv noch schlummern und darauf warten, das Licht der Welt zu erblicken. Neues aus meinem Topfgarten, Ärgerliches und, und, und …

Am Wochenende nehme ich mir die Zeit, sortiere alles und dann sehe ich hoffentlich klarer und kann euch mit neuem Lese- und Augenfutter beglücken. 😉 // Happy Weekend! 🙂

Weiterlesen "Artenvielfalt im Garten"

Neuzugang: Eine Gehörnte Mauerbiene

Hach, habe ich mich heute Nachmittag gefreut … Ich war gerade beim Gießen, denn ein paar Pflanzen hingen schon die Ohren. – Normalerweise gieße ich natürlich nicht Nachmittags und auch nicht, wenn die Sonne noch auf die Pflanzen scheint! – … als die kleine Brumse sich an die Hauswand setzte, offensichtlich um sich zu wärmen. Mir war sofort klar, dass es keine „normale“ Biene ist. Gut, dass ich mein Smarty immer bei mir habe. Schnell geschnappt und geknipst, bevor der pelzige Brummer wieder verschwindet.

Freundlicherweise hielt sie eine ganze Weile still und so konnte ich ein paar Mal auslösen und sogar recht nah herangehen. So schön. Welch ein Glücksmoment. 🙂

Später habe ich recherchiert und bin mir zu 99 % sicher, es ist eine Gehörnte Mauerbiene. Meine erste vor der Linse!

Weiterlesen "Neuzugang: Eine Gehörnte Mauerbiene"

Lebensraum Trockensteinmauer

So schön, was sich im Laufe der Zeit alles in und auf der Trockensteinmauer angesiedelt hat. Die einzigen Pflanzen, die meine Vermieterin in die Zwischenräume eingepflanzt hatte, waren Glockenblumen. Nach und nach fanden sich Zimbelkraut (aus einem meiner Töpfe ausgezogen 😉 ), Farne und der Stinkende Storchschnabel ein. Auf den Steinen siedelte schon bald Moos.

Natürlich fühlen sich hier auch div. Tierchen wohl. Spinnen, Käfer, Asseln und auch die eine oder andere Maus. Sogar eine Eidechse wohnte mal eine Zeitlang hier. Hummeln bauen Nester in die Ritzen und Zwischenräume. Hain-Bänderschnecken verschlafen hier gerne den Tag. Und auch der eine oder andere „Schleimer“ und Tigerschnegel nutzt die Minihöhlen als Versteck.

Jetzt komme ich endlich zu meinem eigentlich Anlass für diesen Beitrag. Moos sieht nicht nur hübsch aus, vor allem, wenn es so richtig saftig grün ist, sondern es wird auch gerne zum Nestbau verwendet. Gestern konnte ich „unseren“ Hausrotschwanz beobachten, wie er bzw. sie Moos „gepflückt“ hat und heute Mittag kam eine Blaumeise und holte sich die Unterwolle von Remo, den ich gestern mal wieder so richtig ausgiebig gebürstet und die kleinen Fellknäuel in die Ritzen gesteckt hatte.

Die Unterwolle kam offensichtlich gut an. Denn die Blaumeise kam mehrere Male und packte sich den Schnabel richtig voll. Leider ist das Foto etwas verwackelt. Aber egal. Trotzdem ein schöner Moment.

PS: Falls ihr Probleme habt Haus- und Gartenrotschwanz zu unterscheiden >> klick >>

Weiterlesen "Lebensraum Trockensteinmauer"

Käferliebe

Eigentlich wollte ich euch heute nur ein paar aktuelle Fotos von meinem Terrassen-/Topfgarten zeigen. Wie schön grün alles inzwischen geworden ist (kommt später). Aber zuerst muss ich euch ein paar tierische Mitbewohner zeigen. Unmöglich diese Käfer. Machen in aller Öffentlichkeit 😉 und ohne sich auch nur im Geringsten stören zu lassen Liebe. Tztztzt … 😉

Es sind zwei Himmelblaue Blattkäfer, die gerne an Minzen sitzen und dort für Nachwuchs sorgen. Solange keine Massen auftreten, dürfen sie natürlich bleiben, denn sie gelten allgemein als Schädlinge. Andererseits, was heißt das schon? Es sind Lebewesen und haben auch ihre Daseinsberechtigung. Zumal sie wirklich hübsch sind. Sie werden knapp einen Zentimeter groß und leben in Mittel- und Südeuropa. Im Norden und auf den britischen Inseln fehlen sie.

Update 23. Mai 2022
Mit der Käferliebe, zumindest in Sachen „Minzkäfer“, ist es vorbei. So hübsch sie auch aussehen und ich sie bisher immer habe gewähren lassen, dieses Jahr haben sie einfach Überhand genommen und meine Minzen übelst zerfressen. Nun habe ich die am schlimmsten zerfressenen Triebspitzen, samt Nachwuchs, abgeschnitten und entsorgt. Und die erwachsenen Tiere sammele ich ab und setze sie auf die Wiese, in der Hoffnung, dass sie sich andere Minzen suchen 🙂

Weiterlesen "Käferliebe"

Das Steinbachtal im Frühling

Vielleicht habt meine anderen beiden neuesten Beiträge schon gelesen, dann wisst ihr ja Bescheid. Nun nehme ich euch mit auf einen Abstecher ins Steinbachtal. Der Hauptgrund dafür, dass es mich gerade zum jetzigen Zeitpunkt dorthin verschlagen hat, waren vor allem die >> Sumpfdotterblumen (Steckbrief und Infos). Denn vor einigen Jahren habe ich eine Stelle entdeckt, die in der Regel sehr sumpfig ist und sich Sumpfdotterblumen dort entsprechend wohlfühlen.

Da wir jedoch seit Wochen so gut wie keinen Regen hatten und alles mehr oder weniger ausgetrocknet ist, hatte ich gute Karten und konnte die dottergelben Wildblumen bei strahlendem Sonnenschein fotografieren.

Sie wachsen übrigens fast nur auf der Westseite vom Steinbach, wo wir nur sehr selten laufen, weil eben zu nass und der Trampelpfad auch zu weit abseits ist. Aber jetzt ist das Gras noch ganz niedrig. So hat alles für eine kleine Fotosession gepasst. Anschließend waren wir noch an der Quelle. Und ich war schon ein wenig erstaunt, dass sich hier offenbar ein Nilgans-Paar angesiedelt hat. Ich habe zwar schon öfter mal welche fliegen gesehen, aber noch nie welche am Steinbach entdeckt. Eine flog sofort auf und davon und die zweite schipperte in aller Ruhe übers Wasser.

Weiterlesen "Das Steinbachtal im Frühling"

Neuigkeiten vom Frühling

Hey Folks! Hey Ihr Naturfreund:innen! Stellt euch mal vor, ich habe es letzte Woche tatsächlich geschafft an drei Tagen die Kamera mitzunehmen und so kann ich euch endlich mal wieder frische, „ordentliche“ Bilder zeigen, vom Frühling. Vom Vollfrühling. 🙂

Es war so eine Freude, die weißen Blütenmeere zu bestaunen. Ja war, denn das große weiße Blütenfest ist leider schon wieder fast vorüber. Die Schlehen (Schwarzdorn), die (Wild-)Kirschen sind bereits fast komplett verblüht. Das Blattgrün hat übernommen. Aber, die Pflaumenbäume stehen noch in voller Blüte und die Apfelbäume beginnen gerade erst ihre Blüten zu öffnen.

Auf den Wiesen geben Wiesenschaumkraut und Löwenzahn-Gelb den Ton an. In Kürze wird sich der Hahnenfuß mit seinen, ebenfalls dottergelben Blüten, dazu gesellen. Besonders habe ich mich darüber gefreut, dass ich dieses Jahr mal wieder einen Abstecher zu den >> Sumpfdotterblumen im Steinbachtal machen konnte. Denn meistens, sind die Wiesen, der Bachrand, sumpfig und nicht begehbar und damit fallen Fotos flach. Was schon ein bisschen erstaunlich ist, dass sie trotz der schon wieder argen Trockenheit, munter vor sich hin blühen .

Nicht nur die Wiesen und Felder haben ihr Frühlingskleid angezogen, auch im >> Wald blüht es, wenn auch etwas bescheidener. Sauerklee so weit das Auge reicht (sehr lecker übrigens im Kräuterquark), Zwiebel-Zahnwurz-Teppiche und dazu Buchengrün (die frischen, zarten Triebe kann man auch als Salat(zugabe) essen. Ein paar letzte Lerchensporne und Veilchen blühen auch noch. Das Salomonssiegel ist ausgetrieben und an schattigen Stellen am Waldrand blühen vereinzelt noch Scharbockskraut und Buschwindröschen.

Auch an den Wegrändern geht es bunt zu. >> Gundermann und >> Günsel, Ehrenpreis, Löwenzahn, Hungerblümchen, Große Sternmiere, Gänseblümchen & Co. Viele Falter waren in den letzten sonnigen Tagen unterwegs. Vor allem Tagpfauenaugen, Zitronenfalter, einige Kohlweißlinge und diese Braunen … sorry, aber mir fällt gerade der Name nicht ein. Ein paar Hummeln und Wollschweber habe ich gesehen. Bienen leider kaum.

Und über uns schwebte oft ein Rotmilan. Leider sind die meisten Bilder unscharf geworden. Aber eines ist ganz o.k. (s. u.). Die Rehe, die wir sonst oft sehen, hatten sich alle im Unterholz versteckt. Auch Hase & Fuchs waren offenbar anderweitig beschäftigt. Keine Lust als Fotomodell zu posieren. 😉

Da es auch so schon sehr viele Bilder für diesen Beitrag geworden sind, habe ich meine drei Fototage etwas aufgeteilt und noch zwei weitere, kleinere Beiträge geschrieben: >> „Im Frühlingswald“ und >> „Im Steinbachtal“. Demnächst folgen noch „Komische Gesichter“ und „Unschön“ (Arbeitstitel).

Weiterlesen "Neuigkeiten vom Frühling"

Hummel auf Wohnungssuche

Heute Nachmittag auf dem Rückweg von unserer Gassirunde, eine kleine Pause unter „unserer“ Wildkirsche. Remo und ich mögen diesen Platz sehr, weil wir einen schönen, weiten Blick haben. Die Sonne war heute zwar faul und versteckte sich größtenteils im Wolkendunst, aber die Hummelchen (und Bienen) waren auch heute sehr rege.

Direkt neben mir, nur wenige Zentimeter entfernt, war ein kleines Erdloch und plötzlich summte es hinter mir und dann neben mir und schließlich kreiselte eine Hummel über dem Erdloch und verschwand schließlich darin. Perfekt, dachte ich mir. Machte mein Smarty für eine Videoaufnahme startklar und wartete, und wartete … bis das Hummelchen (eine Steinhummel) wieder herausgekrochen kam und schwebend davon flog. Offenbar war es noch nicht die passende Wohnung 😉 …

Weiterlesen "Hummel auf Wohnungssuche"

Kraniche. Durch den Wind.

Das Wetter spielt verrückt. Und die armen Kraniche sind auch ein bisschen crazy. Na ja, was sollen sie auch machen? Erst ist es ewig mild bis Mitte Dezember und rund (wenn ich es richtig in Erinnerung habe) 30.000 Tiere waren deswegen noch immer in Mecklenburg-Vorpommern. Es gab genug Nahrung, warum die Strapazen der Reise gegen Süden/Westen in Kauf nehmen? Dann wurde es in Norddeutschland sehr frostig und es gab auch Schnee. Die Futtersuche wurde schwierig, der Wind war günstig, also sind sie losgezogen. Das war rund um den 11. Dezember.

Wie ich bereits in meinem >> „Rückblick“ berichtete, zogen dann am 29. Dezember, morgens gegen 09.30 Uhr – ich traute ich meinen Ohren kaum – Kraniche über uns hinweg – ich dachte, weil es jetzt wieder mild war. Sie zogen aus nordwestlicher Richtung zuerst südlich und drehten dann auf Südost bis Ost. Rund 50 Tiere.

Kraniche am 29. Dezember 2021 Richtung Südost/Ost

Einen Tag später las ich einen Beitrag, dass rund 3.000 Tiere in der Wetterau (ich wohne am östlichen Rand der Wetterau), genauer gesagt im Bingenheimer Ried, rasten. Wahnsinn, dachte ich. Wie schön. Dann waren das gestern sicher welche von den 3.000 Tieren, die ich gesehen hatte. Vielleicht finden sie sich auch hier mal (kurz) zum Futtern ein, nicht nur wie vor etlichen Jahren im November, als sie vorm Ort auf einer Anhöhe gerastet haben, weil der Nebel zu dicht war.

Videoclip „Hessenschau“ > Kraniche rasten in der Wetterau >>

Und vorhin auf dem Rückweg von unserer Gassirunde, gegen 14.30 Uhr, trötete es plötzlich, wurde lauter und lauter. Den Himmel abgesucht. Und da waren sie. Zirka 25-30 Tiere kamen aus Westen und flogen in östlicher Richtung – sehr hoch, bei kräftigem Westwind. Ob es wieder welche aus dem Bingenheimer Ried waren? Oder andere, die wieder nach Nordosten zurückkehren? Ich weiß es nicht.

Wie auch immer, gut kann dieses Hin- und Hergeziehe sicher nicht sein, verbrauchen die Tiere doch jedes Mal viel Energie, die dann vielleicht fehlt, wenn es noch mal richtig kalt werden sollte, Schnee fällt und Futtermangel sie zwingt, die große Reise für ein paar Wochen doch noch in Kauf zu nehmen …

Denn die ersten kehren meist schon Mitte Februar zurück.

Kraniche über Bindsachsen/östliche Wetterau
Weiterlesen "Kraniche. Durch den Wind."

Vögel erkennen und Wissen erweitern

Vom 6. bis 9. Januar lädt der NABU wieder zur Wintervogelzählung ein. Ob ihr nun mitmacht oder nicht, diese Seite ist auf jeden Fall sehr interessant, informativ, lehrreich: Der NABU-Vogeltrainer >>

Es werden 15 typischerweise bei uns im Winter anzutreffende und Gartenvögel vorgestellt. Dazu gibt es ein Quiz, um sein eigenes Wissen zu testen und ausführliche Steckbriefe, Beobachtungstipps, Tonaufnahmen der Gesänge. Denn nicht immer zeigen sich die gefiederten Freunde.

Auch gut ist die App „Vogelwelt“ >>

Viel Spaß beim Beobachten. 🙂

Weiterlesen "Vögel erkennen und Wissen erweitern"