An einem Nachmittag im September

Als der Frühherbst noch sommerlich war. Bevor der lang ersehnte Regen kam.

Auch wenn die Bilder zum Teil gar nicht so arg nach Dürre aussehen, lasst euch nicht täuschen. Es war bzw. ist übelst. Inzwischen kamen zwar etliche Liter Regen runter und Wiesen und Äcker werden zusehends grüner. Jedoch für viele Bäume und Sträucher kam der Regen viel zu spät und auch noch immer zu wenig. In den Hecken und im Wald wird es noch mehr Lücken und abgestorbene Bäume geben. (Zum Dürresommer schreibe ich noch einen extra Beitrag.)

Trotzdem: Ich hoffe, euch gefallen meine Impressionen. 🙂

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Das war es mit dem Juli

Ja, es ist nach wie vor trocken, heiß, staubig, die Dürre schreitet voran. Es fühlt sich an wie 2018. Meine Aufzeichnungen bestätigen es. Im Grunde alles wie 2018. Das einzige was von der Hitze und der Trockenheit profitiert sind wieder die Wildblumen. Robust und sehr anpassungsfähig, wie man sieht. Worüber ich mich besonders gefreut habe, dass ich „meine“ >> Teufelsabbisse wieder gefunden habe. Sie erobern sich langsam aber sicher immer mehr Fläche. 🙂

Nun, die Kamera kommt momentan nur selten zum Einsatz. Es gibt ja kaum etwas (Spannendes) zum Fotografieren bzw. bei der Hitze die schwere Kamera schleppen, da fehlt mir die Motivation (Ausnahme > Kaisermantel).

Deshalb nur ein paar Schnappschüsse der letzten Tage – mit dem Smarty. Von links: Die einzige Stelle weit und breit, wo Teufelsabbiss wächst. 22-Punkt-Marienkäfer an meiner Apfelminze bei der Paarung, Mistbienen am Wiesen-Bärenklau, Wiesen-Flockenblumen, verblühter Baldrian, die ersten reifen Brombeeren, aber auch dürre Sträucher in der Hecke, kuhle 😉 (Steppen-)Kühe, abgeerntete Getreidefelder, Heidenelken zwischen dürrem Gras, eine verirrte Sonnenblume, ein bisschen Grün im Büdinger Wald und der mehr als seltene Anblick von ein wenig Wasser.

Was sonst noch blüht: Glockenblumen, Wiesen-Platterbsen, Labkräuter, Schafgarbe und Rainfarn. Das ist es im Wesentlichen.

Wer mag, liest meine Notizen im Grün-Bunten Tagebuch >>

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Action im und am Teich

Heute waren wir mal wieder an der Quelle/Teich des Steinbachs. Ich hatte extra die Kamera mitgenommen, in der Hoffnung, endlich mal die eine oder andere Libelle vor die Linse zu bekommen. Aber, keine Chance. Viel zu schnell. Und das Video mit dem Smartphone gibt auch nicht viel her. Man sieht nur flitzende blaue, rote und gelb-braune Striche ;-).

Dafür hatte ich anderweitig Glück. Eine Gemeine Seidenbiene am Baldrian hielt lange genug für zwei Fotos still. 🙂 Und die Jungfische (Karpfen?) gaben sich noch mal die Ehre. Netterweise gesellten sich dann auch noch Myriaden von Kaulquappen dazu. Der „passende“ Frosch dazu war leider auch sehr fotoscheu …

Gleiches gilt für die zwei Wildenten und den Graureiher. Alle nahmen ebenfalls sehr schnell Reißaus – obwohl wir uns vorsichtig anschlichen und noch weit weg waren. Keine Chance für ein Foto. Nilgänse sind offenbar anders gestrickt, sie blieben ganz entspannt am Teichrand sitzen und beobachteten uns.

Leider wird das der vorerst letzte Besuch dort gewesen sein, denn die angrenzende Wiese ist schon eingezäunt für die Rinder, die sich demnächst im Steinbachtal die Bäuche mit leckerem Gras und Wiesenkräutern voll schlagen werden.

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Von einer Hummel, einem Bläuling und Blütenmeere

Ja, ich bin’s schon wieder. Sorry. Aber ich muss euch schon wieder mit neuen Bildern belästigen. Ich hoffe, ihr mögt noch gucken?! 😉

Heute Nachmittag sind wir mal wieder eine etwas andere Runde, am Rande des Steinbachtals, gelaufen. Hach, war das schön. Hier sind die meisten Wiesen noch nicht gemäht und da überwiegend extensiv bewirtschaftet, sind sie auch recht bunt. So im Vorbeilaufen habe ich gesehen: Margeriten, Rot- und Weißklee, Wiesen-Platterbsen, Hahnenfuß, Kuckuckslichtnelken, Glockenblumen, Zottiger Klappertopf, Wiesen-Witwenblume, div. Gräser natürlich und noch einiges mehr.

Was mich besonders gefreut hat, dass ich die Feldhummel gut erwischt habe, beim Anflug auf die Hundsrosen-Blüte – Oder ist es eine Heckenrose? Ich bin mir nie ganz sicher, weil sie sich sehr ähnlich sind. – erwischt habe.

Und dieses Holunder-Blütenmeer. Der helle Wahnsinn, oder? Da konnte ich nicht widerstehen und habe mir ein paar Blüten mitgenommen und statt Nachmittags-Kuchen, gab es Holunderblüten-Dolden im Teigmantel gebacken. Legga 🙂

Das Tüpfelchen auf dem „i“ war der Bläuling, der so nett war und lange genug stillgehalten hat für ein Foto. Leider habe ich nicht herausgefunden, welcher Bläuling es genau ist. Ich dachte an den Alexis-Bläuling, aber sicher bin ich mir nicht. Auffällig fand ich, dass an der Ober- und Unterseite deutlich blau gefärbt war, das ist ja nicht bei allen Bläulingen der Fall.

Dazu noch ein paar grasende Rinder, Gespinst-Motten-Raupen und der Rote Hartriegel, der jetzt auch zu blühen beginnt … // Schönen Sonntag noch! 🙂

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Der Traummorgen, die vergessene Kamera …

… und ein tierischer Nachmittag.

Vor ein paar Tagen. Morgens. Was für ein Licht. Tropfenfunkeln. Dampfende Erde. Und was mache ich? Lasse die Kamera zu Hause. Blöd. Habe mich wirklich geärgert. Und, es hätte mir noch ein ganz besonderes Foto gelingen können, hätte ich die Kamera dabei gehabt …

Bevor ich darauf zurückkomme, hier zumindest ein paar Handy-Schnappschüsse …

Und nun dazu, warum ich mich besonders geärgert habe: Ein Reh. Ganz nah. So nah wie uns schon lange keines mehr war. Es beobachtete uns. Blieb stehen. Normalerweise flüchten sie ja immer sehr schnell. Aber dieses Reh schien die Ruhe wegzuhaben. Erst als wir langsam weitergingen, machte es ein paar Sätze vorwärts, sogar in unsere Richtung. Stoppte wieder. Wieder ein paar Sätze. So ging das ein paar Mal. Und dann schien es uns offenbar als Gefahr einzustufen, sprang über den Weg vor uns und verschwand im Rapsfeld. Ich hätte wahrlich viele Möglichkeiten für mehrere gute Fotos gehabt. Schade drum. So bleibt nur die Erinnerung, an diesen schönen Moment.

Suchbild, finde das Reh … 😉 (Entfernung ca. 12-15 Meter.)

>> Tierisches Fotoglück <<

Nachmittags, dachte ich mir: Vielleicht hast du heute ja noch mal Glück?! Dieses Mal mit Kamera. Und in der Tat, ich hatte Glück. Rund ums Steinbachtal bzw. an der aufgestauten Quelle gab es nicht nur idyllische Ausblicke, sondern ein Fisch-/Graureiher zog schimpfend seine Kreise über uns (denn er war wohl auf den einen oder anderen leckeren Happen aus), eine Nilgans landete vor unserer Nase. Ein Mäusebussard kreiste über der nahen Wiese.

Plötzlich: Blub, Blub … Hä? Was ist das? Dann: Eine mächtige 😉 Bugwelle, die sich durchs Wasser schob. Hilfeeee … Ein Seeungeheuer!? Ist Nessi ausgewandert?

Nein, es war nur ein kapitaler Karpfen. 😉 Ich denke, mindestens 50 cm lang und dazu viele, wirklich viele, Jungfische. Ob es auch Karpfen waren, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Auf jeden Fall war es mir neu, dass hier Fische eingesetzt sind. Wie auch immer, eine nette kleine Abwechslung. Ach, ja und massenweise Mücken.

So war mein kleiner Ärger vom Morgen wieder verflogen. Ein paar wirklich schöne Momente! 🙂

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Neues aus dem Topfgarten-Land

Nach dem kleinen Glücksmoment (>> Gehörnte Mauerbiene) kürzlich habe ich heute einen kleinen Rundgang durch meinen Topfgarten gemacht und euch ein paar Impressionen mitgebracht.

Ich kann mich dieses Jahr nicht beklagen, eigentlich entwickelt sich alles super. Mit nur einer Ausnahme, meine Kulturheidelbeere sieht etwas mickrig aus, trotz gutem Bio-Dünger. Vermutlich ist ihr der Topf inzwischen einfach zu klein. Aber sie blüht. Und im Gegensatz zu 2021, wo ich kaum eine Handvoll Heidelbeeren vernaschen konnte, dürfte es dieses Jahr zumindest für das eine oder andere Müsli bzw. als fruchtiges Topping für meine Overnight Oats reichen.

Und sonst? Langsam aber sicher gesellt sich zu dem vielen Grün auch etwas Bunt. Die Akeleien blühen gerade so richtig auf, die Margeriten öffnen die ersten Blüten, der Stinkende Storchschnabel, die Kuckuckslichtnelke lockten schon die ersten Hummeln und Schwebfliegen an. Anderes dauert noch etwas, aber die Knospen sind da: Diptam, Schwarzer Geißklee, Rose de Resht, Balkan-Storchschnabel, Katzenminze.

Den Spinat werde ich in Kürze abernten und zusammen mit Spargel zu einer Lasagne verarbeiten. In den Kübel kommt dann entweder die Zucchini, sofern die Samen noch keimen (waren schon älter) oder ich pflanze noch eine Cocktailtomate oder eine Aubergine, wenn ich noch Pflanzen bekomme. Mal sehen …

Die ersten Tomaten und der Spitzpaprika blühen. Der Lorbeer treibt tüchtig aus. Der Rosmarin hat leider nur drei Blüten. (Ich habe festgestellt, dass er nur blüht, wenn der Winter warm genug war oder wie letztes Jahr, wenn er eine Zeitlang im „warmen“ Flur gestanden hat.)

Der Kasten mit den Wildblumen entwickelt sich auch gut. Allerdings sind etliche Pflänzchen schon den Schnecken zum Opfer gefallen. :-/ Die Lücken werde ich mit Nachtkerzen füllen, davon sind viel zu viele Samen aufgegangen und müssen demnächst pikiert werden.

Das hübsche Zymbelkraut (kann man übrigens auch essen) taucht wieder in allen möglichen Ritzen und Fugen auf.

Und schaut mal, mein Wilde-Karde-Kindergarten … Freue mich schon auf nächstes Jahr, wenn sie hoffentlich alle blühen (natürlich bekommen sie später noch mehr Platz).

Nun hoffe ich, dass die angekündigten Gewitter morgen und Freitag ausbleiben oder nur milde ausfallen. Denn ich erinnere mich nur sehr ungern an das schlimme Hagelgewitter vor einigen Jahren, auch im Mai. Da sah mein Topfgarten auch so toll aus und hinterher war alles platt. Also drückt mal die Daumen! Danke! 🙂

Und hier noch ein Bild von Nachbars Garten und diese wunderschöne Akelei, die es sich in einer Pflasterfuge gemütlich gemacht hat …

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Maigrün und Maigelb

Ist das Maigrün nicht unglaublich? Ich finde, es gibt kein schöneres Grün. So frisch. So lebendig. Und dazu das gelbe Leuchten. Löwenzahn-Meere. Rapsgelb so weit das Auge reicht. Blauer Himmel (meistens). Ein bisschen Wolken- und Blütenweiß und der Natur-Kitsch (nicht böse gemeint!) ist perfekt. Wonderful! Love it! 💚💛

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Hello May! You are welcome!

Ich habe euch etwas mitgebracht. Von unserer Mai-Tour. Ein Wald-und-Wiesen-Mai-Sträußchen. Ja, ich liebe die wilden Blümchen auch als Strauß. Hier wird nichts arrangiert und angeordnet. Die Blumen bleiben auch als Sträußchen wild, wie gepflückt. Ich finde, so muss das sein. 🙂

Mai-Tour-Wildblumenstrauß

Ihr seht: Wiesenschaumkraut, Hahnenfuß, Knoblauchsrauke, Barbarakraut, Kriechender Günsel, Große Sternmiere und im Hintergrund, schon etwas schlapp, ein Blatt der Großen Klette.

Schönen 1. Mai noch! 🙂

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Das Steinbachtal im Frühling

Vielleicht habt meine anderen beiden neuesten Beiträge schon gelesen, dann wisst ihr ja Bescheid. Nun nehme ich euch mit auf einen Abstecher ins Steinbachtal. Der Hauptgrund dafür, dass es mich gerade zum jetzigen Zeitpunkt dorthin verschlagen hat, waren vor allem die >> Sumpfdotterblumen (Steckbrief und Infos). Denn vor einigen Jahren habe ich eine Stelle entdeckt, die in der Regel sehr sumpfig ist und sich Sumpfdotterblumen dort entsprechend wohlfühlen.

Da wir jedoch seit Wochen so gut wie keinen Regen hatten und alles mehr oder weniger ausgetrocknet ist, hatte ich gute Karten und konnte die dottergelben Wildblumen bei strahlendem Sonnenschein fotografieren.

Sie wachsen übrigens fast nur auf der Westseite vom Steinbach, wo wir nur sehr selten laufen, weil eben zu nass und der Trampelpfad auch zu weit abseits ist. Aber jetzt ist das Gras noch ganz niedrig. So hat alles für eine kleine Fotosession gepasst. Anschließend waren wir noch an der Quelle. Und ich war schon ein wenig erstaunt, dass sich hier offenbar ein Nilgans-Paar angesiedelt hat. Ich habe zwar schon öfter mal welche fliegen gesehen, aber noch nie welche am Steinbach entdeckt. Eine flog sofort auf und davon und die zweite schipperte in aller Ruhe übers Wasser.

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