Neue Futterquelle im Topfgarten

Vor einigen Tagen ist mein Mannstreu (Eryngium) so richtig blau/blauviolett geworden und steht nun in voller Blüte. Ein echter Hingucker und eine ganz wunderbare Insekten-Tankstelle. Div. Hummeln waren schon zu Gast, Honigbienen, Wildbienen, eine Wespe, div. Glanzfliegen und Schwebfliegen. Ein paar der kleinen Brummer waren so freundlich und haben eine Weile stillgehalten, sodass ich sie fotografieren konnte.

Bei meinem Mannstreu, den mir die liebe Astrid letzten Herbst geschenkt hat, handelt es sich offensichtlich um den Flachblatt-Mannstreu. Von der Pflanzengattung, die auch als Edeldistel bekannt ist, gibt es über 200 Arten. Sie alle lieben die Sonne und wirken wie ein Magnet auf Insekten.

Wenn ihr mehr über den Mannstreu erfahren möchtet, schaut z. B. bei der >> Baumschule Horstmann, dort gibt es ein ausführliches Profil. (Werbung unbezahlt und unbeauftragt)

Update: 25. Juli 2021

Noch mehr und neue Brummer gesichtet. Es ist der Wahnsinn, was sich hier alles einfindet. Ich freue mich wie ein Klötzchen, dass ich den Mannstreu jetzt auch in meinem Topfgarten habe. Eine echte Bereicherung! – Falls ihr euch wundert, dass der Mannstreu nun hellblauer erscheint > Mittagssonne = anderes Licht. 😉

PS: Lest auch meinen Beitrag >> „Warum Disteln in keinem Garten fehlen sollten„.

Weiterlesen "Neue Futterquelle im Topfgarten"

Selbstaussaat im Topf: Schlafmohn

Auch so etwas passiert, wenn man die >> Natur machen lässt. Dann siedeln sich auch solche eigentlich verbotenen (zumindest diese gewissen 😉 Sorten) Gäste im (Topf-)Garten an: Der Schlafmohn.

Schlafmohn (Papaver somniferum) wird schon seit mehreren tausend Jahren kultiviert. Ursprünglich kommt er aus dem Mittelmeerraum. Man kann also sagen, dass der Schlafmohn eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt ist. – Er ist übrigens „Giftpflanze“ des Jahres 2021! – Wer ihn in größerem Stil anbauen möchte, muss es genehmigen lassen. Gegen meine zwei Pflanzen wird sicher niemand etwas haben. 🙂

Es gibt zum Beispiel in Hessen ein Anbaugebiet zur Backmohn-Gewinnung (das sind extra morphinarme Sorten). Der Ort fällt mir aber gerade nicht ein. In Österreich wird er sogar im größeren Stil angebaut, was ich super finde, denn ich liebe Mohnkuchen in allen Variationen und so ist der Nachschub sichergestellt 😉

PS: Leider wird der Saft auch noch immer in Afghanistan und einigen anderen Ländern in Zentralasien zur Opium-Gewinnung angebaut. Das ist weniger schön.

Weiterlesen "Selbstaussaat im Topf: Schlafmohn"

Wenn man die Natur einfach machen lässt …

… dann sieht es so bunt und wild wie hier aus. Natur eben. Natur, wenn man sie sich selbst überlässt. Ist das nicht wunderbar? Und, ich finde es sieht so gar nicht nach Mitteldeutschland aus, hat eher etwas von krautreichen, kargen Gegenden in Südeuropa. Oder was meint ihr?

Nach meinem traurigen, gefrusteten Beitrag >>“Sinnlose Naturzerstörung“ brauchte ich einen positiven Gegenpart! 🙂

Ihr erinnert euch an den >> Wald, der nicht mehr ist? Seht selbst, was aus den Flächen geworden ist, die (noch) nicht bepflanzt wurden, wobei auch die Neuanpflanzungen sehen im Grunde nicht anders aus. Die Buchen und Eichen muss man suchen ;-).

Wir hatten so ein schönes Licht gestern Morgen. Noch ein wenig neblig, die Sonne setzte sich nach und nach mehr durch und zauberte diese wunderschönen Stimmungen. – Ich liebe diese nebel-sonnigen Sommermorgen. Einfach zauberhaft …

Es hat sich für mich wirklich gelohnt heute Morgen die Kamera mit zunehmen. Nicht nur, wegen des schönen Lichtes, dem Taufunkeln und dem fröhlichen Vogelgezwitscher, sondern auch, weil ich endlich einmal Glück hatte, einen Feldhasen so vor die Linse zu bekommen, dass er „scharf“ und erkennbar ist :-). Dazu kamen dann noch zwei Braune Waldvögel (= Neuentdeckung), eine Weinbergschnecke, die aller Seelenruhe – wie es so ihre Art ist 😉 – am Wegrand entlangkroch und natürlich musste heute auch mal wieder unsere Fellnase in die Bildergalerie 😉

Auf dem Rückweg sind mir dann noch ein paar weitere Motive – alles am ehemaligen Wald(rand) augenommen. Nur die Glockenblumen, das Leinkraut und den Klatschmohn habe ich auf/an einer Wiese gefunden.

Klickt einfach mal durch, wenn ihr euch dafür interessiert, welche Pflanzen ich gefunden habe 🙂 Für meine Lieblinge, die Disteln gibt es morgen oder so noch einen extra Beitrag und auch ein paar Neuigkeiten aus meinem Topf-/Terrassengarten.

Es wäre wirklich wunderbar, wenn die ehemalige (noch) nicht wieder aufgeforstete Fichtenwaldfläche sich selbst überlassen bleibt und bin gespannt, wie sich über die Jahre alles verändert, welche Pflanzen und welche Tiere sich einfinden.

Ich hoffe, euch gefällt mein wild-kunter-bunter Beitrag 🙂

Weiterlesen "Wenn man die Natur einfach machen lässt …"

Sinnlose Naturzerstörung

Heute muss ich mir mal meinen Frust von der Seele schreiben!

Hin und wieder habe ich mich hier ja auch schon über das sinnlose, das überflüssige und vor allem immer häufigere Abmähen (bereits im Frühling geht es los!) der Randstreifen an den Wegrändern im Feld, den Ackerrändern und neuerdings sogar auf „Brachstreifen“ zwischen Äckern und Hecken. Auch auf Privatgrundstücken (wobei ich nicht mit Sicherheit sagen kann, ob es evtl. erlaubt wurde, kann ich mir jedoch nicht vorstellen, da dort noch nie etwas abgemäht wurde – an den Güllesammelbecken außerhalb vom Ort). Zum Opfer fielen hier u.a. Wilde Karden, Nachtkerzen, Steinklee und Wilde Malven und andere Wildblumen. Ja sogar eine ganze Ecke von einem Maisacker wurde abgemäht! Ob es den Landwirten egal ist weiß ich nicht, in Ordnung kann es kaum sein.

Nun ja, inzwischen ist hier an sämtlichen Wegrändern, die wir ablaufen alles abgemäht bis auf einen letzten kleinen Streifen. Aber das wird nicht mehr lange dauern, dann ist das Blühen (z. B. Mädesüß, Echtes und Wiesen-Labkraut, Glockenblumen, Hornklee, Brombeeren) auch dort Geschichte. Und so richtig auf die Palme gebracht hat es mich heute Morgen, ich hätte heulen können und ko… siehe unten …

Vorher (gestern gegen 14.30 Uhr aufgenommen) // Nachher (heute gegen 8.45 Uhr aufgenommen) …

Als hätte ich es geahnt … als ich gestern Nachmittag dort vorbeikam, dachte ich: „Ob dieser Streifen an der Wiese auch dieses Jahr wieder stehen bleiben darf?“ Letztes Jahr war es das einzige Stück, das nicht abgemäht wurde und so konnte u. a. die Malve zu so einem wunderbaren, großen Strauch heranwachsen. Mein Bauchgefühl sagte mir, mach ein Foto …

Tja, meine Hoffnung war heute Morgen dahin. Alles hinüber :-(. Nur ein paar Stängel, die nicht geschreddert waren, blieben von der wunderbaren Malve übrig und stehen jetzt bei mir in der Küche in einer Vase. Kein Bienenfutter mehr, alles zerstört. Nur auf der angrenzenden Wiese blühen noch einige Wildblumen … auf der sich jetzt wieder glückliche Kühe laben 🙂. Ein kleiner Trost.

Die Randstreifen waren so wunderbar bunt, so viele Insekten, auch seltene und solche, die ich noch nie gesehen habe, wie ihr vielleicht gelesen habt >> „Die Schwarze Königskerze…“

Es blühten Flockenblumen, Wiesen-Skabiose, Königskerzen, Vogelwicken, Glockenblumen, Schafgarbe, div. Kleearten, Labkräuter, Leinkraut, Johanniskraut, Kamille, Beifuß und der Rainfarn hatte dicke Knospen und hätte in wenigen Tagen geblüht. Alles zerstört. Schon wieder, es ist so furchtbar und hier in der Gemeinde wird es immer schlimmer. Alle paar Wochen wird alles abgemäht. Warum? Wozu? Alles jammert, die Artenvielfalt, immer weniger Insekten. Wildbienen fehlen zum Bestäuben … Es wird das Nachhaltigkeit-Schild hochgehalten. Und dann so was? Ich verstehe es nicht. Und jammern, das Geld ist so knapp. Für blinden Aktionismus reicht es offenbar doch :-/

Und es wird sogar inzwischen an Stellen gemäht, die noch nie zuvor gemäht wurden. Ob es vielleicht dem Gemeindepersonal langweilig ist und sie eigenmächtig handeln, sprich mähen? Ich weiß es nicht. Ich kann nur Vermutungen anstellen. Wie auch immer heute war das Maß voll! Ich bin stinksauer und werde versuchen, dass dieser Irrsinn, in die Lokalpresse kommt. Vielleicht tut sich dann mal etwas!

Denn seitens der Gemeinde bekomme ich noch nicht mal ein (kurzes) Feedback. Mein Vorschlag, meine Bitte (ich hatte eine freundliche Mail an die Bürgermeisterin geschrieben – vor gut zwei Wochen) darauf zu verzichten, der Natur zuliebe, zum Schutz der Insekten, keine Reaktion. Nichts. Nur die „Ein-Klick-Lesebestätigung“. Hätte man nicht wenigstens schreiben können, wir melden uns. Wie lange es auch dauert/gedauert hätte, ich hätte wenigstens gewusst, man liest und kümmert sich … Na ja, ich erwarte wohl zu viel. Schade.

Dass es auch anders geht, sehe ich in anderen Gemeinden. Und es werden ja sogar extra Blühstreifen angelegt, was ja nicht mal sein müsste, würde man die Natur machen lassen und zum Beispiel, mein Vorschlag: Nur einmal im Herbst zu mähen, wenn alles verblüht und ausgesamt ist.

Und zum Schluss noch ein paar Bilder von der Wilden Malve, als sie noch Blühen durfte …

Weiterlesen "Sinnlose Naturzerstörung"

Die Schwarze Königskerze: Insektenmagnet

Eine meiner absoluten Lieblings-Wildblumen: Die Schwarze Königskerze. Und nicht nur eine meiner Lieblinge, sondern auch von vielen Insekten. Zum Glück sind nicht alle Randstreifen (überflüssiger- und unverständlicherweise) abgemäht und an ein paar Stellen, stehen mehrere Stauden und locken unzählige Insekten an.

Heute Morgen war Hochbetrieb. Gut, dass ich die Kamera mitgenommen hatte und so einige Fotos schießen konnte. Was mich ganz besonders gefreut hat, dass ich zwei neue Brummer „erwischt“ habe: Eine Sandhummel (selten, gilt als gefährdet und ist auf der Roten Liste) und die Späte Großstirn-Schwebfliege.

Schade, dass sich nicht mehr Menschen für diese erstaunlichen kleinen Tierchen interessieren. Ich freue mich jedes Mal wie ein „Klötzchen“, wenn ich wieder eine neue Spezies entdeckt habe.

Neben der Freude über die vielen Insekten an den Schwarzen Königskerzen hier noch ein kleiner Steckbrief:

Die Schwarze Königskerze ist eine mehrjährige Staude. Die Blütezeit beginnt meist Ende Juni und dauert über mehrere Wochen – oder sogar Monate – an. (Tipp: Schneidet man ein paar Stängel ab, treibt sie sehr schnell wieder durch, mit neuen Blütenständen und man kann so ihre Blühdauer gut verlängern.)

Sie wächst gerne an Wiesen-, Weg- und lichten Waldrändern, die eher trocken sind. Sie liebt die Sonne. Blütenökologisch handelt es sich um eine sog. homogame „Pollen-Scheibenblume“. Nektar gibt es allerdings nur wenig. Sie wird zwischen 50 und 150 cm hoch. Je nach Standort.

Ich habe schon ein paar mal versucht sie durch Samen bei mir im Topf anzusiedeln, leider erfolglos. Ausgraben werde ich keine, das versteht sich von selbst. Zumal das auch sehr schwierig wäre, durch die lange Pfahlwurzel. Vielleicht muss ich mir doch mal eine Pflanze im Gartenmarkt besorgen. Damit ich auch bei mir vor der Haustüre die wunderhübschen gelben Kerzen bewundern und die Insekten in Ruhe beobachten (und fotografieren) kann.



Weiterlesen "Die Schwarze Königskerze: Insektenmagnet"

Sommerabendleuchten: Die ersten Kapuzinerkresseblüten

Nach zwei Misserfolgs-Jahren sind meine Kapuzinerkresse-Pflanzen dieses Jahr ganz wunderbar. Ich habe sie in mehreren Töpfen „versteckt“. Am schönsten sind sie bei den Erdbeeren, im Solo-Topf und bei einer Tomate.

Und gestern gingen die ersten beiden Blüten auf. Ist das nicht ein Farbknaller? Ich liebe sie und sage danke Astrid, für die tollen Samenkörner! – Die ersten Blätter landeten heute in einem leckeren Blumenkohl-Pasta-Salat. Ich hätte auch gerne fürs Auge ein paar Blüten dazu gegeben, aber die ersten mochte ich nicht „mopsen“ 😉

Wenn ihr euch für diese tolle Pflanze interessiert, dann lest meinen Top-Beitrag (ist noch immer der Renner 🙂 ) >>“Multitalent Kapuzinerkresse“

Weiterlesen "Sommerabendleuchten: Die ersten Kapuzinerkresseblüten"

Topfgarten Rundgang: Sommerblüte

Zum kalendarischen Sommeranfang sind die vorherrschenden Blütenfarben in meinem kleinen, wilden Topfgarten: Rosa, etwas Weiß, viel Blau und Gelb.

Das Rosa bzw. Pink der Rosen, der Storchschnäbel, das zarte Rosa des >> Diptam (allerdings nun schon fast verblüht) geben noch den Ton an. Ein bisschen Weiß hat sich dazwischen gemogelt: Thymianblüten, die großen weißen Glockenblumen (Campanula persicifolia) und die blühenden Radieschen (sowohl Blätter als auch die Blüten kann man übrigens auch essen).

Jedoch: So langsam übernimmt Blau die Führung, allen voran die Karpaten-Glockenblumen, den großblütigen Glockenblumen (Campanula persicifolia) und der Lavendel …

Dazu hat sich gestern, mit leichter Verspätung, mein honigduftender, gelbblühender >> Schwarzer Geißklee gesellt. Jedes Jahr wieder erfreut er mich und die Hummelchen ganz besonders. Es summt und brummt überall und an der Haustür und am offenen Küchenfenster begrüßt er mich in den nächsten 10-12 Tagen wieder mit diesem wunderbaren Honigduft.

Dieses Jahr hat der Geißklee, was die Farbe angeht, Unterstützung bekommen: die Färberhundskamille, die auch bald ihre Blüten öffnen wird. Bin gespannt, welche Insekten sich dort einfinden, vielleicht mal wieder eine Neuentdeckung?

Weiterlesen "Topfgarten Rundgang: Sommerblüte"

Neu entdeckt: Riesenboviste

Wahrlich spannend zurzeit, ich entdecke fast jeden Tag etwas Neues. 🙂 Gerade eben, obwohl ich dort schon öfter entlang gelaufen bin, erst vor kurzem sogar, als ich die vermeintliche >> Pfeilkresse entdeckt habe (die jetzt leider abgemäht ist 😦 ), heute zum ersten Mal entdeckt:

Drei Riesenboviste!

Obwohl, wäre der Randstreifen (was mehr als überflüssig und ärgerlich ist) nicht gerade gemäht worden, hätte ich die drei Exemplare wohl gar nicht entdeckt. Dass es ein Pilz sein muss, war mir gleich klar, da ich mich mit Pilzen jedoch nur sehr laienhaft auskenne und so ein Riesending noch nie zuvor gesehen habe, „befragte“ gleich Google lens. Es besteht kein Zweifel, er ist es …

Zwei Exemplare dürften einen Durchmesser von ca. 20-25 cm haben, ein kleinerer einige Meter weiter auf der anderen Seite des Weges ca. 15 cm.

Wikipedia schreibt dazu:

„Der Riesenbovist wird im Durchmesser etwa 10–50 cm groß, ist rundlich und ohne Stiel. Die Haut ist glatt und lederartig. Die Farbe ist jung weißlich, dann grün-gelblich und alt durch die Sporen olivbraun oder rotbraun bis dunkelbraun. Die Fruchtmasse ist anfangs ebenfalls weiß und wird während der Reifung olivbraun und pulverig. Reifere Pilze riechen unangenehm harnartig. Vereinzelt wurden Exemplare mit 60 cm Durchmesser und einem Gewicht von 11,5 kg gemeldet. Riesenboviste wachsen von Juni bis September vornehmlich auf Wiesen, Weiden und lichten Wäldern …“ >> weiterlesen

Meine drei Fundstücke wachsen am Waldrand (auf einer ehemaligen Müllkippe – die aber sicher schon 40 Jahre oder länger geschlossen und von Bäumen, der Waldrand eben, überwachsen ist).

Klasse, oder?!

Jung kann man den Pilz wohl sogar essen. Roh verzehrt, ist er für Säugetiere jedoch giftig. Und: Er enthält ein Antikrebsmittel: Calvacin. Interessant.

Weiterlesen "Neu entdeckt: Riesenboviste"

Neu entdeckt: Langhornmotte & Gartenlaubkäfer

1. Die Gebänderte Langhornmotte (rechts), der es auf dieser üppigen Doldenblüte sehr gut gefiel. Auch der Doldenblütler ist eine Neuentdeckung, bin aber noch immer nicht sicher, was es nun ist. Ich habe Google Lens „befragt“, die NABU-App, meine div. Pflanzenbestimmungsbücher, aber es will einfach nichts 100%ig passen.

Zuerst dachte ich an Pfeilkresse, die Blüten passen gut. Aber „meine“ Pflanzen sind fast doppelt so hoch und die Blätter passen auch nicht wirklich. Die Blüten duften leicht und sehr angenehm. Hat jemand von euch eine Idee, was ich entdeckt habe?

21. Juni 2021 – Update: Es könnte sich um Meerrettich handeln, obwohl die Grundblätter auch schmal waren. Alles andere passt aber gut.

Noch mal zu zurück zur Langhornmotte. Oder: Degeers Langfühler (Nemophora degeerella). Dieser kleine Nachtfalter gehört zur Familie der Adelidae. Er fliegt von April bis September. Die Flügelspannweite beträgt ca. 20 mm. Warum allerdings ein Nachtfalter am helllichten Nachmittag unterwegs ist, entzieht sich meiner Kenntnis 😉

2. Der Gartenlaubkäfer (auch bekannt als Junikäfer), der sich mit seinem Gefährten an den Hundsrosenblüten labt und gleich nebenan schlemmt eine Honigbiene.

Eigentlich ist es keine echte Neuentdeckung. Ich kenne Junikäfer noch aus Kindertagen, da haben wir sie gesammelt und in der Hand eingeschlossen und uns einen Spaß daraus gemacht, wenn sie gezwickt haben. Natürlich habe ich sie wieder fliegen lassen. – Meine Mom erzählte mir gestern, dass sie als Kinder die Käfer auch gesammelt und die Hühner damit gefüttert haben, weil es so viele gab. Tja, ich hatte schon ewig keine mehr gesehen, deshalb „verkaufe“ ich sie euch als Neuentdeckung 😉 (Leider war es recht windig, sodass das Foto etwas unscharf ist.)

Der Gartenlaubkäfer gehört zur Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae). Sie werden etwa 8,5 bis 11 Millimeter lang. Sie sind in Europa und Asien verbreitet und ernähren sich von Eichen-, Hasel- und Birkenblättern, schreibt „Wiki“, aber auch von Kirsch- und wie man sieht, auch von Rosenblüten.

Weiterlesen "Neu entdeckt: Langhornmotte & Gartenlaubkäfer"