Von glücklichen Kühen …

… frechen Rabenkrähen und toten 😦 Mauswieseln.

Zumindest hoffe ich, dass die Kühe, die ich fotografiert habe, glücklich sind. Immerhin dürfen sie frei, auf großen Wiesen, umherstreifen, sich die Bäuche mit frischem Gras und Kräutern vollschlagen und gemütlich durch die Tage schlendern. 🙂

Und dann sind da die frechen Rabenkrähen, die immer lautstark protestieren, sobald man ihnen zu nahe kommt und sie nicht in Ruhe ihren „Geschäften“ nachgehen können 😉

Der Anblick der toten >> Mauswiesel war natürlich weniger schön, um es milde auszudrücken. Ich habe noch nie einen Mauswiesel gesehen. Kein Wunder leben sie doch sehr versteckt, überwiegend im „Untergrund“. Um so mehr hat es mich gewundert, als ich vor ein paar Tagen am Wegrand gleich drei tote Mauswiesel entdeckt habe. Einer der drei kleinen Kerls hatte eine Miniwunde. Bei den beiden anderen war äußerlich nichts zu erkennen. Leider hat meine Recherche nichts ergeben, woran die kleinen Gesellen gestorben sein könnten. Es ist wirklich seltsam, da es gleich drei Tiere waren. Eines hätte ich mir noch erklären können, aber drei? Hm …

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Nachmittags, unterwegs in der …

… östlichen Wetterau. An einem Sommertag. Kommt ihr mit zu einer unserer Gassirunden? 🙂

Wir starten hinter’m Haus, den Berg hoch, durch eine Wiese, Richtung >> Keckenstein, die höchste Erhebung im näheren Umkreis, mit knapp 400 m. Am Ende der Wiese links und weiter bergauf, entlang einer Hecke und dann biegen wir rechts ein, vorbei an einem „wilden“ Misthaufen, wo uns ein paar Sonnenblumen entgegen Leuchten. – Auf dem Mist wachsen auch ein Kürbis und etliche Wildkräuter und -blumen.

Weiter geht es auf dem Schotterweg unterhalb vom Keckenstein, vorbei am Hochbehälter, hinter dem letzten Strauch, da steht sie plötzlich, diese hübsche Braunschwarze Kuh … *Knips*. Flott – wie immer – geht es weiter, Richtung Büdinger Wald. Halt, hier wachsen diese hübschen rosa Plattterbsen. *Knips* Auf dem fast höchsten Punkt am Keckenstein angekommen, hat man einen schönen Blick ins Tal und auf den Taunus, einmal um eigene Achse gedreht, erhebt sich ebenfalls gut sichtbar der Vogelsberg.

Nach dem kurzen Stopp biegen wir nun links ab und gehen in Richtung Steinbachtal. Während mein felltragender Begleiter Remo eine offenbar wichtige Nachricht „liest“, schaue ich mich um und entdecke am Wegrand die übervoll hängenden Brombeersträucher. Die ersten Beeren sind bereits schwarz, muss ich probieren … uah … noch arg sauer.(Anm.: Inzwischen sind sie nachgereift, gestern eine Portion gepflückt und die ersten Gläser Konfitüre gekocht.)

Ich lasse den Blick schweifen und entdecke über mir einen kreisenden Rotmilan. Sicher hält er Ausschau nach einer leckeren Maus.

Wir sind jetzt an der sonnigen Westseite des Wäldchens, wo nicht nur viele Brombeeren wachsen, sondern auch Wasserdost. Unzählige Insekten tummeln sich an den Blüten. Die eine oder andere Schwebfliege war so nett und hielt eine Weile still für ein Foto. Unter anderem die Hornissen-Schwebfliege, die ich dieses Jahr schon ein paar mal beobachten konnte.

Bevor es wieder leicht bergab geht, ein Blick zurück. Huch, was ist das denn? Landart? Nein, aber man könnte meinen, der Landwirt hätte die Silageballen absichtlich so hübsch aufgereiht, als Landart-Installation.

Nun sind wir quasi schon wieder auf dem Rückweg, auf der Südseite des Keckenstein, mit Blick ins Steinbachtal. Ich liebe diesen Winkel. Obwohl inzwischen alle Wiesen abgemäht sind, Kühe die Vegetation „gekürzt“ haben und die Ortschaften ringsum und die Bundesstraße nicht weit sind, ist es im Steinbachtal dennoch herrlich idyllisch und ruhig. – Vor einiger Zeit las ich in der Lokalpresse einen Artikel, das „man“ sich darum bemüht, dass dieses Kleinod als Naturschutzgebiet ausgewiesen wird.

Denn es wachsen hier einige Wildblumen und -kräuter, die ringsum eher selten oder gar nicht anzutreffen sind. Zum Beispiel Sumpfdotterblumen in den fast immer feuchten Zonen am Rand des Steinbachs. An der Quelle des Steinbachs, der später in den Seemenbach fließt, kann man viele Libellen beobachten, gelegentlich auch Graureiher verschiedene Falter, wie den Aurorafalter und andere Insekten.

Ein etwas älteres Foto vom Steinbachtal, mit Quelle, Blick Richtung Süd-Westen …

Landidyll östliche Wetterau, © wildpeppermint-design.de

Nun gehen wir vorbei an weiteren Brombeerhecken, legen noch einen kurzen Stopp bei einigen Wiesen-Bärenklau-Stauden ein, beobachten eine Weile die beiden Schimmel, die sich gerade in ihrem Unterstand „verstecken“. Ich lausche dem herrlichen Vogelgezwitscher, träume so vor mich hin und plötzlich … was ist das? Remo bleibt stehen, hält die Nase in die Luft, wittert … Läuft doch tatsächlich in aller Seelenruhe ein Reh auf dem Weg vor uns her. Just in dem Moment, als ich Kamera hochnehme und auslöse, verschwindet es leider ums Eck, durch die Hecke und weg war es. So blieb mir nur der unscharfe „Rehpopo“ 😉

Remo und mir ist es inzwischen ziemlich warm geworden *schwitz*, also legen wir noch einen Zahn zu und lassen die angrenzenden Wiesen, Heckenabschnitte mehr oder weniger links liegen, vorbei an der mächtigen Eiche, noch ein kurzer Blick ins Tal, ein paar Schnappschüsse, dann links hoch, wieder runter und ein letzter kurzer Stopp an „unserer“ Wildkirsche. – Remo sitzt hier gerne und beobachtet, was sich ringsum so tut. – Noch fünf Minuten bergab, wieder durch die Wiese und wir sind zu Hause. – Gesamtstrecke: ca. 5,5 km

Ich hoffe, euch hat unsere Gassirunde ein wenig Freude gemacht.

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Wenn die Tautropfen funkeln

Morgens um 8.00 Uhr, Mitte August, wenn die Wiesen noch taunass sind, die Sonne vom blauen Himmel schon brennt, dann glitzert und funkelt es in den Wiesen. Und die ebenfalls Tau feuchten Spinnennetze künden vom (leider) nicht mehr allzu fernen Herbst, einem hoffentlich schönen Altweibersommer?!

Habt einen dufte Sommertag!

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Kühe sind so kuhl

Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich außer für die Insektenwelt und andere Wildtiere, Wildblumen auch für Kühe ein Faible habe? Sie sind einfach unbeschreiblich kuhl. Die Viechers (ganz liebevoll gemeint!) sind einfach zum Knutschen. Manche haben Blicke drauf, das ist der Hammer. Andere haben einfach lustige Gesichter, die aussehen, als hätten sie eine Brille auf. Und erst die „Zwerge“, zum Schreien, wenn sie durch Herde flitzen und fangen spielen.

Deshalb gibt es heute mal keine Blümchen, keine Krabbler, Brummer oder Hüpfer, sondern ein paar kuhle Kuhbilder (in meinem Archiv gibt es noch viiiieeeeel mehr, aber ich will es ja nicht übertreiben ;-). Wenn ihr jedoch mehr sehen wollt, dann gebt Bescheid 🙂

Apropos Hüpfer, gestern hatte ich schon wieder zwei in der Küche, zwei Grashüpfer. Dieses Mal saßen sie in der Minze, die ich abgeerntet habe. Selbstverständlich habe ich auch diesen beiden wieder an die frische Luft gesetzt!

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Rosarote Wildblumenträume

Gestern nach dem Regen, als die Sonne die Wolken beiseite schob, habe ich diese rosaroten Schönheiten ins rechte Licht gerückt. Ich hoffe, euch gefallen meine Pics. 🙂

Das Zottige und Schmalblättrige Weidenröschen, der >> Blutweiderich, die Wilde Platterbse, Sumpf-Ziest (bzw. Knolliger Ziest)und das Drüsige Springkraut.

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Ein Hausrotschwanz …

… war heute Nachmittag so freundlich und flog nicht weg, als ich meine Kamera zückte. Die meisten Vögel nehmen ja sehr schnell Reißaus, wenn ich das „Kamera-Monster“ auspacke und den Piepmatz anvisiere. Aber der Kleine blieb lange still sitzen und erst als ich langsam etwas näher heranging, ist er auf den „Kuhzaun“ geflogen.

Den Hausrotschwanz und Gartenrotschwanz vergleichen und unterscheiden könnt ihr hier >>

Und schaut auch gerne in meinen Beitrag >> „Flügge: Gartenrotschwanz“

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Neuentdeckungen: Eine Schrecke, Raupe & Fliege

Nicht unbedingt spektakulär, aber für mich zumindest neu: Die Gewöhnliche oder Gemeine Strauchschrecke (Männchen). Sie gehört zu den Laubschrecken und ist angeblich recht häufig in Deutschland anzutreffen. Allerdings ist mir noch nie eine zu Gesicht gekommen. Sie saß auf der Straße gegenüber einer Hecke.

Mehr über dieses hübsche Tierchen lest ihr hier >>

Fund Nummer 2: Der Breitflügelige Fleckleibbär (Raupe) auch Holunder-Bär oder Weiße Tigermotte genannt. Gehört zu der Familie der Bärenspinner. Der Falter ist weiß mit einigen schwarzen, kleinen Punkten.

Fund Nummer 3: Die Igelfliege. Leider war es sehr windig und das Fokussieren klappte zusätzlich nicht recht, sodass ich das Tierchen nicht wirklich scharf ablichten konnte. Trotzdem freue ich mich auch über diesen, für mich, neuen Fund.

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Naturzerstörung: Sinnloses Mähen 2.0

Ihr erinnert euch? Mein >> Beitrag zum sinnlosen und überflüssigen Mähen der Randstreifen im Feld, der Ackerränder? Mein Engagement hat leider Null gebracht. Es scheint keinen zu interessieren. Gleichgültigkeit? Ignoranz? Beides? Who knows? Auch die Landwirte, denen Teile ihrer Wiesen und Getreidefelder abgemäht wurden und werden scheint es auch egal zu sein …

Hier mal ein aktuelles Beispiel … (mir fehlten schlicht die Worte)

Es wäre so einfach. Es kostet noch nicht mal Geld. Im Gegenteil, es würden sogar Steuergelder, Kraftstoff usw. gespart.

Warum kann man die Randstreifen nicht belassen, wie die Natur sie schafft?

An den Bundesstraßen geht es doch auch, hier wird nur zweimal pro Jahr gemäht! Im Feld wäre sogar ein einmaliges Mähen im Spätherbst völlig ausreichend, wenn die Pflanzen ihren Samen verteilt haben. Wobei, man könnte auch ganz darauf verzichten oder nur mähen, wenn sich Sträucher ansiedeln wollen.

Aber nein. Kein Interesse. Noch nicht einmal ein Einzeiler „Danke für Ihre Nachricht …“ bekomme ich auf meine Anfragen/Vorschläge. Nichts. Weder von der Gemeinde, noch von der Bürgermeisterin direkt (eine Bekannte hatte sie auf Facebook markiert und um Stellungnahme gebeten). Nothing. Zwei Verlage (Lokalpresse) angeschrieben. Dasselbe.

Und es bleibt mir ein Rätsel, warum die Gemeinde dieses Jahr noch mehr und öfter, zudem an „neuen“ Stellen mäht, die sie meiner Meinung absolut nichts angehen …

Es ist so traurig. Mein Engagement in dieser Sache ist damit Geschichte. Kostet mich nur Kraft und bringt nichts. 😦 Sehr schade.

Update: 15. Aug. 2021

Mal zum Vergleich: So darf es im Gegensatz zu den ständig gemähten Randstreifen im Feld hier an der/den Bundesstraße/n aussehen …

PS: Ich bleibe übrigens dran. Habe „anderes“ angeleiert, mal schauen, ob oder was dabei herauskommt.

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Liebstöckel, tierische Überraschungen und ein Rothalsbock

Heute Vormittag habe ich meine beiden Liebstöckel-Pflanzen beerntet und eine Paste daraus gemacht. Liebstöckel-Salz habe ich noch genug, deshalb dieses Jahr mal Paste. Bevor ich jedoch dazu kam, die Paste (nur die Blätter, Olivenöl und ein bisschen Salz) zu machen, hatte ich einiges zu tun, um nicht eine unfreiwillige Fleischbeilage mit einzubauen 😉

Als Erstes kroch mir beim Abstreifen der Blätter eine lustige kleine Spinne auf die Hand. Ich so: „Okay du Kleine, dann bringe ich dich mal wieder raus.“ Gesagt. Getan. (Ohne Beweisfoto.)

Ich pflücke weiter so vor mich hin, da hüpft mir etwas entgegen. Ich dachte zuerst es wäre wieder einer der kleinen Wiesen-Grashüpfer, die hier überall in Massen herumhüpfen (einer wollte sogar mit mir duschen 😉 ). Aber nein. Meine Recherche ergab, es war eine Südliche Eichenschrecke, die ursprünglich nur im Mittelmeerraum beheimatet war. Lest mal, was >> „Wiki“ dazu schreibt (vor allem zur Lautäußerung). Lustig. 🙂 Sie frisst übrigens hauptsächlich Blattläuse. Also durchaus nützlich.

Ja, so tierisch kann es zugehen, wenn man eine kleine Topf-Wildnis vor der Haustüre hat. 😉 Natürlich habe ich auch den kleinen Hüpfer wieder zum Liebstöckel nach draußen gebracht.

Die nächsten Blätter gezupft … oh nein, nicht schon wieder: Dieses Mal waren es aber „nur“ zwei Baby-Schnecken (Hainbänder-Schnecken). Ich dachte die Kleinen schlafen. Aber nein, ich hatte sie offenbar aufgeweckt. Denn als ich nur ein paar Augenblicke später die Blätter mit den Schneggschen raustragen wollte, waren sie schon über das halbe Sideboard gekrochen. Kaum zu glauben, so winzig und doch so schnell. Also fix „eingefangen“ und ab nach draußen zu den anderen Liebstöckel-Bewohnern.

Am späten Nachmittag – ich hatte es mal wieder eilig, weil spät dran – flitze ich an meinen Töpfen vorbei. Halt. Da ist doch etwas an den Flockenblumen. Schritt zurück. Ah, ein Bockkäfer. Das Smarty gezückt, „Klick“ und später gucken, was da Neues zu Gast war. Mit dem Bockkäfer lag ich richtig. Es war ein Rothalsbock-Mädchen 🙂

Die Insektenwelt ist so spannend und fasziniert mich immer mehr. 🙂

PS: Sorry für die bescheidene Bildqualität.

PPS: Ganz vergessen: Und gestern habe ich eine Schlupfwespe am Bürofenster eingefangen und ebenfalls wieder nach draußen entlassen 🙂

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