Naturzerstörung: Sinnloses Mähen 2.0

Ihr erinnert euch? Mein >> Beitrag zum sinnlosen und überflüssigen Mähen der Randstreifen im Feld, der Ackerränder? Mein Engagement hat leider Null gebracht. Es scheint keinen zu interessieren. Gleichgültigkeit? Ignoranz? Beides? Who knows? Auch die Landwirte, denen Teile ihrer Wiesen und Getreidefelder abgemäht wurden und werden scheint es auch egal zu sein …

Hier mal ein aktuelles Beispiel … (mir fehlten schlicht die Worte)

Es wäre so einfach. Es kostet noch nicht mal Geld. Im Gegenteil, es würden sogar Steuergelder, Kraftstoff usw. gespart.

Warum kann man die Randstreifen nicht belassen, wie die Natur sie schafft?

An den Bundesstraßen geht es doch auch, hier wird nur zweimal pro Jahr gemäht! Im Feld wäre sogar ein einmaliges Mähen im Spätherbst völlig ausreichend, wenn die Pflanzen ihren Samen verteilt haben. Wobei, man könnte auch ganz darauf verzichten oder nur mähen, wenn sich Sträucher ansiedeln wollen.

Aber nein. Kein Interesse. Noch nicht einmal ein Einzeiler „Danke für Ihre Nachricht …“ bekomme ich auf meine Anfragen/Vorschläge. Nichts. Weder von der Gemeinde, noch von der Bürgermeisterin direkt (eine Bekannte hatte sie auf Facebook markiert und um Stellungnahme gebeten). Nothing. Zwei Verlage (Lokalpresse) angeschrieben. Dasselbe.

Und es bleibt mir ein Rätsel, warum die Gemeinde dieses Jahr noch mehr und öfter, zudem an „neuen“ Stellen mäht, die sie meiner Meinung absolut nichts angehen …

Es ist so traurig. Mein Engagement in dieser Sache ist damit Geschichte. Kostet mich nur Kraft und bringt nichts. 😦 Sehr schade.

Update: 15. Aug. 2021

Mal zum Vergleich: So darf es im Gegensatz zu den ständig gemähten Randstreifen im Feld hier an der/den Bundesstraße/n aussehen …

PS: Ich bleibe übrigens dran. Habe „anderes“ angeleiert, mal schauen, ob oder was dabei herauskommt.

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Sinnlose Naturzerstörung

Heute muss ich mir mal meinen Frust von der Seele schreiben!

Hin und wieder habe ich mich hier ja auch schon über das sinnlose, das überflüssige und vor allem immer häufigere Abmähen (bereits im Frühling geht es los!) der Randstreifen an den Wegrändern im Feld, den Ackerrändern und neuerdings sogar auf „Brachstreifen“ zwischen Äckern und Hecken. Auch auf Privatgrundstücken (wobei ich nicht mit Sicherheit sagen kann, ob es evtl. erlaubt wurde, kann ich mir jedoch nicht vorstellen, da dort noch nie etwas abgemäht wurde – an den Güllesammelbecken außerhalb vom Ort). Zum Opfer fielen hier u.a. Wilde Karden, Nachtkerzen, Steinklee und Wilde Malven und andere Wildblumen. Ja sogar eine ganze Ecke von einem Maisacker wurde abgemäht! Ob es den Landwirten egal ist weiß ich nicht, in Ordnung kann es kaum sein.

Nun ja, inzwischen ist hier an sämtlichen Wegrändern, die wir ablaufen alles abgemäht bis auf einen letzten kleinen Streifen. Aber das wird nicht mehr lange dauern, dann ist das Blühen (z. B. Mädesüß, Echtes und Wiesen-Labkraut, Glockenblumen, Hornklee, Brombeeren) auch dort Geschichte. Und so richtig auf die Palme gebracht hat es mich heute Morgen, ich hätte heulen können und ko… siehe unten …

Vorher (gestern gegen 14.30 Uhr aufgenommen) // Nachher (heute gegen 8.45 Uhr aufgenommen) …

Als hätte ich es geahnt … als ich gestern Nachmittag dort vorbeikam, dachte ich: „Ob dieser Streifen an der Wiese auch dieses Jahr wieder stehen bleiben darf?“ Letztes Jahr war es das einzige Stück, das nicht abgemäht wurde und so konnte u. a. die Malve zu so einem wunderbaren, großen Strauch heranwachsen. Mein Bauchgefühl sagte mir, mach ein Foto …

Tja, meine Hoffnung war heute Morgen dahin. Alles hinüber :-(. Nur ein paar Stängel, die nicht geschreddert waren, blieben von der wunderbaren Malve übrig und stehen jetzt bei mir in der Küche in einer Vase. Kein Bienenfutter mehr, alles zerstört. Nur auf der angrenzenden Wiese blühen noch einige Wildblumen … auf der sich jetzt wieder glückliche Kühe laben 🙂. Ein kleiner Trost.

Die Randstreifen waren so wunderbar bunt, so viele Insekten, auch seltene und solche, die ich noch nie gesehen habe, wie ihr vielleicht gelesen habt >> „Die Schwarze Königskerze…“

Es blühten Flockenblumen, Wiesen-Skabiose, Königskerzen, Vogelwicken, Glockenblumen, Schafgarbe, div. Kleearten, Labkräuter, Leinkraut, Johanniskraut, Kamille, Beifuß und der Rainfarn hatte dicke Knospen und hätte in wenigen Tagen geblüht. Alles zerstört. Schon wieder, es ist so furchtbar und hier in der Gemeinde wird es immer schlimmer. Alle paar Wochen wird alles abgemäht. Warum? Wozu? Alles jammert, die Artenvielfalt, immer weniger Insekten. Wildbienen fehlen zum Bestäuben … Es wird das Nachhaltigkeit-Schild hochgehalten. Und dann so was? Ich verstehe es nicht. Und jammern, das Geld ist so knapp. Für blinden Aktionismus reicht es offenbar doch :-/

Und es wird sogar inzwischen an Stellen gemäht, die noch nie zuvor gemäht wurden. Ob es vielleicht dem Gemeindepersonal langweilig ist und sie eigenmächtig handeln, sprich mähen? Ich weiß es nicht. Ich kann nur Vermutungen anstellen. Wie auch immer heute war das Maß voll! Ich bin stinksauer und werde versuchen, dass dieser Irrsinn, in die Lokalpresse kommt. Vielleicht tut sich dann mal etwas!

Denn seitens der Gemeinde bekomme ich noch nicht mal ein (kurzes) Feedback. Mein Vorschlag, meine Bitte (ich hatte eine freundliche Mail an die Bürgermeisterin geschrieben – vor gut zwei Wochen) darauf zu verzichten, der Natur zuliebe, zum Schutz der Insekten, keine Reaktion. Nichts. Nur die „Ein-Klick-Lesebestätigung“. Hätte man nicht wenigstens schreiben können, wir melden uns. Wie lange es auch dauert/gedauert hätte, ich hätte wenigstens gewusst, man liest und kümmert sich … Na ja, ich erwarte wohl zu viel. Schade.

Dass es auch anders geht, sehe ich in anderen Gemeinden. Und es werden ja sogar extra Blühstreifen angelegt, was ja nicht mal sein müsste, würde man die Natur machen lassen und zum Beispiel, mein Vorschlag: Nur einmal im Herbst zu mähen, wenn alles verblüht und ausgesamt ist.

Und zum Schluss noch ein paar Bilder von der Wilden Malve, als sie noch Blühen durfte …

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