Wiesen-Skabiose und ihre vielfältigen Bewohner

Heute am Rande des Steinbachtals. An einem Wiesenrand haben sich unzählige Wiesen-Skabiosen (auch: Wiesen-Witwenblumen) angesiedelt und erfreulicherweise ebenso viele Insekten eingefunden. Nicht alle kann ich benennen. Viele Exemplare sehen sich so ähnlich, sodass ich sie nur schwer oder nicht (sicher) bestimmen kann. Wie dem auch sei, ich habe mich sehr gefreut, dass wieder ein paar für mich „neue“ Insekten dabei waren.

Vor allem viele Tagpfauenaugen, Ochsenaugen, Weißlinge und den Kleinen Fuchs konnte ich beobachten. Div. Hummelarten und einige Wildbienen habe ich entdeckt. Leider halten nicht alle Brummer lange genug still für ein gutes Foto. Ein für mich besonderer Fund: Die Wespe. Eine Grabwespenart oder eine Schlupfwespenart? Für eine sichere Bestimmung ist das Foto leider nicht aussagekräftig genug. Gefreut habe ich mich dennoch über diesen Fund. 🙂

Div. > Disteln, Flockenblumen, Skabiosen und > Königskerzen ziehen meiner Meinung nach die meisten und unterschiedlichsten Insekten an.

Eine Edeldistel (> Mannstreu) habe ich ja seit letzten Herbst, die Flockenblumen (2020 gesät) fangen jetzt endlich an zu blühen, fehlen mir noch Skabiosen und die Schwarze Königskerze. Dann könnte ich vor der Haustüre sicher noch mehr und öfter „spannende“ Insekten beobachten und fotografieren.

Nicht vergessen will ich den Ziest, der jetzt im Hochsommer ebenfalls sehr beliebt ist.

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Die Schwarze Königskerze: Insektenmagnet

Eine meiner absoluten Lieblings-Wildblumen: Die Schwarze Königskerze. Und nicht nur eine meiner Lieblinge, sondern auch von vielen Insekten. Zum Glück sind nicht alle Randstreifen (überflüssiger- und unverständlicherweise) abgemäht und an ein paar Stellen, stehen mehrere Stauden und locken unzählige Insekten an.

Heute Morgen war Hochbetrieb. Gut, dass ich die Kamera mitgenommen hatte und so einige Fotos schießen konnte. Was mich ganz besonders gefreut hat, dass ich zwei neue Brummer „erwischt“ habe: Eine Sandhummel (selten, gilt als gefährdet und ist auf der Roten Liste) und die Späte Großstirn-Schwebfliege.

Schade, dass sich nicht mehr Menschen für diese erstaunlichen kleinen Tierchen interessieren. Ich freue mich jedes Mal wie ein „Klötzchen“, wenn ich wieder eine neue Spezies entdeckt habe.

Neben der Freude über die vielen Insekten an den Schwarzen Königskerzen hier noch ein kleiner Steckbrief:

Die Schwarze Königskerze ist eine mehrjährige Staude. Die Blütezeit beginnt meist Ende Juni und dauert über mehrere Wochen – oder sogar Monate – an. (Tipp: Schneidet man ein paar Stängel ab, treibt sie sehr schnell wieder durch, mit neuen Blütenständen und man kann so ihre Blühdauer gut verlängern.)

Sie wächst gerne an Wiesen-, Weg- und lichten Waldrändern, die eher trocken sind. Sie liebt die Sonne. Blütenökologisch handelt es sich um eine sog. homogame „Pollen-Scheibenblume“. Nektar gibt es allerdings nur wenig. Sie wird zwischen 50 und 150 cm hoch. Je nach Standort.

Ich habe schon ein paar mal versucht sie durch Samen bei mir im Topf anzusiedeln, leider erfolglos. Ausgraben werde ich keine, das versteht sich von selbst. Zumal das auch sehr schwierig wäre, durch die lange Pfahlwurzel. Vielleicht muss ich mir doch mal eine Pflanze im Gartenmarkt besorgen. Damit ich auch bei mir vor der Haustüre die wunderhübschen gelben Kerzen bewundern und die Insekten in Ruhe beobachten (und fotografieren) kann.



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Fliegen fliegen auf blühende Minzen

Ich liebe (Pfeffer-)Minze – als Tee oder im Infused Water, als Beigabe in div. Gerichten und als Duftpflanze – und nenne sechs verschiedene Sorten mein Eigen. Aber nicht nur ich liebe sie, auch div. Flieger, genauer gesagt: Fliegen, stehen auch auf Minze, auf deren Blüten, um genau zu sein.

Eigentlich soll man Kräuter ja am besten kurz vor der Blüte ernten, aber dann hätten im „Fall Minze“ div. Fliegenarten eine Nahrungsquelle weniger. Also dürfen sie bei mir erst blühen und anschließend wird geerntet. Zumal ich im Frühsommer immer schon eine kleine, erste Ernte einhole, vor allem, um die Stauden durch den leichten Rückschnitt zum Verzweigen anzuregen und so zur Haupternte etwas mehr „einfahren“ zu können.

Ihr seht, es ist richtig viel los an den Blüten …

Folgende Arten habe ich u. a. an meiner aktuell blühenden Marokkanischen Minze bestimmt: Gewöhnliche Langbauchschwebfliege, Mistbiene (auch eine Schwebfliegenart), Hainschwebfliege, Erzschwebfliege, Goldfliege und Xylotomima lenta.

P.S.: Eigentlich sollte es ein ausführlicher Minz-Beitrag werden, den ich schon länger angekündigt habe, aber das wird leider noch dauern, die Zeit … 😉

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Endlich! Ein Taubenschwänzchen.

Diesen Sommer habe ich das Taubenschwänzchen, der Kolibri unter den Schmetterlingen, schon einige Male gesehen. Aber immer hatte ich entweder meine Kamera nicht dabei bzw. parat. Oder der kleine Wirbelwind war so schnell, dass er immer völlig „verschmiert“ auf dem Bild war.

Seit ein paar Tagen blüht der Sommerflieder und es tummelten sich heute zum ersten Mal so richtig viele Schmetterlinge auf den Blütenrispen. Auch Bienen und andere Brummer und eben ein Taubenschwänzchen, das sich dieses Mal länger aufhielt und ich so zumindest ein paar passable Bilder schießen konnte. Yeah! 🙂

Leider hatte ich nicht die nötige Zeit, um in Ruhe auf einen möglichst perfekten Moment zu warten, aber immerhin … gar nicht mal so schlecht, oder? (… und zwei andere Besucher habe ich auch „erwischt“)

Morgen werde ich mich in Ruhe auf die Lauer legen und hoffe, dass ich noch ein paar weitere schöne Schmetterlinge & Co. „einfangen“ kann. Zu Besuch waren heute u. a. Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Admiral, Kohlweißling, Zitronenfalter und div. Bienen, Schwebfliegen …

>> Tipp: Wissenswertes zum Taubenschwänzchen könnt ihr hier nachlesen (und ein wirklich geniales Foto). <<

Update 14. Juli 2015: Leider hat es mit dem auf die Lauer legen nicht geklappt, zu viel Wind und keine Chace auf ein weiteres gutes Foto – auch mit anderen Schmetterlingen … vielleicht dieses Wochenende.

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