Eine Holzbiene?

Vor einigen Tagen sah ich am frühen Abend im Nachbargarten an einer Akelei meine vermeintlich erste Große Holzbiene. Pechschwarz und bläulich schimmernde Flügel. Verwechslung ausgeschlossen. Leider war sie so schnell wieder verschwunden, keine Chance für ein Foto.

Und vorhin bei der Recherche nach einer anderen Bienenart, fiel mir wieder ein, dass ich womöglich schon früher einmal eine Holzbiene gesehen und auch fotografiert hatte. Ich habe das Bild wieder gefunden, bin mir nun aber nicht mehr sicher, ob das wirklich eine Holzbiene ist? Die bläulichen Flügel sind nicht wirklich bläulich ;-). Oder war das Licht nur schlecht? Die Biene ist leider auch nicht ganz scharf.

Was meint ihr, ist das eine Holzbiene?

Wenn nicht, welche Biene könnte es stattdessen sein, ich habe keine andere potenziell „passende“ Biene gefunden.

Eine Holzbiene?
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Neuzugang: Eine Gehörnte Mauerbiene

Hach, habe ich mich heute Nachmittag gefreut … Ich war gerade beim Gießen, denn ein paar Pflanzen hingen schon die Ohren. – Normalerweise gieße ich natürlich nicht Nachmittags und auch nicht, wenn die Sonne noch auf die Pflanzen scheint! – … als die kleine Brumse sich an die Hauswand setzte, offensichtlich um sich zu wärmen. Mir war sofort klar, dass es keine „normale“ Biene ist. Gut, dass ich mein Smarty immer bei mir habe. Schnell geschnappt und geknipst, bevor der pelzige Brummer wieder verschwindet.

Freundlicherweise hielt sie eine ganze Weile still und so konnte ich ein paar Mal auslösen und sogar recht nah herangehen. So schön. Welch ein Glücksmoment. 🙂

Später habe ich recherchiert und bin mir zu 99 % sicher, es ist eine Gehörnte Mauerbiene. Meine erste vor der Linse!

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Insektensommer

Kennt ihr die Aktion „Insektensommer“ vom >> NABU?

Die Zählung findet vom 31. Juli bis 9. August statt. Schon mal mitgemacht und Insekten gezählt? Ich will es versuchen und hoffe, ich finde die Zeit und Muße eine Stunde Sechsbeiner zu zählen.

Falls es nicht klappt, es steht ja noch der eine oder andere Beitrag aus, in Sachen Insekten-Entdeckungen. 😉 Ich finde es einfach immer wieder spannend, was alles rund um mich herum kreucht und fleucht und hoffe, euch macht es auch ein wenig Spaß meine Entdeckungen zu betrachten und animiert euch bei der nächsten Insektensichtung mal genauer hinzuschauen, vielleicht ein Foto zu machen und zu recherchieren, was ihr entdeckt habt.

Es gibt übrigens eine nette >>App (ebenfalls vom NABU), damit lassen sich zumindest die bekannteren Insekten ziemlich sicher finden.

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Neu entdeckt: Das Orientalische Zackenschötchen

Eigentlich stimmt das nicht ganz. Denn, genau genommen habe ich die Staude schon letzten Sommer entdeckt, nur wieder vergessen. Vor ca. zwei Wochen sind wir mal wieder eine etwas andere Route gelaufen (lohnt sich immer, wie ich stets feststelle  😉 ), um die Ecke gebogen und da leuchtete es mir schon entgegen. Im ersten Moment dachte ich an Färberwaid. Wie sich später herausstellte (auch dank gut informierter Wildpflanzenkenner bei „Ökologisch Gärtnern“ – meine Ex-Facebook-Gruppe), habe ich ein >> Orientalisches Zackenschötchen entdeckt.

Zuerst war meine Freude groß, auch, obwohl es kein Färberwaid war, denn es wurde sehr rege von verschiedenen Wildbienen besucht. Später habe ich recherchiert und herausgefunden, dass diese hübsche und insektenfreundliche Pflanze zu den Neophyten gehört. Was ich natürlich nicht so toll finde.

Wikipedia schreibt dazu u. a.: „… kommt von Sibirien bis Ost- und Südosteuropa vor … in Mitteleuropa ursprünglich nur gebietsweise, etwa in Ungarn. Es breitet sich zunehmend nach Mittel- und Nordeuropa aus. In der Schweiz tritt das Orientalische Zackenschötchen nur stellenweise auf. Heute ist die Art auch ein Neophyt in weiteren Ländern Asiens, Europas und Nordamerikas.“

Wie auch immer, bisher ist es nur eine Staude und ich werde es weiter beobachten, ob oder wie sie sich ausbreitet.

Welche Wildbiene ich fotografiert habe, muss ich noch herausfinden (vermutlich eine Langhornbiene), klicke mich nachher mal bei Wildbienen.info durch >> // Eine weitere tolle Webseite in Sachen Wildbienen: BeeBetter >>

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Ein blaues Wunder: Die Wegwarte

Erst in meinem letzten Beitrag erwähnte ich die wunderschöne Wegwarte, die ich auf dem Weg zum Gartenfest in Hanau teilweise über zig Hundert Meter am Straßenrand entdeckte. Was mich natürlich sehr gefreut hat. Erst vor ca. drei Jahren tauchte eine Pflanze – quasi ums Eck – am Straßenrand auf und ich dachte, hui, was ist das denn für eine hübsche blaue Blume, die habe ich ja noch nie hier gesehen!?

Wieder zuhause, habe ich recherchiert und herausgefunden, dass es die Gewöhnliche Wegwarte ist. Seitdem ist sie jedes Jahr an der gleichen Stelle wieder erblüht (und einige mehr an anderen Straßenrändern), leider wurde „meine“ kürzlich abgemäht, wird wohl nichts mit dem Blühen dieses Jahr …

Umso größer war meine Freude, als ich vor ein paar Tagen am Rande einer Pferdewiese/Halle eine Staude zwischen div. Wildblumen entdeckte. Yeah. Und kurz darauf noch eine an anderer Stelle. Jippie! Leider währte die Freude nur kurz, denn die Staude an der Halle, incl. der anderen Wildblumen war gestern Morgen abgemäht. Völlig grundlos wie ich finde. Sie haben keinen gestört und hatten noch nicht mal Zeit zum aussamen. Mit Ausnahme des Bienenfreundes, der schon abgeblüht war. Ärgerlich.

Sicher, es war nur eine Pflanze, aber mich macht es dennoch wütend.

Und, heute morgen dachte ich, nimm mal die Kamera mit zur Gassirunde und fotografiere die  verbliebene, bevor sie auch „entsorgt“ wird. Ich hatte Glück und traf sogar einige Insekten auf den Blüten an. Vor allem Wildbienen und Schwebfliegen.

Ich habe mich schlau(er) gemacht und spannende Sachen über die Wegwarte herausgefunden. Wusstet ihr, dass sie die Wildform bzw. eine Verwandte von Chiccorée, Zuckerhut, Radicchio bzw. Schnittzichorie ist? 2020 wird sie die Heilpflanze des Jahres sein! Und 2005 war sie schon Gemüse des Jahres! 2009 die Blume des Jahres!

Kleiner Steckbrief: Die Wegwarte ist eine ausdauernde Staude. Sie verfügt über eine tiefe Pfahlwurzel (mit Bitterstoffen und Inulin). Sie blüht ca. ab Mitte Juni bis in den Oktober hinein. Eine Besonderheit ist, dass sich ihre Blüten nur von Sonnenaufgang bis ca. 11.00 Uhr öffnen und auch nur einen Tag blühen. So kommt es, dass sie oft übersehen wird, wenn man nach 11.00 Uhr an ihr vorbei geht. Sie wird gerne von Bienen und Schwebfliegen besucht. Es gibt sogar eine Biene, die ausschließlich von der Wegwarte nascht!

In Mitteleuropa wächst sie vor allem auf Weiden, auf Randstreifen und Äckern. Sie mag es etwas nährstoffreicher, als viele andere Wildblumen, leicht feucht bis eher trocken. Die Wuchshöhe ist unterschiedlich, je nach Standort – nach meiner Beobachtung – ca. 70 cm bis über einem Meter. In manchen Ländern wird sie als Futterpflanze angebaut.

In der Heilkunde wurde sie etwa ab dem Mittelalter verwendet. Sie wurde/wird für viele Erkrankungen der Organe, vor allem der Verdauungsorgane (wg. der Bitterstoffe), verwendet und auch bei Hauterkrankungen eingesetzt. Die Wurzelzichorie, ihre Verwandte, diente früher als Bestandteil für den sog. „Muckefuck“ (kennt ihr vielleicht noch von euren Eltern oder Großeltern) bzw. noch heute für „Caro-Kaffee“.

Mehr Infos findet ihr bei „Tante Wiki“ >>

Ihr seht, eine interessante Pflanze, die viel zu bieten hat: Wunderhübsch, robust, Insektenfutter, Tierfutter, Lebensmittelbestandteil.

Die Wegwarte, ein blaues Wunder!

Update 5. Juli 2019: Hier gibt es ein unprofessionelles 😉 kleines Video
>> Es summt und brummt. Insekten lieben die Wegwarte.

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Wald-Romantik

Seit langem haben wir heute mal wieder eine Runde durch den Wald gedreht (in Gedenken an unseren lieben Philo, der heute leider nicht mehr dabei sein konnte – und Brennholz für den Winter sammeln konnte …). Es war sehr „dampfig“ und leider hatte sich die Sonne schon verzogen, aber der Duft von frischer, feuchter Erde, […]

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