Nachmittags, unterwegs in der …

… östlichen Wetterau. An einem Sommertag. Kommt ihr mit zu einer unserer Gassirunden? 🙂

Wir starten hinter’m Haus, den Berg hoch, durch eine Wiese, Richtung >> Keckenstein, die höchste Erhebung im näheren Umkreis, mit knapp 400 m. Am Ende der Wiese links und weiter bergauf, entlang einer Hecke und dann biegen wir rechts ein, vorbei an einem „wilden“ Misthaufen, wo uns ein paar Sonnenblumen entgegen Leuchten. – Auf dem Mist wachsen auch ein Kürbis und etliche Wildkräuter und -blumen.

Weiter geht es auf dem Schotterweg unterhalb vom Keckenstein, vorbei am Hochbehälter, hinter dem letzten Strauch, da steht sie plötzlich, diese hübsche Braunschwarze Kuh … *Knips*. Flott – wie immer – geht es weiter, Richtung Büdinger Wald. Halt, hier wachsen diese hübschen rosa Plattterbsen. *Knips* Auf dem fast höchsten Punkt am Keckenstein angekommen, hat man einen schönen Blick ins Tal und auf den Taunus, einmal um eigene Achse gedreht, erhebt sich ebenfalls gut sichtbar der Vogelsberg.

Nach dem kurzen Stopp biegen wir nun links ab und gehen in Richtung Steinbachtal. Während mein felltragender Begleiter Remo eine offenbar wichtige Nachricht „liest“, schaue ich mich um und entdecke am Wegrand die übervoll hängenden Brombeersträucher. Die ersten Beeren sind bereits schwarz, muss ich probieren … uah … noch arg sauer.(Anm.: Inzwischen sind sie nachgereift, gestern eine Portion gepflückt und die ersten Gläser Konfitüre gekocht.)

Ich lasse den Blick schweifen und entdecke über mir einen kreisenden Rotmilan. Sicher hält er Ausschau nach einer leckeren Maus.

Wir sind jetzt an der sonnigen Westseite des Wäldchens, wo nicht nur viele Brombeeren wachsen, sondern auch Wasserdost. Unzählige Insekten tummeln sich an den Blüten. Die eine oder andere Schwebfliege war so nett und hielt eine Weile still für ein Foto. Unter anderem die Hornissen-Schwebfliege, die ich dieses Jahr schon ein paar mal beobachten konnte.

Bevor es wieder leicht bergab geht, ein Blick zurück. Huch, was ist das denn? Landart? Nein, aber man könnte meinen, der Landwirt hätte die Silageballen absichtlich so hübsch aufgereiht, als Landart-Installation.

Nun sind wir quasi schon wieder auf dem Rückweg, auf der Südseite des Keckenstein, mit Blick ins Steinbachtal. Ich liebe diesen Winkel. Obwohl inzwischen alle Wiesen abgemäht sind, Kühe die Vegetation „gekürzt“ haben und die Ortschaften ringsum und die Bundesstraße nicht weit sind, ist es im Steinbachtal dennoch herrlich idyllisch und ruhig. – Vor einiger Zeit las ich in der Lokalpresse einen Artikel, das „man“ sich darum bemüht, dass dieses Kleinod als Naturschutzgebiet ausgewiesen wird.

Denn es wachsen hier einige Wildblumen und -kräuter, die ringsum eher selten oder gar nicht anzutreffen sind. Zum Beispiel Sumpfdotterblumen in den fast immer feuchten Zonen am Rand des Steinbachs. An der Quelle des Steinbachs, der später in den Seemenbach fließt, kann man viele Libellen beobachten, gelegentlich auch Graureiher verschiedene Falter, wie den Aurorafalter und andere Insekten.

Ein etwas älteres Foto vom Steinbachtal, mit Quelle, Blick Richtung Süd-Westen …

Landidyll östliche Wetterau, © wildpeppermint-design.de

Nun gehen wir vorbei an weiteren Brombeerhecken, legen noch einen kurzen Stopp bei einigen Wiesen-Bärenklau-Stauden ein, beobachten eine Weile die beiden Schimmel, die sich gerade in ihrem Unterstand „verstecken“. Ich lausche dem herrlichen Vogelgezwitscher, träume so vor mich hin und plötzlich … was ist das? Remo bleibt stehen, hält die Nase in die Luft, wittert … Läuft doch tatsächlich in aller Seelenruhe ein Reh auf dem Weg vor uns her. Just in dem Moment, als ich Kamera hochnehme und auslöse, verschwindet es leider ums Eck, durch die Hecke und weg war es. So blieb mir nur der unscharfe „Rehpopo“ 😉

Remo und mir ist es inzwischen ziemlich warm geworden *schwitz*, also legen wir noch einen Zahn zu und lassen die angrenzenden Wiesen, Heckenabschnitte mehr oder weniger links liegen, vorbei an der mächtigen Eiche, noch ein kurzer Blick ins Tal, ein paar Schnappschüsse, dann links hoch, wieder runter und ein letzter kurzer Stopp an „unserer“ Wildkirsche. – Remo sitzt hier gerne und beobachtet, was sich ringsum so tut. – Noch fünf Minuten bergab, wieder durch die Wiese und wir sind zu Hause. – Gesamtstrecke: ca. 5,5 km

Ich hoffe, euch hat unsere Gassirunde ein wenig Freude gemacht.

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Wenn die Tautropfen funkeln

Morgens um 8.00 Uhr, Mitte August, wenn die Wiesen noch taunass sind, die Sonne vom blauen Himmel schon brennt, dann glitzert und funkelt es in den Wiesen. Und die ebenfalls Tau feuchten Spinnennetze künden vom (leider) nicht mehr allzu fernen Herbst, einem hoffentlich schönen Altweibersommer?!

Habt einen dufte Sommertag!

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Kühe sind so kuhl

Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich außer für die Insektenwelt und andere Wildtiere, Wildblumen auch für Kühe ein Faible habe? Sie sind einfach unbeschreiblich kuhl. Die Viechers (ganz liebevoll gemeint!) sind einfach zum Knutschen. Manche haben Blicke drauf, das ist der Hammer. Andere haben einfach lustige Gesichter, die aussehen, als hätten sie eine Brille auf. Und erst die „Zwerge“, zum Schreien, wenn sie durch Herde flitzen und fangen spielen.

Deshalb gibt es heute mal keine Blümchen, keine Krabbler, Brummer oder Hüpfer, sondern ein paar kuhle Kuhbilder (in meinem Archiv gibt es noch viiiieeeeel mehr, aber ich will es ja nicht übertreiben ;-). Wenn ihr jedoch mehr sehen wollt, dann gebt Bescheid 🙂

Apropos Hüpfer, gestern hatte ich schon wieder zwei in der Küche, zwei Grashüpfer. Dieses Mal saßen sie in der Minze, die ich abgeerntet habe. Selbstverständlich habe ich auch diesen beiden wieder an die frische Luft gesetzt!

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Rosarote Wildblumenträume

Gestern nach dem Regen, als die Sonne die Wolken beiseite schob, habe ich diese rosaroten Schönheiten ins rechte Licht gerückt. Ich hoffe, euch gefallen meine Pics. 🙂

Das Zottige und Schmalblättrige Weidenröschen, der >> Blutweiderich, die Wilde Platterbse, Sumpf-Ziest (bzw. Knolliger Ziest)und das Drüsige Springkraut.

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Ein Hausrotschwanz …

… war heute Nachmittag so freundlich und flog nicht weg, als ich meine Kamera zückte. Die meisten Vögel nehmen ja sehr schnell Reißaus, wenn ich das „Kamera-Monster“ auspacke und den Piepmatz anvisiere. Aber der Kleine blieb lange still sitzen und erst als ich langsam etwas näher heranging, ist er auf den „Kuhzaun“ geflogen.

Den Hausrotschwanz und Gartenrotschwanz vergleichen und unterscheiden könnt ihr hier >>

Und schaut auch gerne in meinen Beitrag >> „Flügge: Gartenrotschwanz“

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Liebstöckel, tierische Überraschungen und ein Rothalsbock

Heute Vormittag habe ich meine beiden Liebstöckel-Pflanzen beerntet und eine Paste daraus gemacht. Liebstöckel-Salz habe ich noch genug, deshalb dieses Jahr mal Paste. Bevor ich jedoch dazu kam, die Paste (nur die Blätter, Olivenöl und ein bisschen Salz) zu machen, hatte ich einiges zu tun, um nicht eine unfreiwillige Fleischbeilage mit einzubauen 😉

Als Erstes kroch mir beim Abstreifen der Blätter eine lustige kleine Spinne auf die Hand. Ich so: „Okay du Kleine, dann bringe ich dich mal wieder raus.“ Gesagt. Getan. (Ohne Beweisfoto.)

Ich pflücke weiter so vor mich hin, da hüpft mir etwas entgegen. Ich dachte zuerst es wäre wieder einer der kleinen Wiesen-Grashüpfer, die hier überall in Massen herumhüpfen (einer wollte sogar mit mir duschen 😉 ). Aber nein. Meine Recherche ergab, es war eine Südliche Eichenschrecke, die ursprünglich nur im Mittelmeerraum beheimatet war. Lest mal, was >> „Wiki“ dazu schreibt (vor allem zur Lautäußerung). Lustig. 🙂 Sie frisst übrigens hauptsächlich Blattläuse. Also durchaus nützlich.

Ja, so tierisch kann es zugehen, wenn man eine kleine Topf-Wildnis vor der Haustüre hat. 😉 Natürlich habe ich auch den kleinen Hüpfer wieder zum Liebstöckel nach draußen gebracht.

Die nächsten Blätter gezupft … oh nein, nicht schon wieder: Dieses Mal waren es aber „nur“ zwei Baby-Schnecken (Hainbänder-Schnecken). Ich dachte die Kleinen schlafen. Aber nein, ich hatte sie offenbar aufgeweckt. Denn als ich nur ein paar Augenblicke später die Blätter mit den Schneggschen raustragen wollte, waren sie schon über das halbe Sideboard gekrochen. Kaum zu glauben, so winzig und doch so schnell. Also fix „eingefangen“ und ab nach draußen zu den anderen Liebstöckel-Bewohnern.

Am späten Nachmittag – ich hatte es mal wieder eilig, weil spät dran – flitze ich an meinen Töpfen vorbei. Halt. Da ist doch etwas an den Flockenblumen. Schritt zurück. Ah, ein Bockkäfer. Das Smarty gezückt, „Klick“ und später gucken, was da Neues zu Gast war. Mit dem Bockkäfer lag ich richtig. Es war ein Rothalsbock-Mädchen 🙂

Die Insektenwelt ist so spannend und fasziniert mich immer mehr. 🙂

PS: Sorry für die bescheidene Bildqualität.

PPS: Ganz vergessen: Und gestern habe ich eine Schlupfwespe am Bürofenster eingefangen und ebenfalls wieder nach draußen entlassen 🙂

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Nach dem Regen …

… kamen sie aus allen Ritzen und Fugen: Die (Hain-)Bänderschnecken. Bei 30 habe ich aufgehört zu zählen. In allen möglichen Farbvarianten, große, kleine und klitzekleine. Man konnte vorm Haus kaum laufen, ohne Gefahr zu laufen, eine der kleinen Häuserschnecken zu zertreten. Sie krochen kreuz und quer im Hof, vorm Haus, an den Hauswänden, hingen an Pflanzenstängeln kopfüber, krochen Richtung Straße – die ich alle eingesammelt und ins Grüne gesetzt habe. Ich hoffe, sie sind anschließend nicht wieder zur Straße gekrochen!

Ihre gefräßigen Verwandten, die Spanischen Wegschnecken (die übrigens gar nicht aus Spanien stammen >> ) waren zum Glück nur mit wenigen Exemplaren vertreten und die habe ich auf die Wiese hinter dem Haus geworfen.

Update 2. Aug. 2021

Noch mehr Schneggschen 😉 Und sogar eine für mich neue entdeckt: Die Gemeine Haarschnecke (links oben). Und darunter Mama-Schnegge (?) 😉 mit Baby-Schnegge. 🙂

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Wiesen-Skabiose und ihre vielfältigen Bewohner

Heute am Rande des Steinbachtals. An einem Wiesenrand haben sich unzählige Wiesen-Skabiosen (auch: Wiesen-Witwenblumen) angesiedelt und erfreulicherweise ebenso viele Insekten eingefunden. Nicht alle kann ich benennen. Viele Exemplare sehen sich so ähnlich, sodass ich sie nur schwer oder nicht (sicher) bestimmen kann. Wie dem auch sei, ich habe mich sehr gefreut, dass wieder ein paar für mich „neue“ Insekten dabei waren.

Vor allem viele Tagpfauenaugen, Ochsenaugen, Weißlinge und den Kleinen Fuchs konnte ich beobachten. Div. Hummelarten und einige Wildbienen habe ich entdeckt. Leider halten nicht alle Brummer lange genug still für ein gutes Foto. Ein für mich besonderer Fund: Die Wespe. Eine Grabwespenart oder eine Schlupfwespenart? Für eine sichere Bestimmung ist das Foto leider nicht aussagekräftig genug. Gefreut habe ich mich dennoch über diesen Fund. 🙂

Div. > Disteln, Flockenblumen, Skabiosen und > Königskerzen ziehen meiner Meinung nach die meisten und unterschiedlichsten Insekten an.

Eine Edeldistel (> Mannstreu) habe ich ja seit letzten Herbst, die Flockenblumen (2020 gesät) fangen jetzt endlich an zu blühen, fehlen mir noch Skabiosen und die Schwarze Königskerze. Dann könnte ich vor der Haustüre sicher noch mehr und öfter „spannende“ Insekten beobachten und fotografieren.

Nicht vergessen will ich den Ziest, der jetzt im Hochsommer ebenfalls sehr beliebt ist.

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Neue Futterquelle im Topfgarten

Vor einigen Tagen ist mein Mannstreu (Eryngium) so richtig blau/blauviolett geworden und steht nun in voller Blüte. Ein echter Hingucker und eine ganz wunderbare Insekten-Tankstelle. Div. Hummeln waren schon zu Gast, Honigbienen, Wildbienen, eine Wespe, div. Glanzfliegen und Schwebfliegen. Ein paar der kleinen Brummer waren so freundlich und haben eine Weile stillgehalten, sodass ich sie fotografieren konnte.

Bei meinem Mannstreu, den mir die liebe Astrid letzten Herbst geschenkt hat, handelt es sich offensichtlich um den Flachblatt-Mannstreu. Von der Pflanzengattung, die auch als Edeldistel bekannt ist, gibt es über 200 Arten. Sie alle lieben die Sonne und wirken wie ein Magnet auf Insekten.

Wenn ihr mehr über den Mannstreu erfahren möchtet, schaut z. B. bei der >> Baumschule Horstmann, dort gibt es ein ausführliches Profil. (Werbung unbezahlt und unbeauftragt)

Update: 25. Juli 2021

Noch mehr und neue Brummer gesichtet. Es ist der Wahnsinn, was sich hier alles einfindet. Ich freue mich wie ein Klötzchen, dass ich den Mannstreu jetzt auch in meinem Topfgarten habe. Eine echte Bereicherung! – Falls ihr euch wundert, dass der Mannstreu nun hellblauer erscheint > Mittagssonne = anderes Licht. 😉

PS: Lest auch meinen Beitrag >> „Warum Disteln in keinem Garten fehlen sollten„.

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