Neues aus meinem Topfgarten

Fast Mitte Juni und es wird täglich bunter in meinem kleinen Topfgarten. Die Blüten werden mehr und die Bienchen und Hummelchen freuen sich zurzeit (noch) an den Akeleien und am Stinkenden Storchschnabel, an den Thymianblüten und seit ein paar Tagen an den Blüten des Balkan-Storchschnabels. Die Kuckuckslichtnelke in meinem Wildblumenkübel blüht und der >> Diptam hat heute die ersten Blüten geöffnet – auch hier sind vor allem Hummeln am Werk.

Bald werden sich die Glockenblumen die Ehre geben und wieder alles in ein blaues Blütenmeer tauchen. Die erste Margeritenblüte hat sich heute auch geöffnet, Kratz-Disteln, Mannstreu, Färberkamille, meine Rose de Resht (dieses Jahr richtig üppig mit rund 20 Blüten) und der Frauenmantel werden bald folgen. Soweit zu den Blühern.

Am Donnerstag habe ich meine späten Tomaten umgetopft und haben sich schon eingewöhnt und wachsen munter weiter. Die Kartoffeln sehen prächtig aus und ich bin schon jetzt gespannt, wie viel ich im Herbst ernten kann. Meine Süßkartoffel habe ich leider etwas „zerlegt“ beim Umtopfen und dann hat die Sonne sie offensichtlich auch noch verbrannt, obwohl sie schon über eine Woche zum Abhärten draußen war … Ob das noch etwas wird?

Die Erdbeeren haben sich erholt und blühen jetzt endlich – allerdings eher bescheiden. Die >> Kapuzinerkresse gibt dieses Jahr richtig Gas, die erst vor kurzem gesäten Ringelblumen sind schön aufgegangen. Jetzt warte ich noch auf die Rauke, ob sie keimt und meinen erneuten Test Grünkohl im Topf zu ziehen – noch ist nichts aufgegangen …

Was ich gar nicht schön finde und erst heute entdeckt habe, meine Apfelminze ist voller Erdflöhe (eigentlich Käfer), die ich jetzt einfach mal abbrause und hoffe, ich kann die kleinen Plagegeister so vertreiben.

Weiterlesen "Neues aus meinem Topfgarten"

Schlupfwespe im Topfgarten

Heute kann ich mal wieder über eine Neuentdeckung berichten: Eine Schlupfwespe.

Heute Morgen bei meiner kleinen Inspektionsrunde durch meinen Topfgarten habe ich diese Schlupfwespe an der Schweizer Minze entdeckt. Leider war dieses hübsche Tierchen so flink unterwegs, sodass die Fotos nicht sonderlich scharf geworden sind. Auch mit dem Smartphone klappte es nicht besser. Zu schnell, der kleine Flitzer. Dennoch habe ich mich gefreut, mal wieder ein Tierchen bei mir zu finden, dass sich bisher noch nie hierher verirrt hat.

Nach meiner Recherche müsste es eine Schlupfwespe der Gattung Ichneumon spec. sein. Sie sind sehr schwer exakt zu bestimmen. Aber die Gattung müsste passen. Es soll ca. 3.000 Vertreter dieser artenreichen Familie der Hautflügler in Deutschland geben. Wahnsinn, oder?

Weiterlesen "Schlupfwespe im Topfgarten"

Und plötzlich war es Sommer

Eigentlich war es gestern viel zu warm (fast schon heiß) für eine große Nachmittagsrunde. Aber ich hatte Lust mal wieder die Kamera mitzunehmen und ein paar „ordentliche“ Fotos zu schießen. Tja, und so kamen wir ganz schön ins Schwitzen 😉 und habe die Runde dann doch etwas abgekürzt, durch das kleine Wäldchen am Keckenstein.

Die Vögel zwitscherten, ein Reh sprang durch den Wald (zu schnell für ein Foto), ein Hauch von Waldmeister lag in der Luft, es duftete so herrlich nach Sommer. Akeleien am Waldrand. Hummeln summen. Friedlich grasende Kühe. Huflattich-Pusteblumen. Lebendiges Totholz. Kuckucksrufe und >> Kuckuckslichtnelken (die erfreulicherweise immer mehr werden).

Und hier meine frühsommerlichen Impressionen dazu …

Weiterlesen "Und plötzlich war es Sommer"

Wildbienen helfen

Gerade habe ich im GEO Newsletter (Werbung. Unbeauftragt und unbezahlt) einen schönen Beitrag entdeckt.

10 Tipps bzw. 10 Pflanzen, die Wildbienen helfen, ihnen Nahrung bieten. Natürlich gibt es noch viele weitere (wild-)bienenfreundliche Pflanzen. Aber ich finde die Mischung sehr gelungen. Zumindest als „Startset“, welches vom Frühling bis Herbst etwas für die kleinen Brummer zu bieten hat … Denn es werden von typischen Gartenblumen wie Perlhyazinthen über die relativ früh blühenden Buschwindröschen und Sträucher wie der Weißdorn bis zu Herbstblühern wie die Fetthenne genannt. Um die Zehn vollzumachen, die anderen genannten Pflanzen: Lavendel, Färberkamille, Kornblume, Hornklee, rote Johannisbeere und Hundsrose.

Lest gerne auch meinen Beitrag, wie ihr >> Wildbienen helfen könnt.

Und, zum GEO-Beitrag geht es hier lang >>

Weiterlesen "Wildbienen helfen"

Pfingsten und so

So schnell geht’s. Pfingst-Sonntag ist schon wieder fast Geschichte. Bevor auch der Montag vorbeirauscht, schnell ein paar aktuelle Impressionen von meiner Terrasse und ein kurzer Lagebericht …

Endlich ist grün und auch ein bisschen bunt vorm Haus geworden. Die Akeleien blühen fast, wie man auf dem Foto oben sehen kann, die Erdbeeren sehen zwar recht mickrig aus, aber sie haben Knospen angesetzt. Die Kartoffeln lugen aus der Erde, der (neu gekaufte) Thymian steht kurz vor der Blüte, ebenso meine beiden Storchschnabel-Arten. Die Rose de Resht hat auch ein paar Knospen und der Frauenmantel setzt Blüten an. Sogar meine, ebenfalls noch recht mickrige, Kulturheidelbeere hat ein paar Blüten.

Tja, es ist alles sehr spät dran und vieles ist entweder erfroren oder eben recht mickrig. Dazu zählt auch mein Roter Sonnenhut. So schlecht sah er noch nie aus … Bin gespannt, ob und was sich von der argen Winter- und Frühlingskälte noch erholt. – Morgen werde ich die Süßkartoffel in den großen Kübel pflanzen und die Tomätchen, die sich wirklich prächtig entwickeln, für ein paar Stunden an die frische Luft setzen.

Habt noch einen schönen Abend und einen heiteren Pfingstmontag!

Weiterlesen "Pfingsten und so"

Neues aus der Tomaten-Kinderstube

Vielleicht habt ihr meinen >> ReGrow-Beitrag gelesen, dann wisst ihr um meine spontane Idee, die Direktsaat aus frischen Bio-Tomaten, Tomaten für meine Topfkultur zu ziehen.

Bisher ging alles gut und habe die Pflänzchen, die ja viel zu viele waren, vor ein paar Tagen vorsichtig auseinander „gefisselt“ und die kräftigsten acht (eigentlich auch noch zu viele) Pflänzchen pikiert. Was soll ich sagen, sie entwickeln sich prächtig am Küchenfenster und werden vom „Küchenzwerg Wolli“ mit Argusaugen bewacht, damit auch ja keine Pflanze zu Schaden kommt. 😉

Eigentlich wollte ich die Tomätchen tagsüber gerne für ein paar Stunden zum Abhärten rausstellen. Aber bei dem scheußlichen April-Wetter wäre das keine gute Idee. Entweder hätte sie der immer wieder stark-böige Wind längst umgeknickt oder einer der Regen-/Hagelschauer längst zerstört. Also bleiben sie vorerst am Küchenfenster stehen und warten auf besseres Wetter.

Hoffentlich klappt es, spätestens Anfang Juni meine „Spezial“-Tomaten ins Freie zu pflanzen. Drückt mal die Daumen, dass das Wetter mitspielt und ich trotz der späten Anzucht einige Tomaten ernten kann. Auch bin ich gespannt, welche Tomatenart/-sorte es sein wird. Cocktailtomaten, wie Mama und Papa? Denn ich weiß ja nicht, ob es samenfeste Tomaten waren, die ich gekauft hatte …

Weiterlesen "Neues aus der Tomaten-Kinderstube"

Klimaretter Baum?!

Gerade las ich einen interessanten Beitrag von „GEO“ (Werbung, unbezahlt, unbeauftragt) zum Geschäft mit dem Klimaschutz. >>„Bäume als Klimaretter: Wie sinnvoll ist das Aufforsten?“

Wie ihr in meinem Beitrag >> „Es war einmal ein Wald“ lesen konntet, lasse auch ich Bäume pflanzen (übrigens schon seit einigen Jahren, bevor es zu einem regelrechten Marketinghype (incl. Greenwashing) wurde. Dann las ich kürzlich, dass es bei „Plant vor the Planet“ – ich nenne es mal – Unregelmäßigkeiten gab/gibt. Da stellt Frau sich die Frage, wem und was kann man vertrauen? Sollte ich als Privatperson und/oder Unternehmer*in Baumpflanzprojekte unterstützen? Muss ich mein Engagement auch genauer unter die Lupe nehmen? Ja, das werde ich und ggf. neu entscheiden, wie und was ich unterstütze.

Falls ihr auch das eine oder andere Projekt unterstützt oder unterstützen wollt, seht genau hin, nehmt die Angebote/Projekte so genau wie möglich unter die Lupe. Hilfreich dabei ist dabei die Site >> „Wohllebens Waldakademie“ (Werbung, unbeauftragt, unbezahlt). Dort findet ihr Tipps/Kriterien, wie man gute Projekte erkennt, welche Aufforstungsprojekte man ehrenamtlich oder finanziell unterstützen sollte oder lieber nicht.

Nachtrag: Ich habe mir inzwischen „I plant a tree“ und die Pro-Kriterien für Wiederaufforstung mal genauer angesehen und bin nun etwas unentschlossen. Denn ein No-Kriterium ist, wenn es sich bei der Aufforstung um einen (reinen) Nutzwald handelt. Und das wird bei „I plan a tree“ nicht ganz deutlich, ob oder ob nicht. Es steht zwar nicht im Vordergrund, den Wald als Ressource zu nutzen, wird aber auch nicht explizit ausgeschlossen. Deshalb werde ich nachfragen und hier berichten, welche Antwort ich bekommen habe.

Weiterlesen "Klimaretter Baum?!"

Nachtrag: April-Winter

Ja, ja der April macht, was er will. Für sein wechselhaftes Wetter ist er bekannt. Aber dieses Jahr war er außer Rand und Band. 😉 So kalt und so trocken, dazu mehrere Male Schnee, das war schon außergewöhnlich. An 15 Tagen hatten wir Nachtfrost. Die Tagesdurchschnittstemperatur lag gerade mal bei 11,7 Grad. Und, nur an einem einzigen Tag hatten wir über 20 Grad, am 1. April … Man hätte es für einen Aprilscherz halten können.

Nun ist der April 2021 schon wieder Geschichte. Dennoch möchte ich euch noch ein paar April-Pics zeigen, bevor jetzt hoffentlich der Mai wenigstens mal zeigt, wie Frühling geht …

Weiterlesen "Nachtrag: April-Winter"

Alles spät dran, spontane Ideen und ReGrow-Projekte

Heute ein paar aktuelle News aus meinem Topfgarten.

Mit dem Shoppen ist das ja so eine Sache. Ich meine hier speziell das Einkaufen von Pflanzen und Gartenzeugs. – Mit Maske halte ich es nicht lange aus, also alles schnell erledigen und raus aus dem Geschäft. Dann wurde ja zwischenzeitlich alles Mögliche wieder geschlossen (u. a. auch Garten-/Baumärkte & Co.) bzw. braucht man jetzt nicht nur eine Maske, sondern auch einen Termin (mit festem Zeitfenster) und einen Negativtest. Ganz ehrlich, da vergeht mir die Lust und verzichte lieber auf neue Pflanzen.

Also habe ich aus der Not quasi eine Tugend gemacht. >> Regrow (Gemüsereste einfach weiterwachsen lassen), ist so genial. Letzten Herbst fing ich damit an. Zuerst habe ich ein paar Frühlingszwiebeln getestet. Einfach ein paar Zentimeter abschneiden – mit dem Wurzelrest – und in etwas Wasser stellen. Warten bis es treibt und ab in die Erde. Ging gut, allerdings hat mir der erste Frost die Pflänzchen dahingerafft. Aber ein bisschen Zwiebellauch konnte ich vorher noch ernten.

Mein zweites Regrow-Projekt war Staudensellerie. Er wuchs sehr schön, sodass ich immer mal ein paar Blätter für Suppen ernten konnte und habe ihn sogar überwintert. Als es im Februar so bitterkalt wurde, durfte er in die warme Wohnung (im Flur), da blieb er rund zwei Wochen und jetzt wächst er wieder. Zwar etwas zögerlich, wie alles (es ist einfach zu kalt), aber es wird 🙂

Staudensellerie Herbst 2020, vor der Überwinterung.

Das nächste „normale“ Projekt (Samen säen) – oder besser gesagt Projekte – waren Radieschen im Topf (hatte noch Samen von 2020). Normalerweise keimen sie ja innerhalb weniger Tage. Aber nein, ihnen war es zu kalt. Sie haben rekordverdächtige 23 Tage gebraucht und jetzt verharren sie im Wachstum wie eingefroren, die aktuelle Kälte ist schuld. Es geht einfach nichts voran.

Übrigens: Der 2021er ist der kälteste April seit 1977 und der trockenste seit ca. 30 Jahren.

Parallel zu den Radieschen habe ich am Bürofenster einen Topf mit Bio-Korianderkörnern (eigener Samen von 2020) angesät. Eigentlich keimt Koriander sehr langsam, hier ging es ungewöhnlich schnell. Nach knapp einer Woche keimte er. Verkehrte Welt.

Korianderanzucht – etwas „gakelig“ am Bürofenster

Inzwischen hatte ich auch wieder ein paar Frühlingszwiebeln gekauft und mich daran erinnert, wie gut das Regrow letztes Jahr geklappt hat und wieder einige Pflanzen „gezogen“ und vor ein paar Tagen in einen kleinen Terracotta-Kasten gesetzt.

Eine weitere Regrow-Story gibt es zu meiner Süßkartoffel. Ich hatte sie fast vergessen und als ich nach einiger Zeit mal in Kartoffelbox schaute, hatte die Süßkartoffel ein paar kleine Keime entwickelt. Also habe ich den oberen Teil mit den Keimen abgeschnitten und ins Wasser gehängt. Es dauerte nicht lange und es zeigte sich die erste zarte Wurzel und die Keime wuchsen recht schnell zu langen Trieben mit Blättern.

Süßkartoffel – Regrow-Prokekt 2021

Als die Wurzel(n) kräftiger wurde, habe ich sie eingetopft. Aber nach draußen kann sie noch nicht. Sie hält keinen Frost aus und die anhaltende Kälte würde ihr auch nicht guttun. Also bleibt sie vorerst am Küchenfenster stehen. Sie hat zwar ein paar Blattläuse, aber das ist nicht weiter schlimm. Das wird schon, wenn sie erst mal nach draußen kann, nach den Eisheiligen, hoffentlich!

Dann wäre da noch meine „Tomatenüberraschung“. Auch so eine spontane Idee. Eigentlich war ich zu spät dran (19. April). Egal. Ein Versuch. Da ich keine Samen mehr hatte und Pflanzen kaufen (s. o.) schwierig ist, habe ich einfach von einer gekauften Bio-Tomate, die Kerne rausgedrückt und ein bisschen mit Erde bedeckt. Ich glaube, sämtliche Kerne sind gekeimt. Sobald das zweite „echte“ Blatt da ist, werde ich die kräftigsten Pflanzen pikieren. Bin gespannt, was aus ihnen wird, ob sie das deutsche Klima mögen und auch ohne Gewächshaus wachsen und gedeihen.

Fast hätte ich meine Pastinake vergessen. Noch ein Regrow-Baby. Vor ein paar Wochen hatte ich mir Pastinaken gekauft und eine blieb einsam und alleine im Gemüsefach liegen, irgendwie passte sie immer nicht zu meinen Gerichten 😉 und dann fing sie an zu wachsen, sprich, sie trieb aus.

Also habe ich ca. 90 Prozent weggeschnitten (das landete in einer Gemüsesuppe) und das obere Teil mit dem Grün ins Wasser gehängt, Sie wuchs weiter. Da es jedoch noch sehr kalt war, wartete ich noch etwas und pflanzte sie schließlich vor ca. 2 Wochen in einen Topf, in den ich später ein oder zwei der Tomaten pflanzen will. Vielleicht auch die „normalen“ Kartoffeln, denn da sind mir auch wieder ein paar verkeimt ;-). Ob sie sich vertragen?

Ihr seht, man kann vielen Gemüsen ein zweites Leben schenken – und ganz nebenbei auch noch Geld sparen! Und, ich finde es so genial, dass die Natur, die Pflanzen, so (über-)lebenswillig sind und immer weiter wachsen wollen! Bewundernswert. Sie hat meinen vollen Respekt. Danke, du liebe Natur! Du bist einfach wunderbar!

Zum Schluss noch ein Wort zum Wetter: Soweit ich weiß, haben wir Mai, gefühlt ist eher es April. Weil: Klassisches April-Wetter in den letzten Tagen. Es hagelt. Es stürmt. Dazwischen etwas Sonne, Gewitter und Regen … fehlt nur noch Schnee 😉 Und, obwohl es gestern endlich mal etwas Regen gab, es ist noch immer vieeeeeeel zu trocken :-/

Schönes Wochenende und ein, zwei schöne Sommertage (?). Genießt sie.

Mai-Wetter 2021
Weiterlesen "Alles spät dran, spontane Ideen und ReGrow-Projekte"