Der Besuch im Gartencenter …

Oder: Wie acht Pflanzen in meinem Kofferraum landeten.

Eigentlich wollte ich nur für meine Mom ein paar Blümchen für ihre Balkonkästen holen. Aber dann stand mir leider eine riesige Auswahl an Gemüsepflanzen im Weg ;-). Wenn ihr meinen letzten Blogbeitrag gelesen habt, wisst ihr, dass ich noch am Überlegen war, ob ich dieses Jahr überhaupt Tomaten & Co. pflanzen werde.

Die Frage hat sich nun erledigt. Natürlich konnte ich an den historischen Tomaten, Paprikas und Chilis nicht einfach vorbeigehen. Und so landeten schließlich neben den Balkonblümchen …

1 Spitzpaprika, 1 Tapas-Chili Padron, 1 Jalapeño, 1 Tomate Harzfeuer, 1 Schwarze Krim, 1 Roma-Tomate, 1 Berner Rose und 1 Blattkoriander sowie etwas Saatgut (Spinat, Dill, Radieschen etc.) in meinem Einkaufswagen.

Gerne hätte ich noch weitere Pflanzen eingepackt, habe mir aber gesagt, Heidrun, lass es, du hast keinen Platz für mehr. Zum Glück konnte ich meinen inneren Schweinehund besiegen. Denn sonst wären es sicher doppelt so viele Pflanzen geworden. Zucchini, Gurke, Aubergine, Physalis und, und, und … – Ach ja, wenn ich doch nur wieder einen (kleinen) Garten hätte. Ich träum‘ mal ein bisschen …

Besonders gefreut hat es mich übrigens, es sind alles Bio-Pflanzen aus der Region! Und wie ihr seht, schöne, kräftige Pflanzen. Tagsüber dürfen sie an die frische Luft und abends hole ich sie wieder rein. Nach den Eisheiligen kommen sie dann in die Töpfe/Kübel.

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Mein Topfgarten Ende April

Heute Nachmittag habe ich mit dem Smartphone einen kleinen Rundgang durch meinen Topfgarten gemacht und ein paar Schnappschüsse mitgebracht. Es ist in den letzten Tagen so richtig schön grün geworden und kann fast beim Wachsen zusehen. 🙂

Auf meiner Collage seht ihr (von links): Eine meiner insgesamt 5 Minzen, Zitronenmelisse (dieses Jahr nicht erfroren), Knoblauchsrauke, Liebstöckel, Kulturheidelbeere, Wiesenmargerite, blühende Salatrauke, Sämlinge meiner Wildblumen für die Wildbienen, Frauenmantel, Kleinblütiges Purpurglöckchen, Rose de Resht, Wolfsmilch, Mannstreu, überwinterter Spinat und Thymian.

Natürlich wächst noch einiges mehr bei mir, wie zum Beispiel: div. Storchschnäbel, Glockenblumen, Diptam, Herbstaster, roter Sonnenhut, Schwarzer Geißklee, Liguster, Farne, Oregano, schwarze Königskerze, Akeleien, Erdbeeren, Hundsrose, Christrose, Knoblauch, Chrysantheme, Rosmarin, Ziest, Jakobsleiter (im Herbst gesät) und das eine oder andere Pflänzchen, was mir gerade nicht einfällt.

Und das Basilikum steht schon in der Warteschleife am Küchenfenster. Ob ich dieses Jahr Tomaten, Paprika und/oder Chili pflanze weiß ich noch nicht. Vorgezogen habe ich nichts.

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Käferliebe

Eigentlich wollte ich euch heute nur ein paar aktuelle Fotos von meinem Terrassen-/Topfgarten zeigen. Wie schön grün alles inzwischen geworden ist (kommt später). Aber zuerst muss ich euch ein paar tierische Mitbewohner zeigen. Unmöglich diese Käfer. Machen in aller Öffentlichkeit 😉 und ohne sich auch nur im Geringsten stören zu lassen Liebe. Tztztzt … 😉

Es sind zwei Himmelblaue Blattkäfer, die gerne an Minzen sitzen und dort für Nachwuchs sorgen. Solange keine Massen auftreten, dürfen sie natürlich bleiben, denn sie gelten allgemein als Schädlinge. Andererseits, was heißt das schon? Es sind Lebewesen und haben auch ihre Daseinsberechtigung. Zumal sie wirklich hübsch sind. Sie werden knapp einen Zentimeter groß und leben in Mittel- und Südeuropa. Im Norden und auf den britischen Inseln fehlen sie.

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Oktoberbunt im Topfgarten

Heute, am letzten Oktobertag, meint es die Sonne noch einmal gut mit uns und schenkte mir heute Morgen schönes Licht. Ich habe versucht, die schöne Stimmung in meinem kleinen Topfgarten ein wenig einzufangen …

Wie ihr seht, es ist noch ein bisschen Grün und Bunt in meinem Topfgarten. Besonders schön ist die Chrysantheme, die jetzt die unangefochtene „Herrscherin“ ist. Aber auch die Herbstastern sind noch hübsch anzusehen. Und, obwohl nur noch eine Blüte, die unglaublich schöne schwarz-rote Kapuzinerkresse sticht zumindest farblich alle anderen Blüten aus. Ein paar hellblaue Highlights setzten die Borretsch-Blüten und die kleinen Glockenblumen, die teilweise zum zweiten Mal blühen (ohne Foto, weil vom Winde verweht 😉 ).

Schönen Sonn(en)tag!

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Selbstaussaat im Topf: Schlafmohn

Auch so etwas passiert, wenn man die >> Natur machen lässt. Dann siedeln sich auch solche eigentlich verbotenen (zumindest diese gewissen 😉 Sorten) Gäste im (Topf-)Garten an: Der Schlafmohn.

Schlafmohn (Papaver somniferum) wird schon seit mehreren tausend Jahren kultiviert. Ursprünglich kommt er aus dem Mittelmeerraum. Man kann also sagen, dass der Schlafmohn eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt ist. – Er ist übrigens „Giftpflanze“ des Jahres 2021! – Wer ihn in größerem Stil anbauen möchte, muss es genehmigen lassen. Gegen meine zwei Pflanzen wird sicher niemand etwas haben. 🙂

Es gibt zum Beispiel in Hessen ein Anbaugebiet zur Backmohn-Gewinnung (das sind extra morphinarme Sorten). Der Ort fällt mir aber gerade nicht ein. In Österreich wird er sogar im größeren Stil angebaut, was ich super finde, denn ich liebe Mohnkuchen in allen Variationen und so ist der Nachschub sichergestellt 😉

PS: Leider wird der Saft auch noch immer in Afghanistan und einigen anderen Ländern in Zentralasien zur Opium-Gewinnung angebaut. Das ist weniger schön.

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Neues aus meinem Topfgarten

Fast Mitte Juni und es wird täglich bunter in meinem kleinen Topfgarten. Die Blüten werden mehr und die Bienchen und Hummelchen freuen sich zurzeit (noch) an den Akeleien und am Stinkenden Storchschnabel, an den Thymianblüten und seit ein paar Tagen an den Blüten des Balkan-Storchschnabels. Die Kuckuckslichtnelke in meinem Wildblumenkübel blüht und der >> Diptam hat heute die ersten Blüten geöffnet – auch hier sind vor allem Hummeln am Werk.

Bald werden sich die Glockenblumen die Ehre geben und wieder alles in ein blaues Blütenmeer tauchen. Die erste Margeritenblüte hat sich heute auch geöffnet, Kratz-Disteln, Mannstreu, Färberkamille, meine Rose de Resht (dieses Jahr richtig üppig mit rund 20 Blüten) und der Frauenmantel werden bald folgen. Soweit zu den Blühern.

Am Donnerstag habe ich meine späten Tomaten umgetopft und haben sich schon eingewöhnt und wachsen munter weiter. Die Kartoffeln sehen prächtig aus und ich bin schon jetzt gespannt, wie viel ich im Herbst ernten kann. Meine Süßkartoffel habe ich leider etwas „zerlegt“ beim Umtopfen und dann hat die Sonne sie offensichtlich auch noch verbrannt, obwohl sie schon über eine Woche zum Abhärten draußen war … Ob das noch etwas wird?

Die Erdbeeren haben sich erholt und blühen jetzt endlich – allerdings eher bescheiden. Die >> Kapuzinerkresse gibt dieses Jahr richtig Gas. Die erst vor kurzem gesäten Ringelblumen sind schön aufgegangen. Jetzt warte ich noch auf die Rauke, ob sie keimt und bin gespannt auf meinen erneuten Test „Grünkohl im Topf“ zu ziehen – noch ist nichts aufgegangen …

Was ich gar nicht schön finde und erst heute entdeckt habe, meine Apfelminze ist voller Erdflöhe (eigentlich Käfer), die ich jetzt einfach mal abbrause und hoffe, ich kann die kleinen Plagegeister so vertreiben.

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Teil 3 Terrassengarten-Inventur: Fruchtpflanzen

Würde ich über meine diesjährigen Fruchtpflanzen schreiben, wäre ich schnell fertig, denn zum ersten Mal seit zehn Jahren habe ich nur ein paar „Nasch“-Erdbeeren, vier spontan gepflanzte Kartoffeln (sie waren gekeimt) und die Heidelbeere, die dieses Jahr exakt drei (!) Beeren trägt.

Wie das? Nun, ich hatte in den ersten zwei/zweieinhalb Monaten des Jahres so viel mit meinem Business zu tun, dass ich den optimalen Zeitpunkt zum Anziehen von Chilipflanzen und Paprika schlicht versäumt habe. Für Tomaten hätte ich noch Zeit gehabt, als ich wieder etwas Luft hatte, aber meine Samen waren wohl zu alt und/oder nicht optimal gelagert und versagten kläglich beim Keimtest Mitte März.

Tomaten selbser ziehen, Tomatensämlinge
Tomaten und Basilikum, Anzucht auf der Fensterbank

Und dann kam Corona und machte mir endgültig einen Strich durch die Rechnung. – Ich komme nur sehr schlecht mit der Maskenpflicht klar. – Es kostet mich schon enorm viel Überwindung, meinen Wocheneinkauf damit zu erledigen und hatte/habe einfach keine Lust und Motivation, das Ding noch länger zu tragen, um damit in den Gartenbaumarkt zu fahren. Zumal, das eine Mal, das ich dennoch dort war, war das Angebot an Frucht-Pflanzen sehr bescheiden, die Qualität so lala …

Andererseits, vielleicht hätte ich auch ohne Corona dieses Jahr nichts gesät/gepflanzt. Vieles wächst nicht mehr wirklich gut – die Krux mit dem Topfgärtnern –  irgendwann hilft auch der beste Dünger nicht mehr. Die Erde ist ausgelaugt, die Wurzeln haben keinen Platz mehr. Und Umtopfen – vor allem von größeren Pflanzen – eine mühsame Angelegenheit, die ich noch nie wirklich gerne gemacht habe. Im Garten ist das etwas Anderes, das Pflanzen, Anlegen von Beeten, Gestalten … Hach ja … ein Garten, das wäre schön. 80 oder 100 qm würden mir schon reichen … Nun denn. Ist nicht und wird wohl auch in absehbarer Zeit nichts damit.

Fruchtpflanzen: Was im Topf wächst …

Bisher im Topf kultiviert habe ich an ausdauernden Pflanzen: Erdbeeren (je ein kleiner und großer Balkonkasten), Kulturheidelbeere, Johannisbeere und Cranberries (die bereits im zweiten Jahr eingegangen sind).

Einjährige: ca. 10 Tomatensorten (Wildtomaten, Cocktailtomaten, Fleischtomaten, Salattomaten), ca. 8-10 Chilisorten (von Habanero über Türkische Pepperoni bis Cayenne), Spitz-, Tomaten- und Blockpaprika, vier Sorten Auberginen, Zucchini, Stangen- und Buschbohnen, Süßkartoffeln, Spinat, Feldsalat, Ur-Karotten, Kartoffeln, Physalis, Kohlrabi, Fenchel, Lauchzwiebeln, Lauch, Erbsen, Mangold, Snackgurken und sogar Zuckermais, der immerhin zwei Kolben hervorbrachte (als Starkzehrer hätte er sicher einen noch viel größeren Topf gebraucht).

 

Mit zwei Erdbeerpflanzen habe ich vor drei Jahren angefangen. Dann bekamen die beiden so viele „Kindel“ von denen ich die kräftigsten Ende August abgenommen habe und in einen langen Balkonkasten gepflanzt habe, sie stehen jetzt im zweiten Jahr und sehen leider – wie vieles andere auch – etwas mickrig aus. Dennoch habe ich genauso viele Früchte wie 2019 geerntet, gut 800 Gramm. Nicht viel. Aber immerhin hat es für einige leckere Erdbeer-Müslis gereicht.

Nun sind alle Beeren gegessen und warte jetzt auf die Kindel (die alten Pflanzen werde ich entsorgen), die ich in frische Erde eintopfen will und hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder gesunde und vielleicht ein paar Gramm mehr Erdbeeren ernten kann.

Meine Kulturheidelbeere ist dieses Jahr ein einziges Trauerspiel. Ich habe sie nun schon etliche Jahre (ich denke sicher schon sieben oder acht Jahre) und sie wurde jedes Jahr größer und blühte und fruchtete jedes Jahr mehr. 2018 und 2019 konnte ich jeweils knapp zwei Kilo Heidelbeeren ernten. Für eine Solitärpflanze im Topf finde ich die Menge klasse.

Kulturheidelbeeren

Letztes Frühjahr habe ich sie vor der Blüte umgetopft, weil sie ziemlich durchwurzelt war, was ihr offenbar auch gut tat. Sie sah gesund aus und lieferte ja auch tüchtig Früchte. Als dieses Frühjahr die ersten Triebspitzen zu sehen waren, freute ich mich schon auf eine erneut gute Ernte. Aber daraus wurde nichts. Der Austrieb war mickrig, es gab nur ein paar einzelne Blüten (die ich an zwei Händen abzählen konnte) aus denen, die schon erwähnten drei Beeren wuchsen. Gedüngt habe ich wie letztes Jahr. Die Erde gelockert. Mäßig gegossen, gleicher Standort. Aber sie ist bis jetzt nicht in die Gänge gekommen. Zudem leidet sie jetzt auch noch an Chlorose, die unterschiedliche Ursachen haben kann. Was genau das Problem oder ob es eine Kombination aus div. Faktoren ist, ich weiß es nicht. Auch mein >> Naturdünger zeigt bisher keinerlei positive Wirkung.

Vielleicht schneide ich sie im Herbst (wobei man das eigentlich nicht oder nur sehr selten machen soll) und setze sie wie die ErdbeerKindel in komplett frische, neue Erde. Mal sehen. Einfach aufgeben möchte ich sie nicht.

Da ich euch nicht mit ellenlangen Gemüsestories langweilen will, noch ein paar Erfahrungen kurz und knapp: Super im Topf sind stets alle Arten von Chili und Paprika gewachsen, Auberginen auch (da wir ja seit Jahren sehr warme Sommer haben), am besten die „Schlangen“- und Thai-Auberginen. Tomaten waren bis auf die Buschtomaten alle bestens (mein Tipp für’s Pflanzgefäß: nehmt Pflanztaschen, dort wachsen sie besonders gut und ihr könnt sicher sein, dass der Wind sie nicht umkippt.

Möhren und Kohlrabi waren ganz o.k., aber der Topf hatte wohl etwas zu wenig Tiefe. Stangenbohnen gehen super, wenn sie windgeschützt stehen. Zu viel Wind und Sonne und die Blätter verbrennen und brauchen dann lange, bis sie sich wieder erholen. Aus einem Tontopf mit ca. 38 cm Durchmesser und ca. 8-10 Bohnenkernen habe ich 2018 ca. 1,5 Kilo Bohnen geerntet. 2019 deutlich weniger, weil der gewählte Standort zu sonnig und windig war. Gerankt sind sie an extra langen Tomatenstäben. Erbsen sind uninteressant für den Kübel, zu wenig Ausbeute, fällt eher in die Kategorie Liebhaberei 😉

Fenchel geht gut, wenn man ihn zu richtigen Zeit pflanzt. Ansonsten schosst er schnell. Mangold ging auch gut. Die Gurken waren o.k., jedoch funktioniert nicht jede Sorte gleich gut. Am besten war eine Snackgurke, die ich an einem Rankgerüst wachsen ließ. Halbschattig und windgeschützt aufgestellt.

 

Johannisbeere
Rote Johannisbeere im Topf

Süßkartoffeln lassen sich auch sehr gut im Topf anbauen. Allerdings sollte das Pflanzgefäß sehr geräumig sein. Ich hatte eine Bio-Knolle wie einen Avocadokern mit drei Zahnstochern ins Wasser gehängt und gewartet bis viele kleine Triebe und Wurzeln zu sehen waren und dann das komplette „Teil“ zur Hälfte die Erde gesetzt. Sie wuchs sehr schnell und rankte munter an Tomatenstäben empor. Vor dem ersten Frost leerte ich den Topf aus und freute mich über eine recht ansehnliche Ernte. Die meisten Knollen waren zwar recht klein (zu kleiner Topf), aber es zeigt, es geht.

Last but not least: Meine Rote Johannisbeere. Sie tauchte ohne mein Zutun irgendwann im „Rosentopf“ auf. Zuerst dachte ich, es ist eine Blutjohannisbeere, aber es stellte sich nach (ich denke es waren zwei Jahre) heraus, dass es eine Rote Johannisbeere ist. Wie sie bei mir gelandet ist? Keine Ahnung. Ich habe sie gehegt und gepflegt und vor zwei Jahren konnte ich eine gute Handvoll Beeren ernten. Und letztes Jahr fing sie an zu kränkeln. Dazu kamen noch Raupen in Massen, die in kürzester Zeit fast die komplette Pflanze kahlgefressen hatten. Dieses Elend mochte ich nicht mehr sehen, gab sie auf und schnitt im Herbst bis auf eine Handbreit alles ab und wollte sie dieses Frühjahr mit der Grünschnittabholung entsorgen.

Tja und was macht das dusselige Ding? Genau. Es treibt wieder aus, mit schönen kräftigen Blättern. Also darf sie bleiben und werde sie zusammen mit den anderen Beeren im Herbst umtopfen und ihr noch mal eine Chance geben.

Und, das Leckerste zum Schluss, ein paar Ernte-Impressionen …

 

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Inventur im Terrassengarten: Teil 1 – Kräuter

Was wächst dieses Jahr in meinem Topfgarten?

Fangen wir also mit den Kräutern an: Zurzeit habe ich sechs Minzen (je eine Carmagnola, Schweizer, Marokkanische, Englische, Orangenminze und Apfelminze). Dann wäre da der Thymian, Liebstöckel, Schnittlauch, Genoveser Basilikum, Französischer Estragon, Wilde Rauke, Zitronenmelisse, Zitronenstrauch bzw. -verbene (Aloysia citrodora), Kardamom, Sauerampfer, Kaffirlimette, >> Rosmarin, Bohnenkraut, Glatte Petersilie, Lorbeer und Salbei.

17 Kräuter bzw. Gewürzpflanzen,
in 27 Töpfen/Kästen.

Was sich leider nicht sehr lange bei mir gehalten hat: Bärlauch, Winterheckezwiebeln, Schnittkoblauch, Griechisscher Bergtee, Brunnenkresse, Pimpinelle und ein Ananassalbei, der mir leider erfroren ist, weil ich ihn zu lange draußen stehen ließ.

Marokk. Minze, Carmagnola Minze, Bohnenkraut und Glockenblumen (die überall ohne mein Zutun auftauchen)

Da eine reine Auflistung ja ziemlich langweilig 😉 ist, will ich auf ein paar Kräuter näher eingehen.

Meine Pfefferminzen sind dieses Jahr nicht in bester Verfassung. Das liegt vor allem daran, dass ich keine Zeit und (warum auch immer) keine rechte Lust zum Gärtnern und damit auch nicht zum Umtopfen hatte. Gedüngt habe ich sie wie immer im Frühjahr. Dennoch: Sie sahen schon besser aus. Ich denke es ist einfach der Platzmangel in den Töpfen. Vielleicht topfe ich die eine oder andere noch in den nächsten Tagen um. Wenn’s mich packt. 😉 //  Das gleiche gilt für meine beiden Liebstöckel.

Zitronenmelisse nach knapp zwei Jahren.

Dafür ist die Zitronenmelisse eine Pracht. Das Beste daran, ich dachte letztes Jahr meine Pflanze sei erfroren durch den Spätfrost im März, war sie auch. Aber beim Töpfe umräumen sah ich in einem noch unbepflanzten Kübel eine kleine zarte Pflanze mit nur vier Blättern, es hatte sich eine Zitronenmelisse selbst gesät. Da war meine Freude natürlichj groß, denn ich mag sie sehr gerne als Tee. Also topfte ich sie vorsichtig um, in einen passenden kleinen Topf und siehe da, sie wuchs trotz der wenigen Wurzeln an und hat sich dieses Jahr zu einem ordentlichen Busch entwickelt …

Meine Wilde Rauke ist auch so ein „Selbstläufer“. Noch immer wachsen die von mir vor drei Jahren gesäten Pflanzen in einem kleinen Terracottakasten, der 2019 in der Nähe vom Französischen Estragon stand. Und was wächst dieses Jahr in voller Pracht beim Estragon? Genau! Eine neue Wilde Rauke. Dafür ist der Estragon dieses Jahr etwas mickrig.

Mein armer Zitronenstrauch (franz. übrigens als Verveine bekannt) hatte ganz schön zu kämpfen. Besser gesagt beide Pflanzen. Der Große und der Kleine. Denn ich hatte mich dazu entschlossen, weil ich immer wieder zu hören bekam, lass ihn doch draußen, der hält bis 10 Grad Minus aus. Weil der große Strauch, trotz jährlichem Schnitt inzwischen wirklich sehr groß und sperrig geworden war und ich nur sehr wenig Platz zum Überwintern in der Wohnung habe, habe ich gedacht, o.k. dann versuche ich es. Nun war der letzte Winter ja wirklich sehr mild für unsere Breiten, mehr als minus 5 oder 6 Grad hatten wir nicht. Also dachte ich, dann war es eine gute Entscheidung. Das sollte auf jeden Fall gutgegangen sein. (Den Kleinen hatte ich dennoch im Frühwinter in den Flur geholt.)

Zitronenstrauch mit „chaotischem“ Neutrieb an einem alten, verholzten Seitenast.

Der Frühling kam, der April war sehr warm (wenn auch mit kühlen Nächten) und wartetet sehnlichst auf den Austrieb. Nichts zu sehen. Da es kaum noch nach Frost aussah, stellte ich den Kleinen Ende April raus. Blöderweise gab’s dann zu den Eisheiligen doch noch Frost (und ich hatte es verpeilt). Bäm, da hatte ich den Salat. Beim kleinen Strauch waren alle Triebe erfroren und beim Großen noch immer kein Blättchen zu sehen. Oh nein dachte ich, das kann doch nicht wahr sein. Ich war wirklich traurig, denn es ist so ein wunderbares Teekraut.

Es vergingen noch einmal zwei, drei Wochen, kein Grün zu sehen. Nichts. Und dann, als ich es schon fast aufgegeben hatte, dachte ich, ich sehe nicht richtig, kleine grüne Sprenkel zeigten sich am großen Strauch. Yeah, er hatte ich zurück ins Leben gekämpft. 🙂 Mit jedem Tag wurde es deutlicher, er hatte tatsächlich überlebt. Allerdings beim Kleinen sah es weniger gut aus. Ich schnitt ein paar Zentimeter runter, um zu sehen, ob noch Leben im Holz war. Trocken. Noch ein paar Zentimeter. Trocken. Oh je …

Also habe ich die Schere noch etwas weiter unten angesetzt und dort war noch ein wenig Grün zu erkennen. Ich beließ es dabei und hoffte. Und nun? Inzwischen sieht er an der Basis genauso aus, wie der Große an dem einen alten Ast. Also haben es beide geschafft, aber sind ziemlich spät dran, so wird es dieses Jahr wohl nur eine kleine Ernte geben und keine zwei oder gar drei wie sonst.

Nie wieder bleiben die beiden über den Winter draußen. Das riskiere ich nicht noch mal.

Mein Lorbeer ist auch so ein Pflegefall. Ihn habe ich noch nie reingeräumt. Er hält wirklich gut was aus. Aber er macht mir seit dem Winter 2018/2019 Probleme. Auch hier war wohl vor allem der Spätfrost im Frühjahr schuld. Viele Blätter sind verkümmert und abgefallen. Ob der Frost wirklich schuld war oder eine Blattkrankheit, da bin ich mir nicht sicher.

Als auch nach Monaten kein Neutrieb zu sehen war, habe ich auch hier die Schere angesetzt (2019) und alles dürre Holz abgeschnitten. Ich habe ihn gehegt und gepflegt, kein Neutrieb. Eigentlich hatte ich ihn schon abgeschrieben, ließ ihn einfach stehen. Tja, und auch er hat es sich offenbar noch einmal überlegt und vor ein paar Tagen – nach einem jahr ohne neue Triebe – habe ich gesehen, er treibt wieder aus. Allerdings sieht er durch meine Schnibbelei etwas unförmig aus. Übrigens, Lorbeer ist nicht nur ein tolles Würzkraut, lest mal hier >>

Und doch liebe ich meine Misfits im Terrassengarten 😉

Gewürzsalbei – gelöchert von der Weißen Fliege.

Der Salbei, den ihr hier seht, ist ein Gewürzsalbei, der nicht blüht oder nur sehr selten. Die Mutterpflanze war sehr sparrig geworden und ich hatte deshalb im Sommer 2018 einen Steckling eingepflanzt, was sich als gute Tat herausstellte, da die „Alte Dame“ im Winter darauf erfror (wie vieles andere auch). Und der kleine Steckling, nun knapp zwei Jahre alt hat sich prächtig entwickelt (sieht man von den Löchern der Weißen Fliege mal ab).

Wenn ihr Fragen habt oder eure eigene Kräutergeschichte(n) teilen möchtet, dann freue ich mich über eure Kommentare und natürlich auch über ein Like, wenn euch mein Beitrag gefallen hat.

In Teil 2 meiner Inventur werde ich mich den Blühpflanzen widmen, incl. einem Special: Meinem >> selbstgemachten Naturdünger.

PS: Ja ihr seid bessere Fotos von mir gewohnt. 😉 Aber mein Kamera-Akku war heute Morgen leer und so habe ich einfach schnell mit dem Smartphone draufgehalten. Vielleicht tausche ich das eine oder andere Foto auch noch aus 🙂

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